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Zecken im Garten – das hilft!

Mit dem Voranschreiten des Frühlings steigt nicht nur die Lust, sich in der Natur zu bewegen, sondern auch die Aktivität der Zecken. Oftmals wird vergessen, dass die Tiere auch das heimische Grün besiedeln. Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. gibt Tipps, was Gärtner dagegen tun können.

Der Monat März muss für die zu den Spinnentieren gehörenden Parasiten eigentlich ein Wonnemonat gewesen sein: Bei schon teilweise sommerlichen Temperaturen gab es auch noch zumindest in großen Teilen Deutschlands ausreichende Niederschläge, die den Parasiten optimale Lebensbedingungen boten. Derzeit sorgen Kälteeinbrüche zwar für einen Rückgang der Zeckenaktivität, den Tieren schadet das aber nicht: Sie ziehen sich in die Laubstreu zurück, und sobald es wieder wärmer wird, sind sie schnell wieder da.

Dann bringen sie sich an den Spitzen der rasch wachsenden Gräser und Stauden oder auf abgestorbenen Gräsern des Vorjahres in Stellung. Leider auch nicht selten im Garten. Besonders betroffen sind Gärten in Waldrandnähe, die den Parasiten optimale Bedingungen bieten: Wärme, Luftfeuchtigkeit und eine Fülle von Wirtstiere wie Vögeln, Mäusen und anderen Kleinsäugern.


Wirtstiere fernhalten

Eine Strategie gegen Zecken in der grünen Oase ist es, potentielle Wirtstiere fernzuhalten. Falls Wildtiere wie Rehe oder Füchse „zu Besuch kommen“, kann es sinnvoll sein, das Gelände einzuzäunen. Mäuse sind weniger leicht rauszuhalten – außer natürlich, man hält sich eine Katze. Diese müssen übrigens, wie auch Hunde, während der gesamten Saison mit Zeckenmitteln behandelt werden. Das schützt die Tiere selbst vor Krankheiten und verhindert, dass sich Zeckenweibchen vollsaugen, im Garten fallen lassen, auf der Erde Eier ablegen und somit einer Durchseuchung Vorschub leisten.


Zeckentest im Garten durchführen

Wer wissen möchte, ob sein Garten bereits mit Zecken besiedelt ist, kann den Handtuch-Test machen. Dieser Test macht sich die Verhaltensweise der Spinnentiere zu Nutze, die meist an exponierten Stellen sitzen, beispielsweise an Grashalmspitzen oder anderen Pflanzenteilen, die aus der Vegetation herausragen. Dort lauern die Tiere auf einen Wirt, wobei das erste Beinpaar mit Klauen ausgestreckt wird. Mit diesen Krallen bleiben Zecken an vorbeigehenden Wirten hängen, sie werden also abgestreift. Für den Test wird ein großes weißes Tuch oder Handtuch wie eine Fahne an einem Stock befestigt. Das gesamte Tuch wird nun über die Vegetation gezogen.

Zecken kommen an Pflanzen bis in einer Höhe von maximal 1,5 Meter vor. Auf den Pflanzen lauernde Zecken verfangen sich mit ihren Krallen in dem Stoff. Da er weiß ist, erkennt man die unterschiedlichen und zum Teil winzigen Stadien der Zecken relativ gut und kann sie mit Hilfe einer Pinzette vom Tuch absammeln.


Garten umgestalten

Wurden bei der Untersuchung Zecken im Garten entdeckt, gilt es, den Garten so zu gestalten, dass er den Parasiten keine günstigen Lebensbedingungen mehr bietet.

Feucht Refugien müssen beseitigt und Sonnenlicht und Luftbewegung in bodennahen Bereichen gewährleistet werden. In der Praxis bedeutet dies, dass der Rasen regelmäßig geschnitten, Gebüsch zumindest im Bodenbereich stark gelichtet, und Falllaub wie auch Bodendecker (z.B. bodenwüchsiger Efeu) komplett entfernt werden müssen.

Falls solche Maßnahmen nicht infrage kommen, sollten sich alle Gartennutzer vor Zeckenstichen schützen. Dazu gehört das Tragen von langer Kleidung, das Auftragen wirksamer Zeckenschutzmittel - zumindest bei der Gartenarbeit - und das regelmäßige Absuchen des Körpers nach Zecken.


Weitere Infos: www.dgk.de

 

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