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Milchstau und Brustentzündung

"Ich hatte Schweißausbrüche und hohes Fieber. Die Brust war dick und hart und schmerzte fürchterlich. Das Kind schrie unaufhörlich. Da konnte ich nicht mehr."

Erinnerungen einer Mutter an die beginnende Stillzeit. Sicherlich kein Einzelfall. Eine Brustentzündung, die meistens nicht sofort entsteht, sondern sich oft aus einem Milchstau entwickelt, kann äußert schmerzhaft und ein wesentlicher Grund für ein frühzeitiges Abstillen sein. Sie kann plötzlich auftreten, wenn sich Bakterien zu schnell vermehren. Sie haben zunächst den Eindruck, als bekämen Sie eine Grippe. Ihre Brust fühlt sich heiß, druckempfindlich und an einer Stelle hart an. Diese Stelle ist dann gerötet und Sie haben Fieber.

"Auf keinen Fall sollten Sie abstillen!" Das ist ein Ratschlag, den Hebammen oder Stillberaterinnen Frauen in dieser Situation häufig geben. Die Begründung: "Das Stillkind hilft Ihnen, wieder schneller gesund zu werden. Wenn Sie nun abstillten, würde sich Ihr Gesundheitszustand weiter verschlechtern. Auch wenn es in dieser Situation noch so anstrengend ist für Sie, stillen Sie Ihr Baby weiter." Häufig leichter gesagt als getan. Eines sollten Sie auf jeden Fall bedenken: Stillen sollte Ihnen und Ihrem Kind Spaß machen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie abstillen. Sicherlich ist Muttermilch das Beste für´s Kind, aber nur dann, wenn Sie voll dahinter stehen. Lassen Sie sich nicht von anderen beeinflussen, es ist ihre Enscheidung. Ob Sie eine gute Mutter sind, hängt nicht vom Stillen ab!

Zurück zur Brustentzündung, die auch Mastitis genannt wird. Sie ist eine ernst zu nehmenden Erkrankung. Für Sie gilt nun absolute Bettruhe. Schonen Sie sich und lassen Sie sich verwöhnen und helfen. Der Haushalt kann wirklich warten. Wichtig ist nur, dass Sie wieder gesund werden. Suchen Sie Hilfe von außen.

Eine nicht auskurierte oder nicht behandelte Brustentzündung kann unter Umständen einen eitrigen Abzess zur Folge haben, der operativ geöffnet werden muss. Auch nach einem chirurgischen Eingriff ist weitere Stillen wieder möglich. Keine Angst, so oft kommt eine Abzessbildung bei rechtzeitiger Behandlung und Schonung nicht vor.

Konzentrieren Sie sich voll auf das Stillen. Feuchtwarme Umschläge können den Milchfluß anregen. Stillen Sie oft. Beginnen Sie bitte mit der schmerzenden entzündeten Brust. Legen Sie Ihr Baby an die gerötete Stelle und zwar so, dass sein kleines Kinn dorthin zeigt und es trinken kann. Danach kühlen Sie diese Seite. Sie brauchen sich grundsätzlich keine Sorgen machen, dass die Muttermilch aus der entzündeten Brust Ihrem Baby schadet. Es kann aber vorkommen, dass Ihr Baby nicht an dieser Brust trinken möchte, weil die Muttermilch anders schmeckt und zwar wahrscheinlich salzig. Dann müssen Sie mit Hilfe einer guten Milchpumpe diese Brust leeren. Nach der überstandenen Brustentzündung wird Ihr Baby wieder wie gewohnt an dieser Seite trinken. In diesem Fall brauchen Sie rasch eine gute Milchpumpe (Fragen Sie in der Apotheke nach). Sie können sich die Milchpumpe durch Ihre Hebamme oder Gynäkologen verordnen lassen. (Kostenerstattung!)

Beginnen Sie auch wieder an der entzündeten Seite und machen Sie vor dem Abpumpen auch hierbei einen feuchtwarmen Umschlag. Pumpen Sie solange ab, bis die Brust nicht mehr so hart ist und Ihr Baby die Brustwarze fassen kann, um selbst wieder zu trinken.

Sie sollten die entzündete Seite nicht von Hand ausstreichen, denn das ist viel schmerzhafter als mit einer elektrischen Pumpe. Haben Sie auch beim Abpumpen Geduld und rechnen Sie damit, dass das Abpumpen durchaus eine Stunde oder länger dauern kann. Etwa alle 8 bis 10 Minuten wechseln Sie die Brustseiten. Vergessen Sie bitte nicht, tüchtig zu trinken, denn durch das Fieber verlieren Sie Flüssigkeit.

Ihr Allgemeinzustand sollte sich nun innerhalb von 24 bis zu 48 Stunden wesentlich verbessern. Ist dies nicht der Fall oder wenn er sich sogar verschlechtert, dann brauchen Sie dringend ärztliche Hilfe, auch wenn Feiertag oder Wochenende ist. In der Regel werden Sie dann ein Antibiotikum verschrieben bekommen. Heutzutage sind bestimmte Antibiotika gut für Stillkinder verträglich, sagen Sie Ihrem behandelten Arzt auf jeden Fall, dass er bei der Wahl des Medikamentes auf die Stillverträglichkeit berücksichtigt.

 

Noch ein paar Tipps:

  • Wenn die Brust groß und hart ist, kühlen Sie sie mit Quarkkompressen. Das lindert den Schmerz!
  • Um den Milchfluss anzurechen, können Sie Ihre Brust mit einer einfachen Rotlampe bestrahlen. Das wärmt und regt den Milchfluss an.


Und wenn ihr merkt, dass euch das alles zuviel wird und ihr am Ende nur wegen des Drucks von außen "durchhaltet", dann stillt ab! Auch wenn ihr eurem Kind die Flasche gebt, habt ihr einen innigen Kontakt und es entsteht Nähe und Wärme!

Wichtig ist, dass ihr euch wohlfühlt, dann wird auch euer Baby sich wohlfühlen!

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

15.09.2010

sehr gut (von lili)

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