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Die Ratte als Haustier

Die Haus- und die Wanderratte, die beiden einzigen wilden Formen der Ratte hier in Deutschland, stammen beide ursprünglich aus Asien bzw. Südostasien und kamen schon vor Jahrhunderten auf verschlungenen Wegen nach Europa. Im 17. und 18. Jahrhundert sorgten sie für Angst und Schrecken, denn schon bald wurde ihr Floh, der Rattenfloh, als Überträger der Seuche Pest ausgemacht, einer hoch ansteckenden Krankheit, die damals ein sicheres Todesurteil war und Millionen Menschen in Europa dahin raffte. Seiher verfolgt sie der Ruf, sie seinen unsauber und krankheitsüberträger, da sie oftmals in der Kanalisation und auf Müllhalden leben. Doch Ratten sind hoch intelligente Tiere, die gelernt haben, dass sie in der Nähe der Menschen ein einfacheres Leben haben können – sie profitieren schlichtweg von unserem Unrat.

Bei uns Menschen ist sind Ratten deshalb nicht besonders beliebt und man versuchte, ihre Ausbreitung mit allen nur erdenklichen Mitteln zu bekämpfen. Dadurch wurde der Bestand der heimischen Hausratte so verkleinert, dass sie heute unter Artenschutz steht.

 

Körperbau

Der Körperbau von Haus- und Wanderratte ist sehr unterschiedlich. Die Hausratte ist klein und zierlich und vom Körper eher mit einer großen Maus zu vergleichen. Ihre Fellfarbe schwankt zwischen dunkelbraun und schwarz und das Bauchfell ist immer etwas heller als der Rest. Die Schnauze ist sehr spitz und die Ohren überdurchschnittlich groß.

Die ursprüngliche Wanderratte hat ein rötliches Fell und ist wesentlich robuster und größer als die Hausratte. Von der Wanderratte stammt auch die heutige Form der Farb- bzw. Laborratte ab, die in Zoohandlungen und von Züchtern als Haustiere angeboten werden. Die Farbratte sind also eine Züchtung aus Wanderratten und der schon damals in der Natur vorkommenden Albinos. Die verschiedenen Fellfarben der Farbratten sind demnach nicht naturtypisch.

Haus- als Wander- und Farbratten haben alle eine gespaltene Oberlippe, aus der vier lange Nagezähne wachsen, die sich selbstständig beim Nagen abwetzen und ständig Nachwachsen. Außerdem haben Ratten noch weiter nicht sichtbare Backenzähne. Zur Orientierung und zum Tasten dienen den Ratten ihre zahlreichen Schnurrhaare, die auch Vibrissen genannt werden.
An jedem Vorderfuß befinden sich jeweils vier Zehen und ein verkrüppelter Daumen, an den Hinterbeinen fünf ausgebildete Finger.

Ratten haben eine Körpergröße von 22 bis 26 cm, für den Schwanz müssen noch mal 18 bis 22 cm dazu gerechnet werden. Das Gewicht der Ratten schwankt je nach Art, Alter und Geschlecht zwischen 250 und 600g, ein besonders großes Männchen kann auch schon mal bis zu 150g mehr wiegen.

Die Augen sind seitlich so angebracht, das Ratten einen „Rundumblick“ haben. Trotzdem können sie nur alles verschwommen und in schwarz-weiß erkennen. Dafür können sie sich mit ihren hochsensiblen Schnurrhaaren sogar in völliger Dunkelheit zu Recht finden, ohne irgendwo anzuecken. Auch das gehör der Tiere ist extrem gut ausgebildet. So können sie bis in den Ultraschallbereich hören und verständigen.    

 

Ratten als Haustiere – ja oder nein?

Für Ratten spricht eigentlich ihre relative Anspruchslosigkeit. Sie sind nachtaktive Tiere und verschlafen somit die meiste Zeit des Tages. Sie sind also die idealen Tiere für berufstätige Menschen, denn zum Abend hin werden sie aktiv und lassen dann mit sich spielen und schmusen. Doch Hausratten sind auch so anpassungsfähig, das sie Tiere ihre Schlafenszeiten nach den Menschen richten und dann auch am Tag wach und aufmerksam sind. An sich sind Ratten wunderbare Tier, die entgegen der weit verbreiteten Meinung sehr sauber sind. Und wenn man einiges beachtet, hat man auch lange Freude an ihnen.

Doch alles hat zwei Seiten. Ratten sind regelrecht „nagewütig“. Sie knabbern alles an, was ihnen in den Weg kommt: Weder Tapeten noch Kabel und Möbelstücke sind vor ihnen sicher.
Auch Bücher, Zeitungen und Zeitschriften und wichtige Dokumente, die mal achtlos in der gegen liegen, werden schnell und gerne in ihre Einzelteile zerlegt. Das Ausgraben von Pflanzen aus den Töpfen zählt zur Spezialität der kleinen Nager. Sie veranstalten so nicht nur eine riesige Schweinerei, sondern bringen sich auch selber in Gefahr, denn die meisten Zimmerpflanzen sind giftig für Ratten. Alles in allem machen Ratten viel kaputt und es empfiehlt sich nicht, ihnen unbeaufsichtigt Auslauf zu gewähren.

Mehr über „Rattenschandtaten“ findet ihr unter www.rattenwelt.de in der Rubrik „Kontra Ratz“.

 

Haltung

Bevor ihr euch eine Ratte als Haustier anschafft, sollten alle Pros und Contras sorgfältig abgewogen werden. Redet mit eurer Familie und Freunden darüber. Gibt es jemanden, der das Tier während des Urlaubs versorgt? Denn während der Haupturlaubszeit im Sommer werden erschreckend viele Tiere einfach ausgesetzt, weil sie vielen Leuten schlicht im Weg sind. Und Ratten sind bei den wenigsten Menschen beliebt.

Ihr müsst auf eine verantwortungsvolle Haltung achten und das bedeutet: Keine Einzelhaltung! Es sollten mindestens zwei gleichgeschlechtliche Tiere zusammen gehalten werden. Von einem Pärchen sollte abgesehen werden, da man sonst zwangsweise mit viel Nachwuchs zu rechnen hat. Ratten sind schon ab der 5.Lebenswoche Geschlechtsreif und die Tragzeit eines Weibchens beträgt mit 21 Tagen weniger als einen Monat. Und ein Wurf besteht aus mehreren Tieren! Ein Pärchen sollte nur gehalten werden, wenn eines oder beide Tiere kastriert werden. Denn der soziale Kontakt ist unter Ratten ganz wichtig. Sie putzen sich gegenseitig, schlafen aneinander gekuschelt und kommunizieren im Ultraschallbereich miteinander. In einer Einzelhaltung wäre all das den Tieren nicht möglich und sie würden elend verkümmern und zugrunde gehen.

Richtige Käfige für Ratten gibt es bislang kaum im Handel, bewährt haben sich aber Streifenhörnchen- und Chinchillakäfige sowie eine große Vogelfoliere. Jedoch sollte der Abstand zwischen den Gitterstäben nicht mehr als 1 bis 1.5 cm betragen, da sich ansonsten Jungtiere selbstständig machen können. Der Käfig sollte möglicht groß sein, denn so kann man ihn immer abwechslungsreicher gestalten. Außerdem sollten die Türen groß genug sein, damit man problemlos darin hantieren kann. Außerdem sollte der Käfig leicht erhöht (ca. 1,50 m), hell aber nicht zu heiß und geschützt von Zugluft stehen. Auch die Einrichtung der Behausung sollte möglichst einfallsreich und kreativ sein. Außerdem sollte auch Bewegung außerhalb der Käfigs möglich sein. Gestattet eurem Tier also täglich Auslauf in der Wohnung und im Sommer auch gerne mal im Freien. Dazu findet ihr Tipps unter: www.rattenwelt.de    

 

Ernährung

Ratten sind Allesfresser. Als Grundnahrung bietet sich ein gutes Körnerfutter aus der Zoohandlung - möglichst ohne Preßpellets  - an. Dazu kann man auch wenige Nüsse hinzufüttern. Haferflocken, ungesüßte Cornflakes oder etwas Müsli mit Früchten ist eine willkommene Abwechslung. Zusätzlich zum Grundfutter sollte das Tier täglich frisches Obst und Gemüse angeboten werden. An Obst kann bis auf Zitrusfrüchte alles Gängige verfüttert werden. Bei Hülsenfrüchten solltet ihr aber vorsichtig sein, denn es besteht die Gefahr dass euer Tier an den harten Schalen ersticken kann. Auch bitte Finger weg von allen Kohl- und artverwandten Sorten, denn sie blähen stark.

Natürlich könnt ihr im Frühling und Sommer auch jungen Löwenzahn und Gänseblümchen verfüttern. Doch ihr müsst wissen: Ratten sind durchaus wählerisch und nicht jede Ratte mag alles!
Beliebt sind auch gekochte Nudeln, Reis und Kartoffelpüree aus der Packung. Aber auch hier gilt: nicht zu viel! Denn die Menge macht’s. Unter www.rattenwelt.de findet ihr die Rubrik „Die Fütterung, Futter-/ Vitaminliste“ mehr Informationen zur Ernährung eurer Ratten und eine Liste, was sie alles essen dürfen und was besser nicht.

 

Krankheiten

Auch Ratten können selbstverständlich Krank werden. Besonders Atemwegserkrankungen gehen oft auf einen falschen Käfigstandort zurück, wo es zu starke Zugluft gegeben hat. Weiter Krankheitsanzeichen sind u. a. Abmagerung, Apathie, Durchfall und unnatürliche Beulen. Auf jeden Fall gilt: besser ein Mal öfter zum Tierarzt als vielleicht ein mal zu wenig. Weitere Infos gibt´s unter www.rattenwelt.de in der Rubrik „Krankheiten“.

Noch andere Quellen zum Thema „Ratten“ im Internet:

 

(Sar)

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

04.06.2012

:) (von Johanna Watzinger)

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