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Mit 12 Kilometern pro Stunde auf Streife

Der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite und Hauptkommissar Markus Saalmann strahlt mit der Sonne um die Wette. An einem Tag wie diesem macht der Außendienst richtig Spaß! Gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Haarmann kontrolliert er die „WSP16“, die kurz vor der Schleuse am Wilhelmshavenerufer vor der Polizeiwache angedockt ist, und bereitet das Polizeiboot für die heutige Streife vor. 

Es geht diesmal in Richtung Lüdinghausen. Bei einer geltenden Höchstgeschwindigkeit von maximal 12 Kilometern pro Stunde werden sie für diese rund 30 Kilometer lange Strecke gut drei Stunden brauchen, je nachdem, was unterwegs so alles passiert. Wenn es der Einsatz erfordert, dann kann die „WSP“ mit rund 25 km/h so richtig auf Touren kommen.
„Wenn wir uns morgens auf den Weg machen, wissen wir natürlich nicht, was der Tag bringt“, so der 46-jährige Saalmann, der seit knapp 20 Jahren bei der Wasserschutzpolizei tätig ist.


Vielfältiges Aufgabengebiet

Sein Aufgabengebiet ist vielfältig. Wasserschutzpolizisten sind zwar in erster Linie für den Verkehr auf und am Wasser zuständig, sind aber befugt, auch an Land jederzeit einzugreifen.
„Im Sommer haben wir auch alle Hände voll damit zu tun, das rege Treiben am und im Kanal in Schacht zu halten“, meint Saalmann, „bei gutem Wetter sind neben vielen Sportbooten auch unzählige  Schwimmer und Badegäste unterwegs.“ Im Dortmund-Ems-Kanal, der übrigens eine herausragende Wasserqualität hat, ist das Schwimmen geduldet. „Von den Brücken zu springen oder auch Schiffe anzuschwimmen ist allerdings strengstens verboten“, mahnt der Wasserschutzpolizist. Wer dabei erwischt wird, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. „Das machen wir nicht, um den Leuten den Spaß zu verderben, es ist einfach enorm gefährlich und seit der Einführung hoher Geldbußen und Erhöhung der Kontrollen sind die Menschen hellhöriger und vorsichtiger geworden.“ Markus Saalmann und seine Kollegen sind gerade im Sommer auch gerne mal in Zivil unterwegs, um nicht schon von weitem erkannt zu werden.


Mit dem Boot auf Streife

Jeden Morgen rückt ein Team der Polizeiwache Münster mit dem Boot aus, um auf dem Kanal nach dem rechten zu sehen. Oft stoßen die Wasserschutzpolizisten bei ihrer Streife auch auch Gegenstände, die achtlos in den Kanal geworfen werden. Hin und weder werden im Kanal Tote geborgen, aber für die eigentlichen Verbrechen sind Saalmann und seine Kollegen nicht zuständig, „Wir werden nur dann hinzugezogen, wenn etwas unter die Gewässerverunreinigung fällt“, sagt der Polizeihauptkommissar, „und das ist eine ganze Menge. So manch einer versucht nämlich, im Kanal mal schnell was loszuwerden, was er nicht mehr braucht. Er schmunzelt und erinnert sich an einen dubios wirkenden jungen Mann, der vor einigen Jahren ins Visier der Beamten geraten ist, als er eine große Kiste im Kanal verschwinden lassen wollte. „Natürlich sind wir dem gleich nachgegangen und haben eine voll bepackte „Kummerkiste“ vorgefunden. Der junge Mann sollte auf Anraten seines Psychologen den ganzen Kummer in eine Kiste packen und diese versenken.“ Aber letztlich gilt, egal ob Kummer, alte Fahrzeuge oder sonstiger Unrat: der Kanal ist kein Mülleimer und wer dabei erwischt wird, muss zahlen.

 

Schiffskontrolle

In der Regel läuft so ein Tag auf Streife der Wasserpolizisten aber eher beschaulich ab. Leichen findet man zum Glück nicht alle Tage und auch gefährliche Unfälle haben sich hier in den vergangenen Jahren verhältnismäßig selten ereignet.

Und der Schiffsverkehr auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist überschaubar. „Die meisten der Binnenschiffer kennen uns, es geht freundlich zu hier auf dem Wasser“, sagt Saalmann und hebt die Hand zum Gruß, als Binnenschiff „Rolf“ die WSP16 kreuzt. An einem ganz normalen Tag kontrollieren sie mittels eines Lasergeräts, ob die Schiffe die Geschwindigkeit nicht überschreiten. Auch auf dem Wasser gilt: Wer zu schnell fährt, muss zahlen. „Es gibt eine Binnenschifffahrtsstraßenordnung und danach richten wir uns auch“, erklärt Thomas Haarmann, „dann müssen Raser unter Umständen schon mal tief in die Tasche greifen. Wer mehr als sechs km/h zu schnell fährt, ist mit 200 Euro dabei!“

Eine ihrer Hauptaufgaben während der Streife ist es, die Binnenschiffe zu kontrollieren. „Auf die Gefahrenguttransporte habe wir ein besonderes Auge“, stellt der Wasserschutzpolizist klar, „wenn hier was nicht nach Vorschrift läuft, kann es zu gefährlichen Unfällen kommen und das wollen wir möglichst vermeiden.“ Mittels der Schiffsnummer können Saalmann und seine Kollegen über die Schiffskontrolldatei in Duisburg abfragen, wann die letzte Kontrolle stattgefunden hat. In der Kaküte steht ihnen dafür ein Laptop zur Verfügung. Da ein Rundum-Check schon mal zwei Stunden dauern kann, erfolgt er dann während der Fahrt. „Ein Kollege bleibt an Bord und der andere nimmt die Kontrolle vor“, so Saalmann, der seinen Blick auf Streife aber überall hat. Denn auch wenn an Land mal etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, ist die Wasserschutzpolizei sofort zur Stelle.

 

Zur Sache: Wasserschutzpolizei Münster

Die Wache der Wasserschutzpolizei in Münster ist für rund 60 Kilometer des Dortmund-Ems-Kanals zuständig. Ihr Bereich geht von Ladbergen im Kreis Steinfurt über Münster bis nach Lüdinghausen im Kreis Coesfeld. Das 16-köpfige Team arbeitet im Schichtdienst, so dass die Wache ständig besetzt ist. „Nur bei den Nachtschichten wechseln wir uns mit den Nachbarwachen ab“, erklärt Polizeihauptkommissar Markus Saalmann, einer von zwei  Dienstgruppenleitern des Teams.

Die Wasserschutzpolizei in NRW ist dem Polizeipräsidium in Duisburg angegliedert. Wasserschutzpolizisten sind zwar für den Verkehr auf und am Wasser zuständig, sind aber befugt, auch an Land jederzeit einzugreifen. Sie haben eine normale Ausbildung bei der Polizei absolviert und anschließend eine entsprechende Zusatzausbildung gemacht.

Text und Fotos: Kerstin Klimenta

 

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