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Aschermittwoch (VI)

Seit dem 7. Jahrhundert beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. An diesem Tag bekamen die Büßer Asche aufs Haupt gestreut. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts ließen sich hauptsächlich die Priester geweihte Asche zum Zeichen des Schuldbewusstseins aufs Haupt streuen.

In vielen Kulturen gilt Asche als Symbol der Vergänglichkeit. Im Christentum wurde sie zum Zeichen der Buße, soll aber auch gleichzeitig an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern. Der Brauch das Haupt mit Asche zu bestreuen wurde später in den Ritus des Aschenkreuzes verwandelt. Der Sinn des Aschenkreuzes ist es, dass der Mensch sich nach all dem ausgelassenen Feiern wieder auf sich selbst besinnen soll, denn mit der Fastenzeit beginnt die Zeit der Besinnung und der Vorbereitung auf das Osterfest.

Die Katholischen Künstler in Köln wie Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Architekten usw. begehen am Aschermittwoch in St. Kunibert den „Aschermittwoch der Künstler“ mit einem Gottesdienst, den traditionell der Erzbischof zelebriert.

Die Kölner Karnevalsgesellschaften schließen am Aschermittwoch die Session mit einem Fischessen ab. Hier lässt man bei einem gemeinsamen Kehraus die vergangenen Veranstaltungen noch einmal Revue passieren. Manche Gesellschaften begraben noch einmal intern den Nubbel, und es wird auch noch mal wehmütig, weil nun alles vorbei ist, ein Karnevalslied gesungen. Danach beginnen die Unentwegten schon wieder Pläne für die neue Session zu schmieden, während die anderen nur auf den anschließenden Erholungsurlaub vom Karneval warten. Viele Gesellschaften sind dazu übergegangen, das Fischessen auf das Wochenende zu verlegen, damit die Mitglieder sich erst einmal ausschlafen können, denn abgekämpft ist jeder am Aschermittwoch von den „Strapazen“ der Session.

Doris Richter 

 

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