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Postpartale Depression - das Leid nach der Geburt

Das lang ersehnte Wunschkind ist endlich da, doch richtige Freude kommt nicht auf, im Gegenteil. Sarah ist verzweifelt, denn eigentlich hat sie sich so auf die erste Zeit mit ihrem Baby gefreut. Jetzt fühlt sie sich einfach nur leer und ausgelaucht.

Sarah ist an einer „postpartale Depression“ erkrankt. "Eine postpartale Depression", so Sabine Surholt, 1. Vorsitzende und Gründerin des Vereins Licht und Schatten e.V.,  "kann bei Müttern im Laufe eines Jahres nach der Entbindung auftreten. In Deutschland sind rund 10 Prozent der Frauen daran betroffen.

Die Symptome sind unterschiedlich. In der Regel sind die Mütter müde und erschöpft, sie haben keine Energie und spüren eine starke Traurigkeit und innere Leere. Hinzu kommt häufiges Weinen, Konzentrations- und Schlafstörungen,  Appetitlosigkeit sowie allgemeines Desinteresse, Ängste und auch Panikattaken. Besonders schlimm sind für die betroffenen Frauen oft die Schuldgefühle, eine schlechte Mutter zu sein oder auch Zwangsgedanken wie der Angst, dem Kind etwas antun zu können.

„Diese Depression ist eine Krankheit“, weiß Sabine Surholt aus eigener Erfahrung, „die unbedingt behandelt werden sollte, denn bei einer sehr schweren Form der Erkrankung können Suizid- oder Infantizidgedanken hinzukommen.“

Sarahs Mann hat rechtzeitig gemerkt, dass mit seiner Frau etwas nicht stimmt. Da Sarah ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Hebamme aufgebaut hat, konnte sie schließlich über ihre Gefühle sprechen und diese als Krankheit annehmen.

Mittlerweile fühlt sich die junge Mutter wieder sehr gut. Die Krankheit dauert in der Regel zwischen einem halben und einem Jahr und Spätfolgen gibt es glücklicherweise keine. Das Verhältnis zwischen Sarah und ihrer mittlerweile 18 Monate alten Tochter ist heute völlig harmonisch und Sarah freut sich, dieses Glück endlich in vollen Zügen genießen zu können.

Sabine Surholt machte die Erfahrung, dass  die Beziehung zwischen Mutter und Kind nach der Genesung in der Regel zwar völlig normal ist, aber das manche Mütter die Kinder zu intensiv umsorgen, weil sie das Gefühl haben, etwas nachholen zu müssen oder zu wollen.

Sarah war vor der Geburt ihrer Tochter sehr erfolgreich im Beruf und auch im Privaten eine „Perfektionistin“. Laut Frau Surholt ist dies typisch, denn viele der Frauen, die an dieser Depression erkranken, sind sehr eigenständige Frauen, die meistens immer alles schaffen wollen und sehr erfolgreich sind. Es sind Frauen, die auch den Anspruch haben, alles perfekt und alleine machen zu müssen. Diesen Frauen fällt es daher schwer, mit dem nach einer Entbindung unweigerlich auftretenden Chaos fertig zu werden und sich Hilfe zu erbitten. Sie bürden sich zu viel Verantwortung auf. Außerdem leben sie oft in einem familiären Umfeld, das - da es vorher nie nötig war -  nicht daran gewöhnt ist, ihnen Unterstützung zu geben und Verantwortung zu übernehmen.

Für Erkrankte gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Ganz wichtig ist es, das Gespräch mit anderen ebenfalls betroffenen Frauen zu suchen, um zu sehen, dass sie von der Erkrankung nicht allein betroffen sind. Danach ist zu prüfen, welche Therapiemöglichkeiten eine höhere Akzeptanz bei der einzelnen Frau haben. Man kann mit klassischen homöopatischen Mitteln beginnen. Der Psychiater kann darüber hinaus Antidepressiva verordnen. Sehr zu empfehlen sind Gesprächstherapien bei Diplom-Psychologen, um den Ursachen der Überforderung auf die Spur zu kommen. Begleitend dazu sind Körpertherapie-Formen, die die Mutter bemuttern (z. B. Shiatsu, Cranio-Sacral-Therapie) sehr erfolgreich.

Liegt eine schwere Form der Erkrankung, z. B. auch mit Suizidgedanken vor, sollte ein stationärer Aufenthalt in einer speziellen Mutter-Kind-Einrichtung angestrebt werden.

 

 

Weiterführende Informationen und Anlaufstellen:

 

Buchtipps:

 

Im Internet:

 

 

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