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Mit Frettchen auf Kaninchenjagd

Mit ihren langen Öhrchen und den kleinen Knopfaugen gehören Kaninchen zu den beliebtesten Haustieren. Auch Wildkaninchen sind eigentlich immer gerne gesehen, aber in Münster und Umgebung gibt es einfach zu viele von ihnen. Wenn die Kolonien zu groß werden, dann können die possierlichen Nager sowohl in Privatgärten als auch in öffentlichen Anlagen große Schäden verursachen.

Immer dann, wenn sich einfach zu viele Mümmelmänner an einem Ort tummeln, an dem sie eigentlich gar nichts zu suchen haben, sind Lars Thiemann und seine beiden Frettchen Veltins und Jägermeister stets zur Stelle. Der 24-jährige Kaufmann für Versicherungen und Finanzen ist passionierter Jäger. „Schon als kleiner Steppke hat mich mein Onkel mit auf die Pirsch genommen“, so der Everswinkeler, „Und mit 16 Jahren habe ich dann selber meinen Jagdschein gemacht.“ Durch eine Bekannte ist Lars Thiemann schließlich auf die Frettchen gekommen. „Die Tiere habe mich schon immer fasziniert und darüber hinaus werden sie eben auch zum „Frettieren“ - wie diese Form der Jagd auch genannt wird - eingesetzt“, erklärt er, während er Veltins liebevoll über den Kopf streicht. Vor acht Jahren bekam er ihn und seinen Bruder als Welpen und hat die beiden „Stinker“ sofort in sein Herz geschlossen. Wer in ihrer Gegenwart mit der Nase tief Luft holt, kann erahnen, woher sie den Beinamen „Stinkmarder“ haben. „Frettchen sind tolle Haustiere, aber sie brauchen auch ihre Zeit“, weiß der Hobbyjäger. Es dauerte zwei Jahre, bis er mit den beiden zum ersten Mal auf Kaninchenjagd gegangen ist. Diese Zeit sei wichtig gewesen, um eine Bindung zu den Tieren aufzubauen, meint er.

„Unser erster Einsatz war vor gut sechs Jahren im Wienburgpark“, erinnert sich Thiemann. „Das klappte auf Anhieb prima und seitdem werde ich immer wieder angesprochen, wenn irgendwo Kaninchen überhand gewinnen.“ Für eine erfolgreiche Jagd braucht er neben seinen beiden „Stinkern“ etliche so genannte Reusen. Das sind kleine Fallen, die mit einer Klappe versehen sind, durch die die Tiere zwar hinein, aber nicht wieder herauskommen. Sobald die Kaninchen in ihren Löchern verschwunden sind, werde diese mit den Fallen präpariert. Dann haben Veltins und sein Kumpel Jägermeister ihren großen Auftritt. „Ich lasse sie durch einen Ausgang in den Bau reinschlüpfen und versehe diesen dann auch mit einer Reuse“, erklärt er fachmännisch. Während er sich gemütlich zurücklehnt, schlängeln sich die Frettchen durch die unterirdischen Gänge - immer ihrer Nase nach. Da die Wildkaninchen viel schneller sind, erwischen die beiden in der Regel kein Tier. Die Nager suchen natürlich schnell den Weg ins Freie und laufen geradewegs in die Falle.

Mit dieser pfiffigen Fangmethode macht Lars Thiemann immer wieder Menschen sehr glücklich. „Ich war mit Veltins und Jägermeister schon in Freibädern, auf Friedhöfen, in privaten Gärten, auf Firmengeländen – eben überall, wo wir gebraucht werden“, freut sich der Frettchbesitzer, „und die Resonanz war durchweg positiv.“

Natürlich darf nicht jeder Frettchenhalter einfach so auf Karnikkelfang gehen – dafür braucht man einen Jagdschein und muss sich an die bestehenden Jagdgesetze halte. Und außerhalb der offiziellen Jagdsaison sind Sondergenehmigungen erforderlich. Das sei alles in allem eine aufwendige Angelegenheit, so der 24-Jährige, „aber meinen Frettchen bietet das Abwechslung und schon allein daher lohnt sich das.“

Kerstin Klimenta


Zur Sache: Frettchen sind überaus neugierig

"Mustela putorius furo“ ist ihr lateinischer Name, den man grob mit übelriechender Mäusejäger übersetzen könnte. Frettchen jagen nämlich Mäuse und haben zur Abwehr ihrer Feinde eine Stinkdrüse. Frettchen wurden aus wilden Iltissen gezüchtet und zählen daher nicht zu den Wildtieren. Sie gehören zur Familie der Marder und sind kleine Landraubtiere.
Die Weibchen (Fähen) werden ca. 35 cm lang und 550 bis 850 Gramm schwer, die Männchen (Rüden) 40 bis 45 cm lang und bis zu 2 Kilogramm schwer. Weil sie so lang gestreckt und flach sind, können sie ihrer Beute mühelos in die unterirdischen Bauten folgen. Frettchen sind überwiegend in der Nacht aktiv, daher ist es nicht verwunderlich, dass sie nicht gut sehen aber umso besser hören und riechen können.

Wer ein Frettchen als Haustier halten möchte, muss sich auf einen neugierigen Gefährten gefasst machen. Sie klettern auf Tische und Bänke, stöbern in Schubladen - nichts ist vor ihnen sicher. Frettchen sind gesellige Tiere und sollten daher mindestens zu zweit in einem großen und abwechslungsreich gestalteten Käfig gehalten werden. Darüber hinaus ist ausreichende Beschäftigung mit den Tieren, die auch viel Freilauf brauchen, wichtig.

 

Wissenswertes über Frettchen und ihre Haltung auch auf

www.frettchen.de/

 

 

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