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Auf der Walz ...

Stell dir mal vor, du würdest ohne einen Cent in der Tasche für lange Zeit dein Zuhause verlassen? Du wüsstest nie, was der Tag bringt, wo du abends schläfst und in einem kleinen Bündel hättest du nur wenige Habseligkeiten verstaut. Unvorstellbar?

Doch es gibt Menschen, die sich auf ein solches Abenteuer einlassen. Im Mittelalter war es bei einigen Handwerksberufen üblich, dass die fertigen Gesellen für einige Jahre umhertingeln und nach Arbeit suchen. Auch heute noch brechen einige wenige Gesellen auf, um in der Fremde ihre handwerklichen Fähigkeiten zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln.

Zu ihnen gehört auch der Steinmetz Florian Lichtblau, der seit etwa 10 Monaten auf Wanderschaft ist und noch einiges vor sich. Laut Tradition müssen die tingelnden Handwerksgesellen mindestens drei Jahre und einen Tag unterwegs sein, bevor sie wieder nach Hause dürfen. Florians Zuhause ist Elbingerode im Harz, wo seine Familie seit mehreren Jahrhunderten Steinmetzbetrieb führt. In diese Fußstapfen möchte der traditionsbewusste junge Mann irgendwann einmal treten. Handy, Fernseher und Co vermisst er auf seiner Reise nicht. „Wenn ich jeden Tag etwas zu essen und zu trinken bekommen, nette Gespräche führen kann und ein trockenes Plätzchen zum Schlafen finde, bin ich rundum zufrieden“, so der Wanderer, der mit der traditionellen beigefarbenen Kluft der Steinmetze, einer Krawatte als Zeichen der Ehrbarkeit und einem Zylinder – dem Hut des freien Mannes – bekleidet ist. Wenn er Arbeit sucht, dann spielt die Höflichkeit eine große Rolle. Die Knöpfe der Jacke werden geschlossen und spricht zünftig vor. „Natürlich ist es sehr wichtig, gute und herausfordernde Arbeit und nette Chefs zu finden. Zum Glück bin ich auf meiner Reise auch auf viele nette Menschen gestoßen“, so Florian, der die neu gewonnene Freiheit fernab von Konsum und Leistungsdruck in vollen Zügen genießt.

Seit einiger Zeit ist der Hund „Dante“, den er vor dem Tierheim bewahrt hat, sein ständiger Begleiter. Florian hat für andere Lebensweisen mehr Verständnis bekommen und Demut gelernt.

Mal sehen, wohin die Reise noch führt …

KeK

 

INFO 

Tradition der Steinmetze

Der Beruf des Steinmetz` gehört zu den ältesten Handwerkerberufen überhaupt. Im Mittelalter waren sie die wichtigsten Bauhandwerker. Die rechtliche Verbindung der Steinmetze war im Gegensatz zu anderen Handwerkern jener Zeit nicht die Zunft, sondern die „Bauhütte“. Ursprünglich war dies die Bezeichnung für die Baubaracke, in der die Lehrlinge und Gesellen ausgebildet wurden. Diese Bauhütte durfte auch kein Außenstehender betreten, da die Steinmetze sehr streng ihr Berufsgeheimnis bewahrten. Dieser Begriff „Bauhütte“ wurde daher auch als Name für ihre rechtliche Verbindung übernommen. Um überhaupt Steinmetz werden zu können, mussten man zunächst eine Ausbildung als Maurer abgeschlossen haben. Mit langer Erfahrung und bei besonderer Begabung konnte er dann Steinmetz oder Steinbildhauer werden.

Nach der Lehrzeit, die bis zu sieben Jahre dauern konnte, erfolgte die Lossprechung des Gesellen. Dabei musste er unter Eid geloben, die Ehre des Handwerks zu bewahren und die Kunst seiner Arbeit nicht zu verraten. Seit dem Mittelalter ist es bei den Steinmetzen üblich, dass ein Geselle nach der Lehrzeit auf die Walz ging. Da wurde aber nur jenen Steinmetzen gestattet, die der Bauhütte angeschlossen waren.

Heute sind die wandernden Handwerkergesellen in verschiedenen Vereinigungen organisier. Florian Lichtblau gehört der Gesellschaft der rechtschaffenen fremden Maurer und Steinhauer an. So richtig erkannt hat das aber kaum jemand. „Ich habe auf meiner Reise schon unzählige Menschen getroffen, von denen mich viele für einen Zimmermann gehalten haben. Nur fünf Personen haben gewusst, dass ich ein Steinmetz bin.“ Das findet der Wandersgeselle sehr schade, denn es zeigt, dass nur die jahrhundertealte Tradition, die ihren Ursprung tatsächlich von den Steinmetzen im Mittelalter hat, kaum bekannt ist. Weitere Infos bekommst du auf www.rechtschaffende-maurer.de

 

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