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Über den Sinn und Unsinn von Fastenkuren

Direkt nach der karnevalistischen Super-Sause beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit, die Zeit der Buße und Entbehrung. Viele Menschen nutzen diese Zeit auch für eine gründliche Entschlackungskur nach der ausgiebigen Partyzeit rund um Karneval. Heilfasten heißt das Zauberwort – doch ist das wirklich gesund?

Fasten ist die Enthaltsamkeit von allen oder von bestimmten Nahrungsmitteln. Es gibt verschiedene Formen des Fastens: Nulldiät, Heilfasten, Fastenmethoden mit Molke, Saftfasten und andere.
Während die einen aus religiösen Gründen auf etwas verzichten, nutzen die anderen diese Methode zur schnellen Gewichtsreduktion oder zur Entschlackung des Körpers.

Nicht nur die Seele, sondern auch den Körper reinigen und Ballast abwerfen - so wird die Wirkung des Fastens beschrieben Während Fastenärzte und -kliniken und auch zahlreiche Autoren auf diese Methode schören, sehen Ernährungswissenschaftler das klassische Heilfasten eher kritisch, denn es  ist der falsche Ballast, der hierbei abgeworfen wird. Bei den meisten Fastenkuren kommt es zu Eiweißmangel und es folgt der Muskelabbau.


 
Das passiert beim Fasten im menschlichen Körper

Durch die „Nahrungsverweigerung“ fehlt dem Körper die Zufuhr von lebensnotwendigen Nährstoffen, deshalb schaltet er den so genannten Hungerstoffwechsel ein und greift auf körpereigenen Reserven zurück.
Dabei erschöpfen sich die Kohlenhydratreserven schon nach etwa einem Tag. Wer dann hofft, dass die Fettverbrennung einsetzt, liegt falsch, denn nun greift der Körper auch auf seine Eiweißreserven zurück und das ist die Muskulatur, die so unweigerlich abgebaut wird.
 

 

Ist Fasten zur Gewichtsreduktion geeignet?

Das ist abhängig von der Art der Fastenkur. Wer wie beim "Heilfasten“ keine Nahrung zu sich nimmt, reduziert sein Gewicht. Doch das führt neben dem Fettabbau zwangsläufig zur Verminderung des Grundumsatzes und damit in vielen Fällen zum Jo-Jo-Effekt.

Wenn der Körper keine Nährstoffe bekommt, wird der Energie-Grundumsatz in knapp 14 Tagen um die Hälfte reduziert. Das ist ein Schutzmechanismus des Körpers, um im Falle einer Hungerphase nicht zu schnell abzumagern.
Wer danach wieder anfängt zu essen, sollte Bedenken, dass der  Grundumsatz nicht gleich auf das alte Niveau zurückkehrt.

Wenn du vorher einen Grundumsatz von 2.200 Kilokalorien hattest und ihn aufgrund der Fastenkur auf 1.000 Kilokalorien heruntergehungert hast und nach dem Fasten mehr als 1.000 Kilokalorien zu dir nimmst, dann isst du zwar eigentlich viel weniger als vorher, aber dein Körper nimmt dennoch einen Überschuss zu sich. Das hat zur Folge, dass du die mühsam abgehungerten Kilos in kürzester Zeit wieder am Körper kleben hast.
Wer sich für ein proteinmodifiziertes Fasten entscheidet, dämmt beugt durch die tägliche Zufuhr von Eiweiß den Muskelabbau vor und der Grundumsatz sinkt nicht so stark ab. Ein proteinmodifiziertes Fasten ist zur Gewichtsreduzierung besser geeignet.

Allerdings solltet ihr beachten, dass das beste Programm für eine dauerhafte Gewichtsreduktion die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist, denn nach der „Entschlackungs-Kur“ treten häufig die gleichen Ernährungsfehler auftreten wie zuvor.

Es empfiehlt sich daher, die Ernährung komplett umzustellen. Ernährungsberater können dabei behilflich sein, individuelle Diät- bzw. Ernährungspläne zu erstellen.

Wer sich  – aus welchen Gründen auch immer – für eine Fastenkur entscheidet, sollte sich sehr gründlich darauf vorbereiten. Fastenanfänger ist auch anzureiten, erstmal unter Anleitung und ärztlicher Aufsicht - am besten in der Gemeinschaft - ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. 

 


Bei einer Fastenkur unbedingt zu beachten

  • Nicht jeder ist gesundheitlich in der Lage, eine Fastenkur durchzustehen. Lasst euch vorher ärztlich durchchecken, bevor ihr dieses Vorhaben ernsthaft angeht. Aufgrund der möglichen gefährlichen Nebenwirkungen sollte eine Fastenkur nur unter ärztlicher Kontrolle stattfinden.

  • Vor dem Beginn der Heilfastenkur solltest du dir im Klaren darüber sein, dass du während des Fastens ausreichend Ruhe und Zeit benötigst. Der Abstand vom Alltag ist wichtig und notwendig, um die körperliche und geistige Wirkung der Maßnahme zu unterstützen.

  • Während der Kur sollte man begleitende entspannende Maßnahmen wie Schwimmen, Saunagänge, Wandern oder Massagen vorbereiten. Schwere körperliche Arbeit oder anstrengender Sport sind während dieser Zeit tabu.

  • Eine Fastenkur wird  in der Regel bereits ein paar Tage vorher vorbereitet. Der Körper soll auf den Nahrungsentzug und damit auch verbunden den Entzug von gewohnten Genussmitteln, wie Kaffee, Zigaretten und Alkohol vorbereitet werden. Zur Vorbereitung sollten die Genussmittel verringert und die Kalorienzufuhr reduziert werden.

  • Bereits fünf Tage vor dem Fasten sollten dem Körper pro Tag maximal 600 kcal an Energie zugeführt werden. Empfehlenswert in dieser Zeit sind Reis und Obst.

  • Weitere Infos zum Fastenablauf findet ihr hier >>


Die "positiven Effekte" einer Fastenkur - die Entschlackung und Entgiftung des Körpers, die auch gerne mit Balsam für Körper und Seele umschrieben werden, sind wissenschaftlich nicht belegt.

Dagegen kann eine Fastenkur unerfreuliche Nebeneffekte wie  Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und im Extremfall auch lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen hervorrufen, so dass eine Fastenkur wohl überlegt sein sollte.

Nochmal: Ganz wichtig bei so einem Vorhaben ist ein gründlicher Gesundheitscheck vom Arzt sowie eine ärztkliche Kontrolle während der gesamten Kur.

In diesem Sinne: Kommt heil durch das Heilfasten ;-)

kkl
 

 

 

Buchtipp:

Fasten - Auszeit für Körper, Geist und Seele

Wér sich gründlich und gut auf seine Fastenzeit vorbereiten möchte, dem sei dieser Ratgeber aus dem Verlag Gräfe und Unzer wärmstens ans Herz gelegt. Alle Infos zum Titel findet ihr hier >>

 

 


Weiterführende Infos im Netz

 

 

Fachartikel zum Heilfasten

 

 

Literatur zum Thema Heilfasten

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Gesundheitstipps

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