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Plötzlicher Kindstod - der Albtraum aller Eltern

Immer wieder liest man davon: Abends war das Baby noch putzmunter und am nächsten Morgen liegt es tot in seinem Bettchen. Für Eltern ist es das Schlimmste, was passieren kann. Der Plötzliche Kindstod ist immer noch die häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr eines Kindes.

In Deutschland sterben jährlich etwa 300 Babys an diesem Phänomen - vor 15 Jahren waren es sogar viermal so viele Kinder. Der Altersgipfel liegt zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, selten sind Kinder vor dem zweiten oder nach dem sechsten Lebensmonat betroffen, fast nie nach Ende des ersten Lebensjahres. Und es kommt in allen Bevölkerungsschichten vor.

 

Was genau ist der Plötzliche Kindstod?

Unter dem Plötzlichen Kindstod, auch „sudden infant death syndrom“ oder „SIDS“ genannt, versteht man den unerwarteten Tod eines scheinbar völlig gesunden Säuglings, ohne dass die Vorgeschichte oder eine gründlich Obduktion die Ursache klären könnten. Etwa ein Drittel dieser Kinder haben schon vorher an einer Krankheit gelitten, die unerkannt blieb oder nicht behandelt wurde. Bei dieser Gruppe lässt sich das SIDS durch keine vorbeugende Maßnahmen verhindern. Anders verhält es sich bei den übrigen 200 Säuglingen. Es gibt durchaus Risikofaktoren, die von den Eltern beeinflussbar sind.

 

Was sind die Ursachen?

Seit über hundert Jahren forscht man nach den Ursachen für den frühen Tod von Säuglingen und es wurden viele Hypothesen aufgestellt.  Der medizinische Fortschritt, eine umfassende Aufklärung während der Schwangerschaft und die immer besseren Lebensumstände haben dazu beigetragen, dass die Säuglingssterblichkeit in Deutschland erheblich gesunken ist. Dennoch gibt es die einzige gültige Erklärung für SIDS nicht. So wie bei vielen Erkrankungen sind wahrscheinlich mehrere Faktoren am Zustandekommen dieses schrecklichen Ereignisses beteiligt.

 

Medizinische Ursachen:

Die zurzeit gängigste Theorie geht von einer Störung im Gehirn aus, die verantwortlich ist für das Zusammenspiel von Atmung und Herztätigkeit. Das Gehirn von Säuglingen entwickelt sich im ersten Lebenshalbjahr sehr schnell und muss ständig Neues hinzu koordinieren. Die Übergangsphase zwischen Wachsein und Schlaf, vor allem die zwischen den ruhigen Tiefschlafphasen und den aufregenden Traumphasen, ist ein hochsensibler Zustand, in dem Störungen der Gehirnfunktion auftreten können. Diese Störungen betreffen auch die Steuerung der Atmung und des Herzschlags, für eine normalerweise kurze Zeit können diese beiden Funktionen aussetzen. Findet das Kind nicht schnell genug aus dem gestörten Zustand in einen stabilen zurück, kann die Pause von Atmung und Herzschlag zu lang werden und es kommt in eine todesbedrohliche Situation. 

Je älter das Kind wird und somit das Gehirn reift und sich stabilisiert, desto mehr nimmt die Neigung zu dieser Fehlfunktion ab.

 

Genetische Faktoren, die den Kindstod begünstigen können
 
Es gibt tatsächlich eine Risikogruppe, die mit unveränderbaren biologischen Faktoren zu kämpfen hat, auf die Eltern wenig bis gar keinen Einfluss haben.

Zu dieser Gruppe zählen Kinder, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren werden sowie Neugeborene, deren Geburtsgewicht unter 2000 g liegt (wahrscheinlich weil ihr Gehirn noch weniger weit entwickelt ist, als bei Kindern, die vollständig ausgetragen werden können). Ebenso scheint eine erbliche Veranlagung  eine Rolle zu spielen. Geschwister, die nach einem am Plötzlichen Kindstod verstorbenen Säuglings geboren werden, erkranken deutlich öfter an demselben Phänomen.

Weitere Gegebenheiten können das Risiko eines Plötzlichen Kindstodes erhöhen. Familien mit vielen Kindern, Babys, die bereits ein lebensbedrohliches Ereignis überlebt haben, Neugeborene, denen es unmittelbar nach der Geburt so schlecht geht, dass eine intensivmedizinische Überwachung notwendig ist, Kinder mit einer speziellen Herzrhythmusstörung (QT-Syndrom) und Kinder, die generell schwer aus dem Schlaf zu wecken sind und sich auffallend wenig bewegen, sind besonders betroffen. Und auch Kinder von drogenabhängigen Müttern zählen zu dieser Gruppe.


 

Was könnt ihr als Eltern vorsorglich tun?

  • Wenn ihr euch Sorgen macht und nicht sicher seid, ob bei eurem Kind ein Risiko besteht, sprecht mit dem Kinderarzt darüber (ist das Kind gefährdet, kann ein Atem-Überwachungsgerät verordnet werden)

  • Ganz wichtig: Bitte nicht rauchen! Nicht in der Schwangerschaft und auch nicht in der Umgebung des Kindes

  • Stellt das Babybettchen in den ersten Monaten ins elterliche Schlafzimmer

  • Legt euer Kind zum Schlafen nur auf den Rücken oder auf die Seite (Handtuchrolle oder speziell geformte Kissen unterstützen die Seitenlage) und niemals auf den Bauch 

  • Achtet darauf, dass es nicht mit dem Kopf unter die Bettdecke rutschen kann (ein Baby-Schlafsack statt einer Bettdecke hilft dabei)

  • Dicke Kissen, flauschige Nestchen, zu weiche Matratzen und unzählbare Kuscheltiere bitte aus dem Bett verbannen

  • Achtet darauf, dass das Baby nicht überhitzt, eine Raumtemperatur von 18 Grad ist ausreichend (kleiner Tipp: fühlt zwischen den Schulterblättern, ist die Haut dort warm aber nicht verschwitzt, ist es genau richtig)

  • Lasst euer Kind schnullern. Neueste Studien gehen davon aus, dass beim Schnullern die Aufwachschwelle sinkt (leider fällt der Schnuller alle paar Minuten aus dem Mund!)

  • Ganz wichtig: macht euch nicht verrückt! Die meisten Kinder, die geboren werden sind immer noch gesund und bleiben es auch


 

Wie geht es weiter und wo gibt es Hilfen?

Familien, in denen ein Kind gestorben ist, leiden oft unter starken Schuldgefühlen und denken, für den Tod ihres Kindes verantwortlich zu sein. In dieser schweren Zeit ist es ratsam sich Hilfe zu holen. Eine psychotherapeutische Betreuung oder die Teilnahme an Selbsthilfegruppen können in dieser Zeit wertvolle Unterstützung geben. Auch findet man im Internet einige nützliche Seiten, die Eltern helfen können; um sich vorab zu informieren oder um sich Hilfe zu holen, falls sie den Verlust ihres Kindes erlitten haben.


 

Weiterführende Links

Eine weitere interessante Seite im Netz ist  www.familienhebamme.de. Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen, die sich speziell um die Betreuung von Risikogruppen kümmern. Ein Blick auf diese Seite ist wirklich lohnenswert.

Weitere Adressen im Internet sind z. B.

  • www.veid.de vom Bundesverbandes Verwaiste Eltern, auf der man u. a. Selbsthilfegruppen vor Ort findet oder
  • www.sids.de - Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e.V. 
     

 

Buchtipps

 

Selbsthilfegruppen

 

  • GEPS - Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e.V.
    Bundesverband GEPS Deutschland e. V.
    Rheinstraße 26
    30519 Hannover
    Tel + Fax: +49 (0) 5 11 / 83 86 202

  • Bundesverband „Das frühgeborene Kind“
    Von-der-Tann-Strasse 7
    69126 Heidelberg

  • miks
    Münsteraner Informations- und Kontaktböre für Selbthilfegruppen
    Telefon 0251-2006919

 

 

(ber)

 

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