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Pubertät

Pubertät – Was versteht man darunter?


Unter Pubertät (lat. "Mannbarkeit") versteht man auch die Geschlechtsreife. Der Junge wird zum Mann, das Mädchen zur Frau.
Diese Phase des Lebens beginnt, wenn eine Drüse im Gehirn - die Gehirnanhangdrüse - ein Signal an den Körper sendet, bestimmte Hormone zu produzieren.

Bei Jungen ist es das Testosteron, bei Mädchen das Östrogen. Während der Pubertät kommt es zur Geschlechtsreife und zur Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale.

Bei Mädchen beginnt die Pubertät etwa mit 10 Jahren, bei Jungen setzt sie im Schnitt zwei Jahre später ein. Innerhalb von sechs bis acht Jahren vollziehen sich alle körperlichen Veränderungen, die das Kind innerhalb von wenigen Jahren in einen Erwachsenen verwandeln.

Neben den körperlichen Veränderungen ist diese Zeit im Wesentlichen durch psychologische Veränderungen gekennzeichnet.  Eistellungen, Verhaltensweisen und Gefühle – alles wird auf einmal auf den Kopf gestellt!


 

Pubertät – die körperlichen Veränderungen


bei Jungen

Bei Jungen beginnt die Pubertät mit einer Vergrößerung der Hoden mit einer einhergehenden Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit sowie der Färbung des Hodensacks. Kurze Zeit später beginnen auch Penis, Prostata und die Samenblase zu wachsen und die ersten Schamhaare sprießen. Erst danach beginnt das Körperwachstum der Jungen. Noch vor dem Höhepunkt des Wachstums kommt es zur ersten Ejakulation. Zunächst enthält das Ejakulat nur eine geringe Zahl lebender Spermien, so dass die Fruchtbarkeit zunächst reduziert, jedoch nicht ausgeschlossen ist. Wenn das Körperwachstum mit ca. 14 Jahren auf dem Höhepunkt ist, sind die Vergrößerung von Hoden und Penis fast vollständig abgeschlossen. Kurz nach dem Höhepunkt des Körperwachstums erscheinen die ersten Achsel-, Gesichts- und Körperhaare und der Stimmbruch setzt ein. Der Stimmbruch ist häufig nicht vor dem Ende der Pubertät abgeschlossen.


Körperliche Veränderungen und der Zeitraum, wann diese stattfinden:

  • Hodenwachstum: ~ 9.-14. Lebensjahr
  • Schambehaarung: ~ 10.-15. Lebensjahr
  • Achselbehaarung: ~ 12.-13. Lebensjahr
  • Oberlippenflaum und Stimmbruch: ~ 13.-15. Lebensjahr
  • Peniswachstum: ~ 10.-15. Lebensjahr
  • Wachstumsschub: ~ 11.-14. Lebensjahr
  • Ende des Längenwachstums: ~ 15.-21. Lebensjahr
  • Reife Samenzellen: ~ 15.-16. Lebensjahr
  • Nächtlicher Samenerguss: ~ 14.-17. Lebensjahr
  • Akne (nicht zwingend): ~ 16.-17. Lebensjahr

 

Weitere Informationen zum Thema Pubertät bei Jungen >>

 

 

bei Mädchen

Bei Mädchen beginnt die Pubertät mit einem Wachstumsschub und der Entwicklung der Brüste. Das Durchschnittsalter der ersten Menstruation liegt bei etwas 13 Jahren, das Altersspektrum ist jedoch groß.

Die Menstruation setzt erst dann ein, wenn der Körper des Mädchens groß genug ist, ein Kind auszutragen. In den ersten 12 bis 18 Monaten findet die Menstruation häufig statt, ohne dass ein Ei aus dem Eierstock abgestoßen wird.

Dies geschieht jedoch nicht bei allen Mädchen und ist das ist auch kein Schutz vor Schwangerschaften! Nach dem Einsetzen des Menstruationszyklus schließt die Entwicklung der Brüste und des Schamhaares ab und Achselhaare erscheinen. Dies dauert durchschnittlich 3-4 Jahre, kann aber auch schneller oder länger dauern.

Körperliche Veränderungen und der Zeitraum, wann diese stattfinden:

  • Wachstum: ~ 8.-15. Lebensjahr
  • Wachstum von Scheide und Gebärmutter: ~ 8.-13. Lebensjahr
  • Schambehaarung: ~ 8.-13. Lebensjahr
  • Beginn der Brustentwicklung: ~ 9.-16. Lebensjahr
  • Die erste Monatsblutung (Menarche): ~ 11.-16. Lebensjahr
  • Volle Brustentwicklung: ~ 12.-17. Lebensjahr
  • Akne (nicht zwingend): ~ 14.-15. Lebensjahr


Weitere Informationen zum Thema Pubertät bei Mädchen >>

 

 

Psychologische Pubertätsmerkmale

Die Pubertät hat nicht nur körperliche Veränderungen zur Folge, sondern sie beeinflusst auch den emotionalen Zustand und das Sozialverhalten der Jugendlichen. Die Kinder verändern sich und oft stehen die Eltern nur ratlos daneben und fragen sich, wo ihr Kind geblieben ist.

 

  • Stimmungsschwankungen und Launenhaftigkeit
    In der Pubertät ist es ganz normal, dass die Jugendlichen ihre Stimmung oft wechseln. War gerade die Stimmung auf dem Höhepunkt, so kann sie schon wenige Minuten später wieder „im Keller“ sein.

    Dieses Phänomen ist auf eine Kombination von hormonellen und situativen Faktoren zurückzuführen.

    Die Heranwachsenden kommen während der Pubertät vermehrt in problembelastete Situationen, vor allem wenn diese Situationen von Erwachsenen strukturiert werden wie der Schulunterricht, die Lehrstelle oder der Aushilfsjob oder Familienaktivitäten.

    Durch die vermehrte Hormonausschüttung reagieren die Pubertierenden oft mit stärkeren Gefühlen.


  • Beziehung zu den Eltern
    Auch die Beziehung zu den Eltern ändert sich grundlegend. „Mein Kind ist mir völlig fremd“ ist eine häufige Aussage von Eltern. In dieser schwierigen Zeit fühlen Eltern und Kinder einander oft nicht mehr so nahe. Pubertierende ziehen sich gerne zurück in ihr „Schneckenhäuschen“ und lassen die Eltern ungern bis gar nicht an ihrem Leben teilhaben. Probleme werden mit der besten Freundin oder dem geliebten Freund diskutiert. Aktivitäten mit den Eltern bzw. der Familie sind äußerst unbeliebt, denn Eltern sind „echt ätzend“ und „total uncool“.

    Die Zeit ist für Eltern oft schmerzvoll, denn sich fühlen sich ausgeschlossen und von ihren Kindern ungeliebt.

    Für die Kinder hingegen ist diese „Sturm- und Drangzeit“, die nicht selten eine Rebellion gegen die Welt der Erwachsenen ist, sehr wichtig, um sich selbst besser kennen zu lernen und sich als eigenständige und selbst denkende Persönlichkeiten zu begreifen. Provokante Verhaltensweisen und ein abgrenzendes Äußeres sind für diese Selbstfindung keine Seltenheit. Bei anderen Jugendlichen finden die Kids die Unterstützung und Anerkennung, die sie momentan brauchen.

 

Was steckt hinten bestimmten Verhaltensmustern?

Wenn die Kids nur noch in der Clique unterwegs sind, dann symbolisiert das oft Unabhängigkeit bzw. auch den Drang dazu zu gehören. Wer oft eine große Klappe riskiert, der möchte den anderen imponieren und überspielt damit nicht selten die eigene Unsicherheit. Auf weitere Verhaltensmuster geht Klaus Fischer in seinem Artikel „Pubertät oder Eltern sind peinlich“ ein.

„Pubertät hin oder her, aber das geht jetzt wirklich zu weit“ – denken sich viele Eltern in ihrer Verzweifelung und es stellt sich die Frage, warum Nachbars Lisa, der doch im selben Alter ist wie die eigene Tochter, so brav und so gut in der Schule ist. 

 

Mögliche Gründe

Die kognitiven Fähigkeiten des jungen Menschen verändern sich in der Pubertät stark. Das Denken in Möglichkeiten entwickelt sich und die Jugendlichen sind in der Lage, Hypothesen zu bilden und auch ihre Fähigkeit zur Abstraktion sowie die Fähigkeit, über eigene Gedanken nachzudenken, verbessern sich. 

Die dadurch bedingte Urteilsfähigkeit des Kindes kann verursachen, dass das Tun und Handeln der Eltern eher in Frage gestellt und kritisiert wird.
Zusätzlich verändern sich mit der körperlichen Reife auch die Rollen der Jugendlichen in ihrem Leben und sie wollen dementsprechend als Erwachsene behandelt werden.

Die Heranwachsenden wollen auch für ihren Freizeitbereich mehr Selbstbestimmung übernehmen, während die Eltern doch noch ein großes Wort mitreden wollen. Denn schließlich haben sie auch die Verantwortung und mit 13 sind die Kinder eben noch nicht erwachsen.

Warum das Erwachsen werden bei einigen Kindern mehr bei anderen weniger Probleme hervorruft, ist nicht wirklich erklärbar. Sicherlich kann die zweite Trotzphase, wie die Pubertät wegen der häufigen Streiterreihen innerhalb der Familie gerne genannt wird, durch „falsches“ Verhalten der Eltern noch verstärkt werden.

 

Hier ein paar Tipps, wie ihr und eure Kinder diese nicht ganz leichte Zeit möglichst gut übersteht:

 

  • Zunächst einmal solltet ihr euch ausführlich über die Pubertät und ihre physischen und psychologischen Veränderungen informieren und euer Kind dann auch über die anstehenden Veränderungen aufklären.
  • Zeigt eurem Kind, dass ihr als Ansprechpartner zur Verfügung steht! Aber bitte nicht mit ständigen Fragen löchern, denn „das nervt“….
  • Zeigt eurem Kind von Zeit zu Zeit, dass ihr die Veränderungen bemerkt und dass ihr euch mit ihm freut!
  • Akzeptiert, wenn euer Kind sich zurück zieht und allein sein möchte. Gebt ihm verstehen, dass es in Ordnung ist und es aber jederzeit zu euch kommen kann.
  • Billigt eurem Kind Individualität zu, auch wenn es sicherlich manchmal schwer fällt. Grüne Haare oder ein Piercing sind nicht jedermanns Sache.
  • Erzähle deinem Kind von deiner Zeit des Erwachsenwerdens. Erinnerst du dich an deine Schwierigkeiten?
  • Wenn es wirklich zu weit geht, solltet ihr das eurem Sprössling auch deutlich mitteilen. Es ist nicht gut, alles durchgehen zu lassen, nur um Streit zu vermeiden.
  • Respektiert die Privatsphäre des Kindes. Es ist durchaus angebracht, vor dem Betreten des Zimmers anzuklopfen.
  • Versucht nicht, euch mit den Kids auf eine Stufe zu stellen und ebenso „cool“ daher zu kommen. Kinder wollen Freunde in ihrem Alter und sich brauchen nach wie vor Eltern, auch wenn der Respekt zu ihnen manchmal zu wünschen übrig lässt.
  • Vermeidet Bloßstellungen eurer Kinder vor anderen! Und spart euch Ironische Bemerkungen, denn die treffen die sensible Seele oft besonders hart.
    Nehmt beleidigende Äußerungen eurer Kinder nicht persönlich, denn eigentlich ist „die blöde Kuh“ die allerliebste Mama der Welt! Dennoch dürft ihr euch selbstverständlich nicht alles bieten lassen und den Kids muss deutlich sein, wo die (Schmerz-) Grenzen liegen!


 

Wenn die Situation aus dem Ruder gerät….

Auch wenn die Phase der Pubertät in vielen Familien nicht ganz angenehm ist, so geht die Zeit oft wieder vorüber, denn die meisten dieser Streitereien sind nur von oberflächlicher Natur und gefährden das Familienleben nicht wirklich.

Solltet ihr allerdings das Gefühl haben, der Situation nicht mehr gewachsen zu sein, dann ist es ganz wichtig, gemeinsam mit dem Kind eine Familienberatungsstelle aufzusuchen! Kinder machen im pubertären Alter oft auch die ersten Erfahrungen mit Drogen und in der Trotz- bzw. Selbstfindungsphase kann bei Missbrauch der Drogen ein großes Problem für die Kinder bzw. für die ganze Familie entstehen.

 

Weitere Infos zum Thema Drogen:

 

 

Literaturtipps

 

 

Weiterführende Informationen im Internet



 

 

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