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Verschwenderisch und ungesund: der Einweggrill

JEDER KANN WAS TUN

Der Sommer soll sich nochmal für eine paar Tage zeigen und da haben sie wieder Hochkonjunktur: die Einweggrills ...

So beliebt waren Einweggrills noch nie: In fast jedem Supermarkt liegen die flachen Aluschalen auf großen Stapeln direkt neben der Wursttheke und versprechen ein schnelles und einfaches Grillerlebnis, egal wo und wann. Was so verführerisch aussieht, birgt bei genauerem Hinsehen allerdings so viele Nachteile, dass man besser die Finger von diesen Grillgeräten lässt.

Wir stellen euch die bessere Alternativen vor. Ein Einweggrill kostet ein paar Euro, er besteht aus einer flachen Aluminiumschale, die bereits mit Holzkohle gefüllt ist und einem Rost. Das flache Format hat seinen „Preis“: Der Abstand zwischen Kohle und Rost ist so gering, dass sowohl Fleisch als auch Gemüse außen anbrennen – obwohl sie im Inneren noch nicht mal durchgegart sind. Die Kohle ist mit chemischen Grillanzündern versehen, die auch Dank des geringen Abstands zum Rost und der kurzen Brenndauer des Grills den Weg ins Grillgut finden. Weshalb alles „nach Chemie“ schmeckt. Gesund ist das nicht.

Die meisten Einweggrills bestehen aus Aluminium, einem Metall, das nur unter Belastung der Umwelt hergestellt werden kann. Der billige Grill landet nach nur etwa einer Stunde der Verwendung im Müll. Schlimmer noch: Nur im Idealfall landet der Einweggrill im Müll, oft wird er bei Einbruch der Nacht zur Seite geschoben und in der Natur „vergessen“. Die Abfallbetriebe der Städte müssen oft Sonderschichten einlegen, um nach heißen Sommerabenden die Müllberge abzubauen – das dafür notwendige Geld fehlt den Kommunen dann an sinnvolleren Stellen.

In den Grünanlagen einiger Städte ist der Einweggrill bereits verboten. Ein Grund dafür ist auch, dass der Wegwerfgrill dem Untergrund schadet – z. B. der Wiese in öffentlichen Grünanlagen. Durch den fehlenden Abstand zwischen dem Gras und der Glut wird die Grasnarbe beschädigt. Wird auf einer Rasenfläche mehrfach auf diese Art „gekokelt“, sieht sie auf Dauer unansehnlich aus.

All diese Nachteile sollten genügen, um sich nach Alternativen umzusehen. Und ja, sie existieren tatsächlich, und sie grillen leckerer, gesünder und umweltschonender. 

So gibt es beispielsweise Klappgrills für unter 20 Euro, die sich zusammenklappen und leicht mitnehmen lassen. Zusammengefaltet sind sie kaum größer und schwerer als Einweggrills.

Andere praktische Alternative: der Grilleimer. Das ist ein leichter Eimer aus
Metall mit Löchern für die Belüftung, mit einem Einsatz, durch den die Kohle
Abstand zum Boden hat. Nach dem Grillen nimmt man den Eimer ganz einfach
wieder mit nach Hause. Auch Grilleimer gibt es schon für weniger als 20
Euro.

Tatsächlich gibt es auch einen vertretbaren Einweggrill – aus Erlenholz. Bei
diesem Modell gibt es Lagerfeuerromantik gratis dazu!


Quelle: Utopia, www.dgk.de
www.utopia.de

 

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