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Was geht? – Der Weg zum richtigen Beruf

„Was willst du denn einmal werden?“ Diese Frage hast du sicher schon oft gehört. Vielleicht Kraftfahrzeugmechatroniker, Kaufmann oder Arzt, vielleicht Bürokauffrau, Lehrerin oder Friseurin?

Egal, ob du eine Ausbildung machen oder studieren willst – vor der Berufswahl solltest du dir ein paar Fragen stellen: Wichtig ist natürlich in erster Linie, was dich interessiert, was dir Spaß macht und was du gut kannst. Doch wichtig ist auch, dass dein Körper und deine Gesundheit den Anforderungen in deinem Traumberuf gewachsen sind. Vielleicht hast du zum Beispiel eine Allergie. Und es wäre doch schade, wenn du das erst während der Ausbildung bemerkst. Du glaubst, das ist eher selten? Von wegen: In Deutschland brechen jedes Jahr etwa 30.000 Auszubildende ihre Ausbildung ab, weil sie krank werden. Die Krankenkasse DAK hat herausgefunden, dass 7 von 100 Azubis ihre Ausbildung körperlich nicht schaffen.

Also mach dich schlau, bevor du dich für einen Beruf entscheidest. Dabei können dir deine Eltern, Lehrer, Berufsberater und der Arzt helfen. „Vor allem Schüler mit chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma und Allergien, sollten sich vor ihrer Berufswahl genau informieren“, rät Elisabeth Thomas, die Ärztin bei der DAK ist.

Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriemechaniker und Elektroniker sind übrigens die Top Drei der Ausbildungsberufe bei Jungen. Mädchen werden am häufigsten Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau oder Medizinische Fachangestellte.

Am besten ist es, in einem Schülerpraktikum in den Wunschberuf hineinzuschnuppern. Willst du jetzt schon einmal wissen, wie man in einigen Berufen arbeitet? Die DAK hat sich in Friseursalons, Krankenhäusern, Büros, Werkshallen und Hotels umgeschaut und gibt Tipps für gesundes Arbeiten.

Und: Auf www.dak-startklar.de gibt es jede Menge weitere Infos, Tests und Tipps zur Berufswahl und für das Schreiben von Bewerbungen.

 

Fleißige Handwerker

Friseure zaubern tolle Frisuren. Dafür arbeiten sie auch viel mit Haarfarben und Bleichmitteln. Maler hantieren mit Lacken und Lösungsmitteln. Ein Gärtner atmet ziemlich viele Pollen ein, wenn gerade alle möglichen Pflanzen blühen. Mit diesen Stoffen oder daraus entstehenden Dämpfen kommst du in vielen Handwerksberufen täglich in Kontakt. Sie können Allergien und Asthma verstärken oder auslösen. Hauterkrankungen sind hier die häufigsten Berufskrankheiten. Schutzhandschuhe können das Risiko von Hautreaktionen gut verringern. Unser Tipp vor deiner Berufswahl: Hole dir Rat bei einem Arzt, der auf Allergien oder Lungenkrankheiten spezialisiert ist.

 

Gesund bleiben im Krankenhaus

Berufe im Gesundheitswesen machen sehr viel Spaß, sind aber manchmal ziemlich anstrengend. Besonders im Schichtdienst, denn er bringt den ganzen Rhythmus des Körpers durcheinander. Wenn du aber viel Sport treibst, viel Obst und Gemüse isst, und deine Familie und Freunde immer für dich da sind, dann kannst du diese Belastungen viel besser verkraften. So kannst du auch Beschwerden im Rücken vorbeugen. Viele Pflegeschüler leiden nämlich darunter. Du hast eine Latexallergie? Oft wird im Krankenhaus und in Altenheimen mit Latexhandschuhen gearbeitet. Lass Dich beraten, ob es auch alternative Arbeitsmaterialien gibt.

 

Im Büro sitzen

Ob in einer Bank, einer Werbeagentur oder im Reisebüro – es gibt viele spannende Büroberufe. Fast jeder zweite Beschäftigte sitzt den ganzen Tag in einem Büro, meistens am Computer. Das klingt erst einmal wenig anstrengend. Doch das trügt: Schmerzen im Nacken und in den Schultern sind häufig. Dagegen helfen beispielsweise Dehnungsübungen am Arbeitsplatz. Bei viel Computerarbeit können auch die Augen brennen, tränen oder schmerzen. Büroarbeiter sollten deshalb darauf achten, nicht zu lange zu starr auf den Monitor zu schauen. Tipp: Den Gang zum Kopierer, die Mittagspause und Besprechungen nutzen, um auch mal wieder in die Ferne zu schauen und den Augen somit eine Ruhepause gönnen.

 

Häuser und Maschinen bauen

Es wummert, dröhnt und kracht – auf Baustellen und in Werkshallen herrscht manchmal ohrenbetäubender Lärm. Das kann auch auf die Gesundheit gehen. Deshalb ist es ganz wichtig, sich an die Arbeitsschutzregeln zu halten. Nicht nur die Ohren, sogar das Herz und die Verdauung können unter dem Lärm leiden. Und trotz moderner Technik brauchst du oft ganz schön viel Kraft. Muskeln, Knochen und Gelenke macht besonders einseitige Bewegungen und schweres Heben zu schaffen. Sport sorgt dafür, dass der ganze Körper fit bleibt. Mehr Ruhe in der Freizeit entspannt die Seele. Vielleicht hast oder findest du ein ruhiges Hobby als Ausgleich?

 

„Noch eine Cola, bitte“

In Restaurants, Hotels und im Handel arbeitest du nicht immer zu den gleichen Zeiten. Oft ist Schichtdienst angesagt, manchmal musst du sogar nachts arbeiten. Dabei kommt der Körper immer wieder aus seinem inneren Takt, und er bildet mehr Stresshormone. Diese können die Verdauung und das Herz stören. Viele Menschen, die in diesen Branchen arbeiten, sind häufig müde. Umso wichtiger ist es, dass Körper und Seele möglichst ausgeglichen und zufrieden sind. Das heißt: regelmäßig gesund essen und trinken, sich in der Freizeit viel an der frischen Luft bewegen, mit Freunden etwas Schönes unternehmen und genug schlafen. Dann macht das Arbeiten richtig Spaß.

Übrigens: Die DAK hat herausgefunden, dass in den Bereichen Bildung, Kultur & Medien sowie Banken & Versicherungen die Beschäftigten am wenigsten krank sind.

 

Foto: stockphoto.com/theboone
Quelle: DAK 

 

 

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