Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Seite für Kinder »» Reportage

Suchen

Home

Journal

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Weihnachten

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

News für Kids

Kreativ-Club

Thema Spezial

Wieso & Warum

Natur & Umwelt

DonnerWetter!

Einfach tierisch!

Reportage

Kinderhelden

Rund um die Welt

Fußball

Pias Ponyseite

Spiel & Spaß

Kochecke für Kinder

Einfach einzigartig: Kunst!

Kindermedien

 

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aus der Bücherecke

Brummbär & Motte

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Wenn der Löwe krank ist ....

Wenn euer Hund, die Katze oder der Hamster krank ist, dann geht ihr mit einfach zum Tierarzt in die Praxis und der untersucht dann euren Liebling. Zwar haben die Tiere dies nicht unbedingt immer gerne, aber meistens klappt es ganz gut und dem Tier kann dann geholfen werden.

Bei den Tieren im Zoo ist das nicht ganz so einfach. Mit Löwen, Geparden und vielen anderen Wildtieren ist es natürlich nicht möglich, einfach in die Praxis zu spazieren, wenn dem Tier etwas fehlt. „Es ist überhaupt sehr schwer festzustellen, ob mit den Wildtieren etwas nicht in Ordnung ist und wenn ja, was ihnen fehlt“, weiß Carsten Ludwig. Er ist derzeit einer der betreuende Tierärzte im Allwetterzoo Münster. „Hier allein den Überblick über alle Tiere zu haben, wäre einfach unmöglich!“, erklärt er. „Zum Glück gibt es hier 42 speziell ausgebildete Tierpfleger, die ihre jeweiligen Schützlinge gut im Blick haben und mir oder meiner Kollegin sofort mitteilen, wenn da etwas nicht stimmt.“


Mit der mobilen Praxis zum Einsatzort

Sobald eine Meldung vorliegt, düst Carsten dann mit seiner mobilen Tierarztpraxis los, um sich das ganze dann aus der Nähe anzuschauen. Natürlich kommt er an die wenigsten Tiere ganz nah ran! Es gibt daher verschiedene Untersuchungsmethoden für Wildtiere, die wir dir unten auf dieser Seite näher vorstellen.

„Als Zootierarzt arbeitet man auch sehr eng mit den Kollegen aus anderen Zoos zusammen, da jede neue Erkenntnis einfach unglaublich wichtig ist“, so Carsten Ludwig, der schon immer mit Wildtieren arbeiten wollte. Für viele angehende Tierärzte bleibt das aber ein Traum, denn es gibt in Deutschland nur etwa 50 Zootierarztstellen. Während die Studenten in Österreich bereits einen Schwerpunkt im Bereich Zoo- und Wildtiere wählen können, müssen die angehenden Tierärzte in Deutschland vieles selber aneignen und zusehen, dass sie einfach viel praktische Erfahrung sammeln und von anderen Tierärzten lernen.


Lebende Nadeln. Blasrohrspitze und medizinisches Training

Um herauszufinden, was einem Wildtier fehlt, haben Zootierärzte verschiedene Möglichkeiten. „Um erste Ergebnisse zu bekommen, können wir den Kot der Tiere untersuchen“, so Carsten Ludwig. Um eine Blutprobe von dem kranken Tier zu bekommen, werden seit neustem so genannte „lebende Nadeln“ eingesetzt. „Das sind steril gezüchtete Raubwanzen, die in kurzer Zeit bis zu 4 mm Blut aussaugen und dann wieder vom Tier abfallen. Auch gefährlichen Tieren können die Wanzen z.B. während des Schlafs unbemerkt aufgesetzt werden. Das Blut wird den Wanzen dann wieder entnommen und aus der anschließenden Blutuntersuchung kann der Tierarzt dann schon so einiges über den Gesundheitszustand des Patienten erkennen. „Ein ganz wichtiger Punkt ist die ständige Optimierung der Pflege und die Vorsorge! „In Zusammenarbeit mit den Pflegern bekommen die Tiere regelmäßig Wurmkuren und Impfungen“, so Tierarzt Ludwig, „Jeder Neuankömmling wird erstmal eine Zeitlang alleine gehalten, damit wir sicher sein können, dass es keine ansteckenden Krankheiten hat und möglicherweise Artgenossen anstecken könnte“. Nicht immer kommt Carsten Ludwig so nah an seine Patienten heran, wie es nötig wäre. Daher muss ein Tier manchmal auch aus der Distanz behandelt werden. Mit einer Blasrohrspritze können den Tieren auch aus einer weiteren Entfernung  Medikamente oder Kuren verabreicht werden. „Gelegentlich muss ich ein Tier in Narkose versetzen, um es weiter behandeln zu können“, sagt Ludwig, „auch dafür verwenden wir die Blasrohrspritze.“ Damit das Tier auch an der richtigen Stelle getroffen wird, müssen Tierärzte den Umgang damit regelmäßig trainieren!


Training mit Zootieren

Wilde Tiere zu untersuchen, ist nicht immer ganz einfach. In vielen Zoos wird deshalb der medizinische Umgang mit einigen Tieren auch trainiert. Einen Geparden dazu zu bringen, seine Pfote zum Blutabnehmen herauszustrecken, geht natürlich nicht. Affen sind dazu aber durchaus in der Lage. „Diese Methode ist zwar sehr zeitaufwändig, aber in meinen Augen der beste und fortschrittlichste Weg", sagt Zootierarzt Carsten Ludwig. Auch mit anderen Tieren wie Zebras oder Kegelrobben trainieren die Pfleger regelmäßig. Je mehr ertrauen da ist, desto schonender und schneller kann den Tieren im Ernstfall geholfen werden.

Linktipp: www.allwetterzoo.de

Text und Fotos: Kerstin Klimenta

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Reportage

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben



Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz