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Jugendliche und Drogen - eine verhängnisvolle Affäre

Malte steht wie immer mit seinen Freunden nach der Schule noch ein bisschen zusammen und raucht genüsslich eine Zigarette auf den wohlverdienten Feierabend. Malte ist 12 Jahre alt. Und Malte ist damit nicht allein. Immer häufiger sieht man in der Öffentlichkeit Kinder und Jugendliche zur Zigarette greifen. Obwohl dies offiziell verboten ist, scheinen die Erstkonsumenten von Nikotin und Alkohol immer jünger zu werden.

Laut einer internationalen Studie greift jeder vierte 15-jährige Junge und 27 Prozent der gleichaltrigen Mädchen in der Bundesrepublik täglich zur Zigarette. Ebenso trinken 15 Prozent der 13-Jährigen und fast die Hälfte der 15-Jährigen wöchentlich Alkohol. Die deutschen Jugendlichen gehören damit zu den Spitzenreitern in Europa.

Diesen Trend entdeckte u.a. auch die Spirituosenindustrie und lockt seit kurzem ihre jugendliche Zielgruppe mit alkoholhaltigen Limonaden. Diese "Alko-Pops" schmecken süß, der enorme Alkoholgehalt ist kaum auszumachen und sie zeigen trotzdem ihre berauschende Wirkung - der ideale Einstieg in den Alkoholismus. Zwar werden "Alko-Pops" nun höher besteuert, doch ist das Bewusstsein um das hohe Maß an Abhängigkeit von Nikotin und Alkohol ist in der Gesellschaft kaum vertreten.

So werden oft Abhängigkeiten nach legalen Drogen, wie Alkohol, Nikotin, Koffein oder Medikamenten bei Jugendlichen und Kindern zu spät oder meist gar nicht erkannt. Deshalb müssen wir uns leider schon seit langem damit abfinden, dass Süchte Einzug in deutsche Kinderzimmer erhalten haben.

Je früher und intensiver Jugendliche und Kinder den Umgang mit legalen Drogen kennen lernen und praktizieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch zu illegalen Drogen greifen.
Die wenigsten Eltern sind gut über illegale Drogen aufgeklärt und daher sollen diese im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Dies soll Eltern helfen,

  • ihre Kinder in ihren Bedürfnissen zu verstehen
  • sie über Wirkung und Abhängigkeitsgrad aufzuklären
  • die Übergänge von Neugier/Genuss und Sucht besser zu erkennen

 


Was sind Drogen? Kurzvorstellung der bekanntesten illegalen Drogen

 

Cannabis

Der Einsatz von Cannabis in der Medizin, als Rohstoff oder bei religiösen Ritualen hat in Europa und Asien eine lange Tradition.

Die getrockneten weiblichen Blütenstände der Cannabispflanze heißen Marihuana. Haschisch ist das gepresste Harz der weiblichen Pflanze. Beide Formen werden geraucht oder oral in flüssigen und festen Nahrungsmitteln zu sich genommen.

Der Besitz von Marihuana und Haschisch ist in Deutschland illegal, der Konsum allerdings legal.

 

Wirkung:

  • es beruhigt und wirkt schmerzlösend
  • Vertiefung der Stimmung, in der man sich vor dem Konsum befand.

Wirkungsdauer:

  • 2 bis 3 Stunden

Schwere der Abhängigkeit:

  • keine eindeutig bewiesene körperliche Abhängigkeit, außer der Schädigung der Lunge durch das Rauchen
  • Latente psychische Krankheiten, wie Depressionen oder Schizophrenie können im Ausbruch durch Cannabis begünstigt werden
  • Eher Gewohnheit als Sucht, ähnlich wie beim Rauchen sind es die Rituale                                                                                               

 

Kokain

Kokain wird aus dem Saft der Blätter des Cocastrauchs gewonnen und ist in pulvriger Form erhältlich. Es war ein wichtiges Betäubungsmittel und Anfang des 20.Jahrhunderts auch Bestandteil von "Coca Cola".
Zum Konsum wird Kokain meist durch einen Halm oder zusammengerolltes Papier in die Nase gesaugt, gespritzt oder gegessen.
Crack ist ein Nebenprodukt von Kokain. Es sind kleine Steinchen, die geraucht werden.

 

Wirkung:

  • wirkt leistungssteigernd und gibt der Person ein überlegenes Gefühl
  • örtliche Betäubung, Unterdrückung der Müdigkeit
  • wird häufig als Appetitzügler oder Dopingmittel verwendet

Wirkungsdauer:

  • 1 bis 2 Stunden

Schwere der Abhängigkeit:

  • regelmäßiger Kokainkonsum kann sehr schnell zu einer psychischen Abhängigkeit führen,
  • keine körperliche Abhängigkeit, allerdings kommt es bei häufig zu allgemeinem körperlichen Verfall und Verminderung der Abwehrkräfte, da die Ernährung und der Schlaf vernachlässigt wird
  • Crack ist von der Suchtwirkung her die wahrscheinlich gefährlichste heute bekannte Droge. Außerdem ist es extrem gesundheitsschädlich und führt schnell zu körperlichen Verfall


 

Halluzigene Drogen (Halluzinationen hervorrufende Drogen)

Psilocin-haltige Pilze gehören zu den ältesten dem Menschen bekannten halluzinogen Drogen und werden zum Verzehr nicht chemisch verändert.
LSD wird aus dem Mutterkorn chemisch hergestellt und ist flüssig.

 

Wirkung:

  • Flut von neuen Eindrücken ohne "Schutzfilter", der vor der Überforderung des Gehirns schützt und so schon bekannte Eindrücke rausfiltert
  • Intensives Farbenspiel, der persönliche Wille scheint weitgehend zu verschwinden

Wirkungsdauer:

  • Pilze: bis 4 Stunden
  • LSD: 8 - 12 Stunden. Das Maximum ist nach rund 3 Stunden erreicht.

Schwere der Abhängigkeit: 

  • körperliche Abhängigkeit ist ausgeschlossen
  • milde psychische Abhängigkeit ist umstritten. Liegen Ängste, starke Komplexe oder eine depressive Grundstimmung vor, kann es zu Erlebnissen kommen, die man selbst nicht mehr verarbeiten kann. Im Extremfall kann der Betroffene nicht mehr ins Alltagsleben zurückfinden und "bleibt hängen".

 

Synthetische Drogen

Synthetische Drogen werden ausschließlich im Labor hergestellt, ihre Basis sind Amphetamine.

Speed ist in pulvriger Form erhältlich und wird durch die Nase geschnupft.
Ecsatcy ist in Tablettenform erhältlich.

Wirkungen:

  • sind ähnlich denen des Kokains
  • Ecstasy ermöglicht stundenlanges Tanzen ohne merkbare Ermüdungserscheinungen

Wirkungsdauer:

  • Speed: 4 - 6 Stunden, kann aber bei hohen Dosen bis zu 30 Sunden dauern
  • " Ecsatsy: 3 bis 5 Stunden

Schwere der Abhängigkeit:

  • Keine körperliche Abhängigkeit
  • psychische Abhängigkeit stellt sich nur langsam ein
  • Amphetamine können größere, teils irreparable Schäden am Gehirn anrichten
  • Da die natürlichen Warnsysteme des Körpers nicht wahrgenommen werden kommt es oft zu Schlafmangel, Überanstrengung und Überhitzung, was zu Kreislaufproblemen führen und auch Langzeitschäden hinterlassen kann.

 

Opium

Aus den Kapseln des Schlafmohns wird Opium gewonnen.
Reines Opium ist relativ harmlos. Man kann es essen, rauchen oder in Salzwasser gelöst spritzen.

Morphin (Morphium) ist der Hauptwirkstoff des Opiums.
Heroin ist chemisch verändertes Morphium. Es entstand bei der Suche nach einer neuen Arznei, die ähnliche gute schmerzlindernde Eigenschaften wie die des Morphins mit einer niedereren Suchtgefahr verbinden sollte. Dies wird meistens gespritzt.

Wirkung:

  • Opium: extreme Entspannungen, häufig Halluzinationen mit erotischem Charakter. Nachwirkungen sind meist Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen
  • Morphium: hohen schmerzlindernden Effekt, daher ist es bis heute in medizinischem Einsatz
  • Heroin: glückseliger Zustand. Depressionen und persönliche Probleme treten in den Hintergrund, Schmerzen werden nicht empfunden

Wirkungsdauer:

  • 6 bis 8 Stunden

Schwere der Abhängigkeit:

  • Opium: bei richtiger Einnahme kaum gesundheitsschädlich und wenig suchtgefährdend
  • Morphium in Reinform eingenommen macht höchstgradig abhängig
  • Heroin ist von den heute gebräuchlichen Drogen nach Crack die suchterzeugendste. Die Heroinsucht ist sowohl eine körperliche als auch eine psychische Abhängigkeit.

Anneke Rathje

 

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