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15.10.2018

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Die faszinierende Welt der Spinnen

Sie werden verschmäht und geächtet, und manch einer läuft bei ihrem Anblick sogar schreiend davon: Die Rede ist von Spinnen. Von ihnen gibt es unzählige Exemplare, wobei „nur“ rund 36.000 überhaupt erforscht sind. In Deutschland leben über 1.500 Arten der achtbeinigen Krabbeltiere, die übrigens nicht zu den Insekten zählen.

Sie bilden eine eigene Tierfamilie: die Spinnentiere, die zur Klasse der Gliederfüßer gehören. Die meisten von ihnen besitzen acht Augen und ein äußeres Skelett. Man nennt dieses Skelett auch Chitinpanzer und es bildet den zweiteiligen Körper der Spinne. Genau wie wir kommen Spinnen nicht ausgewachsen zur Welt, sondern erreichen ihre eingentliche Größe erst im Laufe des Spinnenlebens. Und da der Panzer nicht mitwächst, müssen sich die Tiere während ihres Lebens mehrmals häuten.

Obwohl viele Menschen Spinnen nicht mögen, sind sie ebenso nützlich wie faszinierend, denn sie ernähren sich von Insekten.

Ohne Spinnen würden Insekten wie Fliegen und Schaben die Erde geradezu überschwemmen. Eine Spinne frisst pro Tag durchschnittlich 15 Prozent ihres eigenen Gewichts an Insekten – das ist eine ganze Menge!

Obwohl es im Herbst morgens zum Teil schon richtig kalt ist, sind viele Spinnen noch auf Beutefang. Im Winter verkriechen sich einige Arten im Boden oder in Laubstreu, andere fallen in die Kältestarre. Manche sind sogar im Winter aktiv.

Die meisten der bei uns lebenden Spinnen werden nicht älter als ein Jahr. Es gibt aber auch Arten, die über 20 Jahre alt werden können.

 

Im Netz der Spinne

Wenn du im Herbst Zeit bei schönem Wetter spazieren gehst, kannst du die Kunst der Spinnen in vielen Variationen bewundern.  Besonders gut sichtbar sind die unterschiedlichen Netze in den frühen Morgenstunden, denn dann haftet noch der Tau an den durchsichtigen dünnen Fäden. Das Radnetz sieht richtig anmutig aus. Wenn die Sonne darauf scheint, funkelt es außergewöhnlich schön.

Etwa die Hälfte aller Spinnenarten sind Netzspinnen. Sie beherrschen – bestens angepasst an den jeweiligen Lebensraum – ganz unterschiedliche
Arten des Netzbaus. Die gesponnen Fäden sind eines der vielseitigsten Waffensysteme in der Natur. Spinnen ernähren sich von lebenden
Tieren, meist Insekten. Sie jagen ihre Beute oder stellen ihr Fallen. Spinnennetze sind solche Fallen.

Alles beginnt mit dem Faden, den die Tiere aus ihren am Hinterleib sitzenden Spinndrüsen spinnen. Sobald ein Windstoß kommt, weht der leichte Faden durch die Luft und landet z. B. auf einem Ast, einem Zaun, an unserem Balkongeländer oder wohin der Wind ihn halt trägt. Dort macht die Spinne ihn fest und sucht nach weiteren Ecken, an denen sie den Faden befestigen kann.

Das Grundgerüst steht und das Netz muss nur noch dicht ausgewoben werden, damit sich die Beute darin verfangen kann. Spinnen selbst bleiben nicht im eigenen Netz kleben, da ihre speziellen Beine am Ende drei Klauen haben.

Das durch regelmäßig verbundene Fäden gekennzeichnete Radnetz wird von der Kreuzspinne gewoben. In Gräsern von Wiesen findest du kleine Netze, die wie ein kunstvoll gewobenes Dach – auch Baldachin genannt – aussehen. Unter diesem Dach wartet die Baldachinspinne auf ihre Beute. Oft zu sehen sind auch die trichterförmigen Netze der Trichterspinnen und die Haubennetze der Kugelspinnen.

Die fleißigen Weberinnen erneuern ihr Netz bis zu fünfmal am Tag!

 

Spinnfäden

Hast du dich auch schon mal erschrocken, als du an einem Spinnennetz hängen geblieben bist? Zwar bauen nicht alle Spinnen ein Netz, aber sie alle können Spinnfäden herstellen. Dafür kombiniert die Spinne unterschiedliche Sekrete und mithilfe der Spinndrüsen und Fußklauen entsteht dann ein belastbarer und elastischer Faden. Die Qualität des Fadens hängt davon ab, wofür die Spinne ihn gerade braucht.

Sie benötigt z.B. Halte-, Signal- und Klebefäden für ihr Netz oder sie spinnt einen Kokon um ihre Eier, um sie zu schützen. Und mit einem Sicherheitsfaden, den sie z.B. an dem Ast festklebt auf dem sie läuft, kann sich eine Spinnen bei Gefahr abseilen. Jungtiere oder kleinere Arten produzieren auch Flugfäden, um sich fort zu bewegen. Dafür stoßen die Tiere aus ihrem Hinterleib den Faden aus und der Wind trägt sie über mehrere Kilometer weit. Wasserspinnen spinnen aus Fäden auch ein Gespinst mit dem sie eine Luftblase unter Wasser halten. In der können sie sich dann häuten, ihre Eier ablegen, oder ihre Beute fressen.

So ein Spinnenfaden kann also eine ganze Menge und das obwohl er so dünn ist. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist 0,1 mm dick, ein Spinnenfaden nur 0,0005- 0, 005mm. Die einzelnen Spinnfäden werden aber kombiniert, so besteht  z.B. ein Sicherheitsfaden aus mehreren 100 einzelnen Fäden.

Vielleicht wunderst du dich auch darüber, dass Spinnen in ihrem eigenen Netz nicht hängen bleiben. Dafür gibt es zwei Tricks. Einmal gibt es Spinnen, die eine ölige Schicht an ihren Beinen haben, so dass sie nicht festkleben können. Sie gleiten über die klebenden Fäden hinweg. Das ist so, als würdest du versuchen auf eine frisch eingecremte Stelle ein Pflaster zu kleben. Das Pflaster wird nicht halten, sondern abrutschen. Der zweite Trick: In einem Spinnennetz gibt  es auch nicht klebende Lauffäden, auf denen sich die Spinne bewegen kann.

 

Mahlzeit!

Wie oben erwähnt, ernähren sich Spinnen von Insekten und anderen Gliederfüßern, aber nicht alle Arten fangen ihre Beute im Netz, einige jagen ihre Beute einfach und beißen zu.

Mithilfe der feinen Tasthärchen an ihren Beinen kann eine Spinne nämlich Bewegungen in ihrer Umgebung wahrnehmen und weiß so, ob ein Beutetier in der Nähe ist. Und wenn die Beute erstmal in ihren Fängen ist, heißt es: Mahlzeit! Aber wie? Da der Mund einer Spinne mehr einer schmalen Spalte ähnelt, können sie ihre Beute nur flüssig verzehren.

Nach einem Giftbiss sorgt ein Verdauungssaft dafür, dass die Beute sich auflöst und die Spinne kann ihr Opfer aufsaugen.

 

Spinnen können beißen

Vielleicht ist dir schon einmal ein Exemplar mit einem weißen Kreuz auf dem Rücken aufgefallen, die meist in der Mitte ihres Netzes sitzt. Das ist die Gartenkreuzspinne. Sie ist die bei uns am meist verbreitete Art.

Die Kreuzspinne ist eine der drei in Deutschland vorkommenden Arten, die für uns giftig aber nicht tödlich sind! Uns Menschen beißt eine Spinne auch nur, wenn sie sich bedroht fühlt.

Ein Biss von einer Kreuzspinne lässt sich mit einem Mücken- oder Bienenstich vergleichen. Aufgrund ihrer kleinen Kieferklauen ist es für eine Kreuzspinne schwer, überhaupt durch die menschliche Haut zu dringen... Es kommt also meist gar nicht erst zu einem Biss! Du kannst also ruhig mal genauer hin, wenn dir eine Spinne über den Weg läuft.

 

Noch mehr über Spinnen

Jetzt hast du schon eine ganze Menge über die faszinierende Welt der Spinnen erfahren. Wenn dir das immer noch nicht genug ist, bekommst du auf folgenden Internetseiten noch weitere tolle Infos!

 

 

Hast du noch einen tollen Spinnenlink für uns? Dann schreibe an pia@hoppsala.de

 

 

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