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Achtung, aufgepasst!

Es ist halb drei und an dem großen, runden Küchentisch sitzen Lotta und Nils und machen gemeinsam ihre Hausaufgaben. Dann jedoch sieht Lotta durchs Fenster draußen das Nachbarskind mit seinem ulkigen Hund spielen, lässt ihren Füller auf das Matheheft fallen und verschwindet durch die Haustür.

Von all dem hat Nils noch gar nichts mitbekommen, denn er hat sich längst von seiner Textaufgabe verabschiedet und reist in Gedanken mit abenteuerlustigen Piraten durch die sieben Weltmeere. So unterschiedlich Lotta und Nils auch sein mögen, eines ist ihnen an diesem Tag gemein: sie können sich nicht auf ihre Hausaufgaben konzentrieren.

 

Was ist Konzentration?

Wer sich konzentriert, der ist dazu in der Lage, seine Energie ganz auf das Erreichen eines Zieles zu richten und störende Einflüsse dabei zu überhören und zu übersehen, ohne sich von ihnen ablenken zu lassen. Nils gelingt dies nicht, denn er gibt sich ganz seiner Fantasiewelt hin. Wenn sich jemand konzentriert, so richtet sich seine Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe. Ohne die gut entwickelte Fähigkeit sich konzentrieren zu können, fällt es einem schwer etwas zu tun, das man nicht packend und faszinierend findet. Und Hausaufgaben haben nun einmal die Angewohnheit, nicht immer packend und faszinierend zu sein.

Kinder, die lernen, sich zu konzentrieren, lernen dabei auch, dem Drang, etwas Spannenderes zu tun, nicht einfach nach zu geben, sondern sich für die vermeintlich uninteressante Sache anzustrengen. Lotta kann sich nur dann mit ganzer Kraft auf ihre Hausaufgaben konzentrieren, wenn sie es schafft, das spielende Nachbarskind mit seinem Hund für die Zeit des Lernens auszublenden - wie viel spaßiger ihr das Toben mit dem aufgedrehten Hund von nebenan auch immer erscheinen mag.

 


Förderung der Konzentrationsfähigkeit

Das Einüben des konzentrierten Lernens für die Schule stellt für Kinder jedoch eine ganz besondere Herausforderung dar. Denn in der Schule werden auch Themen behandelt, die den Interessen eines Kindes nicht unbedingt entsprechen und auf die es sich nur schwer konzentrieren kann.

Bei den Hausaufgaben können Eltern ihre Kinder durch eine Vielzahl von Hilfestellungen unterstützen. Zu erst einmal ist es sehr wichtig, dem Kind einen festen Platz zur Verfügung zu stellen, an dem es in Ruhe arbeiten und lernen kann, ohne dabei unnötig abgelenkt zu werden. Ideal ist ein Schreibtisch, an einem ruhigen Ort, auf dem nur die Materialien liegen, die das Kind für die Erledigung der Hausaufgaben benötigt. Hilfreich ist es für das Kind auch, wenn für die Hausaufgaben feste Zeiten festgelegt werden. Das Kind gewöhnt sich dann daran, dass zu diesem Zeitpunkt gearbeitet wird und es wird ihm immer leichter fallen seine Aufmerksamkeit in dieser Zeit auf das Lernen zu richten. Denn wenn das konzentrierte Arbeiten öfter wiederholt wurde, passiert es irgendwann automatisch, ohne dass sich das Kind jedes Mal wieder so sehr anstrengen muss wie noch zu Anfang.

 

So könnt ihr eure Kinder unterstützen

Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten das Kind zu unterstützen. Lotta und Nils könnten zum Beispiel ein Hausaufgabenheft führen, in dem sie auch die Reihenfolge eintragen, in der sie die Übungen erledigen möchten. Auch an Pausen sollte während des Lernens gedacht werden, wobei sich das Kind in dieser Zeit besser nicht mit etwas beschäftigen sollte, mit dem es nur schwer aufhören kann. Auch Fernsehen und Computerspiele sind hier keine guten Pausenfüller. Und nach den Hausaufgaben? Am besten viel Bewegung und zwar draußen an der frischen Luft. Außerdem sollten Eltern ein Auge darauf haben, ob ihre Kinder sich vielleicht nur deshalb nicht gut konzentrieren können, weil sie über- oder unterfordert sind. Ist dies der Fall, so kann in einem Gespräch mit dem Lehrer oder der Lehrerin gemeinsam nach einer Lösung gesucht werden.

Aber wer seinem Kind das Konzentrieren bei den Hausaufgaben erleichtern möchte, der kann und sollte es auch in anderen Situationen unterstützen. Ein geregelter Tagesablauf, in dem verschiedene Tätigkeiten sich mit erholsamen Pausen abwechseln, ist dabei hilfreich. Indem Kinder zu Hause kleine Aufgaben selbstständig ausführen und sie Verantwortung tragen, trainieren sie ihre Ausdauer und damit auch ihre Konzentrationsfähigkeit. So können sie zum Beispiel das Ausräumen der Spülmaschine, oder das Aufhängen der Wäsche übernehmen. Sich auf etwas längere Zeit zu konzentrieren, können Kinder auch durch das Spielen von Brettspielen lernen, die ihr Durchhaltevermögen fördern. Wie wäre es mal mit einem Spieleabend?

Auch Spiele, die die Sinne anregen sind bei der Förderung der Konzentrationsfähigkeit von Kindern von Bedeutung. Man kann die Kinder beispielsweise mit verbundenen Augen unterschiedliche Gegenstände ertasten und erschnüffeln lassen. Oder man lässt sie einen Gegenstand ganz genau mit allen Sinnen erforschen. Wie sieht die Orange von innen und von außen aus? Wie fühlt sie sich an, wie riecht sie, wie schmeckt sie? Auch die Neugierde der Kinder auf ein Thema zu wecken, kann ihre Konzentration fördern. Ein Besuch im Museum kann bei einem Kind eine ganze Menge auslösen. Nils fände bestimmt einen Besuch im Schifffahrtsmuseum ganz großartig.

 

Keine Reizüberflutung

Ganz allgemein sollten Eltern auch darauf achten, dass ihr Kind nicht von Reizen überflutet wird. Dazu gehört auch, dass übermäßiger Fernsehkonsum vermieden wird und dem Kind nicht zu viel Spielzeug zur Verfügung steht. Darüber hinaus gibt es noch zwei Faktoren, die einen entscheidenden Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit des Kindes haben: Die Ernährung und ausreichend Schlaf. Eine ausgewogene Ernährung ist für ein Kind, das sich den Anforderungen des schulischen Lernens stellen muss, unersetzbar. Einige Experten meinen auch, dass bestimmte Farbstoffe und Phosphate zu Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen führen können.
Richtige Ernährung

Sicher ist jedoch, dass sich zu viel Zucker in der Ernährung negativ auf die Konzentration auswirkt. Die Energie bringende Wirkung von Traubenzucker zum Beispiel ist nur kurz, da schon bald darauf der Blutzuckerspiegel wieder absinkt, das Kind müde wird und sein Körper nach noch mehr Zucker verlangt. Damit das Gehirn richtig arbeiten kann, ist es ebenfalls notwendig, dass das Kind genug trinkt und schläft. Dazu gehört auch, dass das Kind morgens vor der Schule genügend Zeit hat um wach zu werden.

Wie auch immer Eltern versuchen, ihr Kind bei der Entwicklung ihrer Konzentrationsfähigkeit zu unterstützen, es ist deutlich, dass Intelligenz und Begabung allein ein Kind in der Schule nicht weiterbringen. Denn nur ein Kind, das gelernt hat sich zu konzentrieren kann auch damit umgehen, dass es sich in der Schule auch mit weniger reizvollen Aufgaben längere Zeit auseinandersetzen muss.

 

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