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Die Großeltern von heute - mehr als nur Babysitter

Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern ist etwas ganz Besonderes. Großeltern sind Fels in der Brandung, enge Vertraute und manchmal und - wenn es die räumliche Nähe zulässt – zuweilen auch familiäre Feuerwehr. Doch die Rolle der Großeltern hat sich gewandelt: Sie übernehmen nicht mehr wie selbstverständlich die Rolle des Babysitters, denn Großeltern sind aktiver, selbstbewusster und unabhängiger von der Nähe zu ihren Kindern geworden. Das bedeutet, dass das Verhältnis zwischen den Generationen individuell betrachtet werden muss.

Dank der gestiegenen Lebenserwartung werden die Menschen viel älter als noch vor 50 Jahren. Viele Großeltern sehen ihre Enkel richtig heranwachsen und einige werden sogar Urgroßeltern. Aufgrund der modernen Lebensumstände gestaltet auch die ältere Generation ihr Leben im Alter anders und weitaus aktiver als damals. Und wie genau dabei ihre Rolle als Großeltern aussieht, hängt auch von ganz verschiedenen Faktoren wie u. a. das Alter der Enkel, Gesundheitszustand und eigene Mobilität oder die räumliche Entfernung zu den Lieben ab.

Laut dem Ergebnis einer Studie der Zeitschrift GEO aus dem Jahr 2009 verbringen Großeltern durchschnittlich etwa 47 Stunden im Monat mit ihren Enkelkindern. Da es in vielen Familien heutzutage üblich ist, dass beide Elternteile berufstätig sind, springen die Großeltern gerne mal ein, wenn Not am Mann ist. Im Gegensatz zu vergangenen Tagen ist dies aber keine Selbstverständlichkeit, da es heute vielfältige Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt. Auch die Qualität der Betreuung durch die Großeltern hat sich gewandelt. Großeltern möchten aus freien Stücken möglichst viel Zeit mit den Enkelkindern verbringen und mit ihnen die Dinge machen, wofür sie bei ihren eigenen Kindern oft weder Zeit noch Ruhe und vielleicht auch nicht das nötige Geld hatten.

Entsprechend der Zeit, die mit den Enkeln verbracht wird, wächst auch das Vertrauen untereinander. Die Großeltern übernehmen zunehmend die Rolle einer ganz wichtigen Bezugsperson. Eine enge Gefühlsbindung gibt es nicht nur zu den Eltern, sondern auch zwischen den Enkeln und Großeltern. Es gibt unzählige Gründe, warum Omas und Opas für die Enkelkinder so unentbehrlich sind. Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass sie oft einfach mehr Zeit und vor allem mehr Ruhe haben als die eigenen Eltern. Sie haben bereits Kinder erzogen, dabei Fehler gemacht und vieles eingesehen. Bei den Enkelkindern haben sie keinen primären Erziehungsauftrag – die Kinder spüren in der Regel keinen Leistungsdruck, da sie von ihren Großeltern uneingeschränkt akzeptiert werden. Außerdem helfen sie Kindern mit ihrer Lebensweisheit die Welt zu verstehen und geben ihre Erfahrungen weiter. So lernen die Enkel quasi nebenbei Werte und Normen kennen. Und Großeltern nehmen sich einfach auch die Zeit für die kleinen Kinderfreuden, die so wichtig für jede Entwicklung sind.

Das war nicht immer so. Die 70-jährige Thodora K., Oma von drei Enkelkindern, erinnert sich: „Meine Großeltern haben viel Wert auf Höflichkeit und Anstand gelegt. Nur ganz selten gab es für uns Kinder Lob und Anerkennung und eine wirkliche Zuneigung habe ich nie gespürt. Sie strahlten eine gewisse Strenge aus, die uns sogar ein wenig Angst einflößte.“ Hermann S. hat nur seine Großmutter kennen gelernt und die ist in seiner Erinnerung immer schwarz gekleidet gewesen und einfach alt. Viele der heutigen Großeltern haben ganz ähnliche Erinnerungen an die damals ältere Generation – das brachten die Lebensumstände einfach mit sich.

Die Großeltern von heute stehen zum Teil noch mitten im Berufsleben, haben Hobbys, vielfältige Interessen und sind gerne mal auf Reisen. Schon allein deshalb können sie nicht unentwegt für die Familie und die Enkelkinder da sein. Flexibilität wird heute also groß geschrieben, sowohl in Hinsicht auf das persönliche Leben als auch auf die Gestaltung des Großeltern-Daseins. Doch diese Mobilität und Eigenständigkeit hat auch eine Vorbildfunktion für die Enkel. Die Kinder lernen so von Anfang an, dass sie eigene Interessen, Vorlieben und Wünsche äußern und umsetzen können und dass jeder Mensch eben auch eigene Bedürfnisse hat.

Das Alter bietet den Menschen heute viele spannende Perspektiven – auch im Hinblick auf ihre Rolle als Großeltern. Das Bild von der strickenden Oma im Schaukelstuhl, die keinen Lärm verträgt, ist lange überholt – Großeltern sind heute einfach körperlich und geistig aktiver und können die Zeit mit den Enkelkindern ganz anders gestalten und erleben!

Kerstin Klimenta

 

Foto: Claudia Hautumm, pixelio.de 

 

 

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