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Fragen rund um die Geburt – Die einzelnen Geburtsphasen

Es gibt unterschiedliche Geburtsphasen, die in der Realität nicht unbedingt exakt voneinander abgegrenzt sind und oft fließend ineinander übergehen. Die Dauer kann ebenfalls stark variieren. Sie dient vielmehr der objektiven Übersicht.

 

Die Eröffnungsphase

Mit der Eröffnungsphase einer Geburt ist der Zeitraum von Beginn der Geburtswehen bis zur vollständigen Eröffnung des Muttermundes gemeint.

Sie ist der erste und auch der längste Teil einer Geburt. Um mal einige Durchschnittwerte zu nennen: Bei Erstgebärenden ist ein Durchschnitt von etwa zwölf Stunden völlig normal, bei Frauen, die bereits entbunden haben (Mehrgebärende), dauert sie nur etwas halb so lange. Aber diese Zahlen sind – wie erwähnt - statistisch ermittelte Durchschnittwerte!

Die Wehen in der Eröffnungsphase kehren regelmäßig wieder und sind oft schmerzhaft. Während Ihr in der Anfangsphase vielleicht alle 15 Minuten eine Wehe merkt, können diese gegen Ende der Eröffnungsphase alle ein bis zwei Minuten auftreten und ungefähr eine Minute andauern.
 
Das Ende der Eröffnungsphase, die auch Übergangsphase genannt wird - kann oftmals sehr stürmisch verlaufen. Die Wehenpausen sind sehr kurz und die Wehen sind sehr kräftig mit oft schon starkem Druck nach unten. Der Arzt bzw. die Hebamme wird Euch dazu anhalten, weiterhin gut durchzuatmen und den Drang zum Pressen noch hinauszuzögern, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Presst also erst wenn es nicht mehr anders geht.

In dieser Phase verlässt viele Frauen die Kraft, der Wunsch nach Kaiserschnitt wird oft geäußert. Jetzt ist durchhalten angesagt. Die Partner müssen Verständnis dafür aufbringen, dass ihre Frauen in dieser Phase mut- und kraftlos sind und Dinge von sich geben, die sie gar nicht so meinen. In dieser Zeit ist es wichtig, dass die „Geburtshelfer“ Ruhe ausstrahlen, Geduldig sind und die Gebärende bei der Atmung weiter unterstützen.

Der Muttermund ist am Ende der Übergangsphase etwa zehn cm geöffnet und der Kopf des Babys liegt in der Scheide.

 

Die Austreibungs- oder Schiebephase

Diese Phase beginnt, wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist und endet mit der Geburt des Kindes. Sie kann zwischen einer Stunde bei Erstgebärenden und 20 Minuten bei Mehrgebärenden dauern. In dieser Phase kommt es durch die Heftigkeit der Wehen, die starke Dehnung des Muttermundes und des Dammbereichs oft zu starken Schmerzen. Allerdings können die Frauen jetzt aktiv mithelfen und pressen, was bei von vielen als Erleichterung empfunden wird.
 
Durch die Wehen wird der Kopf des Kindes weiter in das Becken geschoben. Wenn der Kopf des Kindes den Beckenboden erreicht, entsteht durch den Druck auf ein Nervengeflecht im Bereich des Steißbeins, den so genannten Plexus lumbosakralis, ein starker Drang zum Pressen. Der Pressdrang dauert einige Sekunden und kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Presswehen treten ungefähr 3 bis 4mal in 10 Minuten auf. Während der Wehe pressen Frauen 2 bis 3mal mit.

Ein zu frühes Mitpressen sollte unbedingt vermieden werden. Die Kraft wird später dringend gebraucht! Außerdem kann zu frühes Pressen zu Gewebeverletzungen führen.
Presst also erst, wenn Ihr das unbedingte Gefühl habt, auch pressen zu müssen. Vertraut Eurem Körper und Euren Eingebungen. Der Arzt oder die Hebamme unterstützen Euch dabei!

Für diese Phase ist es wichtig, die richtige Position für die Geburt zu finden. Die meisten Frauen entbinden in der klassischen Position. Sie lieben im Entbindungsbett mit leicht erhöhtem Oberkörper und stark angezogenen Beinen. Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Die ideale Position ist die, bei der Ihr Euch einfach wohl fühlt und den Druck am besten nach unten umsetzen könnt. Einen Überblick bekommt Ihr hier >>

Die Eröffnungswehen bewirken, dass das Baby gegen den Muttermund geschoben wird. Der kindliche Kopf beugt sich zunehmend und tritt tiefer. Die Ausschüttung von Hormonen bewirkt dabei eine Auflockerung des Muttermundes. Eine wirkungsvolle Erweiterung des Muttermundes kommt aber erst zustande, wenn der Druck durch die Wehen stärker ist als der Gewebewiderstand des Muttermundes.
 
Beim Durchtreten des kindlichen Kopfes durch die Scheide verspüren Gebärende oft eine sehr starke äußere Dehnung. Wenn der Dammbereich einzureißen droht, wird oft ein Dammschnitt durchgeführt.

 

Der Dammschnitt

Viele Frauen fürchten sich vor einem Dammschnitt. Bei einer Geburt vor der 36. Schwangerschaftswoche ist er nicht zu umgehen, da der Kopf des Kindes noch so weich ist, dass jeder Druck vermieden werden sollte.
Da in einigen Kliniken schon vorsorglich ein Dammschnitt gemacht wird, solltet Ihr den Arzt darauf aufmerksam machen, dass Ihr – wenn möglich – keinen Dammschnitt wollt! Ein Dammschnitt ist nur dann nötig, wenn das Dammgewebe im Moment der stärksten Belastung weiß wird, denn dann steht ein unkontrollierter Riss des Gewebes unmittelbar bevor oder wenn der Herzschlag des Kindes sinkt und sich nur schlecht erholt. Das ist ein Zeichen, dass das Kind nun wirklich raus möchte.
 
Neueren Studien zufolge wird bei einer Geburt in aufrechter Position (z.B. auf dem Gebärhocker) der Dammbereich weniger belastet und es so zu weniger Dammverletzungen bzw. notwendigen Dammschnitten kommt. Außerdem könnt Ihr bereits während der Schwangerschaft das Dammgewebe durch Ölmassagen auf die kommende Belastung vorbereiten.

Wenn der Kopf des Kindes geboren ist, habt Ihr die größte Anstrengung hinter euch.  Für die Geburt der Schultern wird sich der Körper des Kindes in seine Ausgangslage zurückdrehen, die Hebamme stützt dabei den Kopf ab. Ein Absenken des Kopfes hilft schließlich zuerst die obere, dann die untere Schulter zu gebären. Anschließend gleitet der Körper - oftmals mit einem Schwall Fruchtwasser – heraus. Ein neuer Erdenbürger ist angekommen!


 

Die Nachgeburtsphase

Die Geburt der Plazenta wird als Nachgeburtsphase bezeichnet. Meist geschieht das nach 5 bis 20 Minuten. Oft kommt noch einmal eine Wehe mit Druckgefühl in der Scheide.

Die Freisetzung von Hormonen aus der Plazenta bewirkt ein Zusammenziehen der Gebärmutter und dadurch wird die Plazenta von der Gebärmutterwand abgelöst und als so genannte Nachgeburt geboren. Es kommt dabei zu einem Blutverlust von bis zu 400 ml. Um eine übermäßige Blutung rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können, muss die Nachgeburtsphase besonders sorgfältig überwacht werden. Die Nachgeburt wird sorgfältig auf Vollständigkeit untersucht, denn in der Gebärmutter zurückgebliebene Reste könnten Blutungen oder Entzündungen im Wochenbett verursachen.
 
Unmittelbar nach der Geburt wird das Baby zwischen die Beine der Mutter gelegt und nach kurzer Zeit wird die Nabelschnur abgeklemmt. Dann könnt Ihr Eurem Kind zum ersten Mal in die Augen blicken und Euch dann in Ruhe überlegen, wer die Nabelschnur endgültig durchtrennen wird. Meistens macht das ja der frischgebackene Papa.

Wenn es notwendig war, einen Dammschnitt durchzuführen oder wenn der Damm eingerissen ist, so wird die Wunde nun versorgt und genäht. Dazu bekommen Sie eine örtliche Betäubung. Bei einer PDA ist das natürlich nicht notwendig. Während dieses Vorganges werden Sie und Ihr Partner Ihr Kind bereits in den Armen halten.

 

Buchtipp:

Unser Hebammenrat

Hebammenratgeber gibt es bereits, aber einen wie diesen nicht: Paula und Irene Gruber entstammen einer "Hebammendynastie", die seit 1854 Müttern hilft, ihre Babys zur Welt zu bringen. Bei Paula Gruber waren es in ihren 45 Berufsjahren weit mehr als 6.500 Kinder. Ihre Tochter Irene setzt die Tradition fort. In diesem Buch werden die gesamten Erfahrungen von Mutter und Tochter zum Thema Schwangerschaft und Entbindung praxisnah festgehalten. Weitere Infos zum Titel >>


 

Weiterführende Infos im Netz

 

 

Fragen rund um die Geburt und das erste Lebensjahr

Habt Ihr noch Fragen rund um die Geburt und das erste Lebensjahr des Kindes? Dann schickt sie bitte an die redaktion@hoppsala.de - wir bemühen uns, Eure Fragen kompetent und zeitnah zu beantworten!

 

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