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Hautkrebsvorsorgeuntersuchung - Eine Frage der Expertise

Ab dem 1. Juli ist das Hautkrebsscreening für gesetzlich Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn die Fallzahlen von Hautkrebs steigen stetig.

Das Screening auf Hautkrebs ist als eine visuelle Begutachtung der Haut durch den hierfür speziell ausgebildeten Arzt ohne Einsatz technischer Hilfsmittel geregelt. Der Patient muss sich für die Untersuchung vollständig entkleiden. Der Arzt betrachtet systematisch die gesamte Hautoberfläche.

Während der helle Hautkrebs fast ausschließlich an den der  Sonneneinstrahlung ausgesetzten Stellen des Körpers entsteht, tritt der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) auch an Stellen auf, die nicht unmittelbar von UVStrahlen erreicht werden. Daher müssen im Rahmen einer gründlichen Hautkrebsvorsorgeuntersuchung auch verdeckte Hautregionen wie beispielsweise zwischen den Zehen, unter der Fußsohle oder auf der behaarten Kopfhaut begutachtet werden - auch die Mundschleimhaut gehört dazu.

Das Vorgehen erscheint Patienten, die sich zum ersten Mal einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung unterziehen oft verblüffend simpel, doch eine verlässliche Krebsvorsorgeuntersuchung der Haut bedarf eines über Jahre geschulten Blicks und einer großen an einer Vielzahl von Fällen geschulten Erfahrung, wie der Mönchengladbacher Hautarzt und Sonderreferent für Onkologie des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD), Dr. Rolf Ostendorf, aus langjähriger Erfahrung weiß.

„Wir Dermatologen erleben es recht häufig, dass Patienten mit einem nach ihrem Dafürhalten auffälligen Muttermal zur Untersuchung kommen, das von uns aber als harmlos diagnostiziert wird; im Rahmen der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung entdecken wir dann an diesen Patienten verdächtige Hautveränderungen, die ihm oder ihr selber gar nicht aufgefallen sind, sich nach genauerer Untersuchung aber als Hautkrebs oder Hautkrebsvorstufe entpuppen“, erklärt Dr. Ostendorf.

Die von der gesetzlichen Krankenversicherung getragene  Hautkrebsvorsorgeuntersuchung steht Versicherten ab dem 35. Lebensjahr
alle zwei Jahre zur Verfügung – für Risikopatienten, deren Haut sehr viele Muttermale aufweist oder für Menschen, die einer höheren UV-Strahlung ausgesetzt sind, eine nicht ausreichende gesetzliche Rahmenbedingung, so die Meinung des Hautkrebsspezialisten Ostendorf: „Ein erster Schritt in die
richtige Richtung ist getan, doch würden sich viele mit dem Thema Hautkrebs befasste Experten eine von der GKV getragene Untersuchung wünschen, die auch jüngere Menschen erfasst, um diese im Rahmen des Hautkrebsscreenings über die Gefahren erhöhter UV-Exposition aufzuklären.

Wenn ein 35jähriger seit 20 Jahren mehrmals wöchentlich ins Solarium geht, ist die Haut so schwer geschädigt, dass sich im Alter von 50 oder 60 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit Hautkrebsvorstufen entwickeln. Es ist eminent wichtig die Prävention ernster zu nehmen und auch Menschen unter 35 Jahren zu erfassen.“

 

Selbstuntersuchung kann viel Unheil verhindern

„Der Hautarzt hat ja bloß geguckt“, heißt es manchmal nach der ersten Hautkrebsvorsorgeuntersuchung. Der Mönchengladbacher Hautarzt Dr. Rolf Ostendorf erläutert, worauf der Dermatologe bei einer  Ganzkörperuntersuchung achtet und wie wir alle unser eigenes Hautkrebsrisiko verringern können.

  • Wie hoch ist die Trefferquote des „geschulten Blicks“ bei Dermatologen?

    Ostendorf: Risiko-Krebsformen zeigen zumeist ein sehr charakteristisches,
    typisches Bild und werden vom Fachmann fast immer schon „auf den ersten Blick“ erkannt und richtig eingeordnet. Sehr viel schwieriger ist dies bei beginnendem Krebs, hier gibt es klinisch und auch bei der feingeweblichen Untersuchung – nach dem Herausschneiden des verdächtigen Hautareals – Grenzfälle, die naturgemäß schwieriger zu beurteilen sind.

  • Worin liegt die besondere Kompetenz der Fachgruppe für den Hautkrebs begründet?

    Ostendorf: Sowohl für die Diagnostik – das Erkennen – des Hautkrebses als auch für die Therapie ist der Hautarzt sicherlich der uneingeschränkte  Fachmann.Ein Chirurg mag gut schneiden können; es gibt aber heutzutage oft auch Alternativen zum Messer. Die fachärztliche Behandlung beim Hautarzt sollte sicherstellen, dass der Patient nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien der Fachgesellschaft behandelt wird. Der Hautarzt verfügt über ein breites Spektrum an Behandlungsoptionen und nur bei ihm wird der Patient Zugang zu diesen neuen nicht invasiven Methoden finden können.

  • Welchen Zusatznutzen haben bildgebende Verfahren zur Hautkrebs(video)-
    dokumentation, wie sie heute schon verstärkt eingesetzt werden?

    Ostendorf: Der besondere Nutzen dieser Verfahren liegt bei der Verlaufsbegutachtung von Patienten mit vielen auffälligen Muttermalen. Die Videodokumentation hilft uns, unnötige Operationen zu vermeiden, ist aber darüber hinaus auch ein wichtiges Hilfsmittel zur Qualitätssicherung und Schulung der Auflichtmikroskopie.

  • Kann man einer elektronischen Muttermalanalyse trauen? Sind Maschinenbefunde verlässlich?

    Ostendorf: Die bisher auf dem Markt befindlichen Systeme schneiden bei der Akutbeurteilung eines Pigmentfleckes im Vergleich zu einem erfahrenen Untersucher sehr viel schlechter ab. Ihr besonderer Wert ist vor allem bei der Langzeitbeobachtung von Risikopatienten zu sehen.

  • Zur eigenen Vorsorge wird der medizinische Laie immer wieder angehalten, seine Haut auf verdächtige Veränderungen zu untersuchen: Auf welche Merkmale sollte er besonders achten?

    Ostendorf: Die Selbstuntersuchung, aber auch die Untersuchung von Angehörigen, ist ausgesprochen wichtig und hilft viel Unheil zu verhindern. Jeder sich verändernde Hautfleck, jedes unregelmäßig begrenzte Muttermal, jeder Pigmentfleck mit verschiedenen Farbschattierungen sollte immer sofort einem Fachmann vorgestellt werden. Diese Muttermale müssen nicht immer schwarz sein, auch rötliche, neu aufgetretene Veränderungen, erst recht blutende Tumoren bedürfen der Abklärung. Nur der Fachmann kann entscheiden, ob es sich um eine völlig harmlose Alterswarze handelt oder ob etwas Ernsteres vorliegt. Patienten mit vielen Muttermalen und insbesondere auch hellerem Hauttyp ist eine regelmäßige hautärztliche Untersuchung allerdings routinemäßig anzuraten.

Weitere Infos unter www.bvdd.info

 

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