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Silvester - der letzte Tag Jahres

Silvester hat seinen Namen von einem stillen, beinahe unauffälligen Papst erhalten. Die ausgelassenen, lauten Feste, die Silvesterfeiern, stehen deshalb im krassen Gegensatz zum Wesen dieses Kirchenfürsten, der ihnen seinen Namen nur deshalb leiht, weil dieser heiliggesprochene Mann am 31. Dezember im Jahre 335 gestorben ist. Wie bei allen Heiligen wird der Todestag zum Gedenktag erhoben. Von daher gesehen ist der 31. Dezember ein Grund zum Freuen, selbst wenn es nicht jedermanns Sache ist, um Mitternacht eine Rakete nach der anderen in den Himmel zu schicken.

Der große Verdienst des Papstes Silvester ist es gewesen, das Herz des römischen Kaisers Konstantin bewegt zu haben. Indem er den Kaiser von der tödlichen Krankheit des Aussatzes heilte, rührte er sein Herz so sehr, dass Konstantin ihn bat, nach Rom zurückzukehren. Bis zum Stadtrand ritt ihm der Kaiser entgegen, stieg vom Pferd, bat Silvester aufzusitzen und geleitete ihn am Zügel in die Stadt hinein.

Unter dem Einfluss dieses Papstes hörten die Christenverfolgungen im Römischen Reich auf, und Kaiser Konstantin war bereit, den Papst neben sich als christlichen Oberhirten anzuerkennen. Das gab dem stillen Papst so viel Macht, dass er die beiden bis auf den heutigen Tag bedeutendsten Kirchen Roms erbauen lassen konnte: die Laterankirche und - über dem Grab des Apostels Paulus -  den Petersdom.

Und so wäre der Kreis mit dem Hinweis zu schließen, dass der Papst heutzutage alljährlich seinen Neujahrssegen vom Balkon dieses Petersdomes erteilt.

Wie so oft, trifft sich auch in der Nacht vom alten zum neuen Jahr heidnisches Brauchtum mit christlichem, immerhin ist es eine der wichtigsten Nächte in der Zeit der zwölf, die Raunächte genannt werden.
Alles Laute in der Silvesternacht, das Schießen und Knallen, der Spektakel mit den Raketen wird von den einen als Überbleibsel eines heidnischen Glaubens gedeutet, der vor dem neuen Jahr alle bösen Geister mit viel Krach vertreiben soll.

Heutzutage wollen wir das neue Jahr einfach nur mit überschäumender Freude empfangen und alles was das alte Jahr an Enttäuschung, Freude, Glück oder Trauer für uns bereithielt, wollen wir vergessen. Voller Erwartung steht am heutigen Tag jeder von uns vor 365 Tagen eines neuen Jahres. Grund genug es mit vollen Segeln anzusteuern. Guten Rutsch!

Der Jahreswechsel scheint eine abergläubische Seite in uns anzusprechen, die nicht mehr so richtig in unsere Zeit passen will. Trotzdem hoffen die Menschen bei der Verabschiedung des alten Jahres und der Begrüßung des neuen seit jeher, mit Glückwünschen, Glücksbringern und Orakeln die Zukunft beeinflussen zu können.

Neben dem alljährlichen Fassen guter Vorsätze ist es uns auch heute noch ein Bedürfnis, an diesem Tag mehr über die eigene Zukunft wissen zu wollen. Blei- oder Wachsgießen gehört in vielen Ländern zu den beliebtesten Orakelbräuchen: Aus den entstandenen Figuren soll man die Zukunft ablesen können. Auch das willkürliche Aufschlagen der Bibel ist vielerorts beliebt.

Ein schöner Brauch ist es auch, Freunden, Verwandten und Nachbarn kleine Geschenke - in essbarer oder rein dekorativer Form - mitzubringen und Neujahrsgrußkarten mit Glückssymbolen zu verschicken: Hufeisen, vierblättrige Kleeblätter, Neujahrsbrote mit eingearbeiteten Glückspfennigen, Schornsteinfeger, Marienkäfer, Fliegenpilze und Schweine sollen Glück, Zufriedenheit und Fruchtbarkeit bringen.
Der Ursprung der einzelnen Glückssymbole ist nicht immer leicht herauszufinden.

Ein Grund für die angeblich magischen Kräfte des Hufeisens liegt z.B. darin, dass das Eisen früher ein kostbares Material war, das man verehrte.
Außerdem besitzt das Hufeisen eine beschützende Eigenschaft, weil es auch den Pferdehuf schützt, ohne dem Tier Schmerzen zu bereiten. Der Schornsteinfeger war jahrhundertelang gern gesehen, weil er vor allem Unglück in Form von gefürchteten Feuersbrünsten verhindert, indem er den Kamin säuberte.

Besonders Abergläubige brachen vom Besen des Kaminfegers drei kleine Ruten ab und bewahrten sie auf, weil sie Glück bringen sollten. Dasselbe galt für den Ruß, der an den Kleidern haftete. Verwunderlich ist, wie der weit verbreitete, tödliche Fliegenpilz, der mit Hexen und Zauberern verbunden wird, zu einem Glücksbringer geworden ist - möglicherweise, weil man ihn auch als Rauschmittel verwenden kann.

Seit langer Zeit wünscht man sich "Prosit Neujahr!" und einen "Guten Rutsch!". Das Wort "prosit" ist lateinisch und bedeutet "es möge gelingen". Die Formulierung "guter Rutsch" wird oft als Wunsch nach einem angenehmen Hinübergleiten ins neue Jahr verstanden. Mit Rutschen hat dies jedoch nichts zu tun. Vielmehr leitet sich das Wort von dem jüdischen Begriff "Rosch" ab und meint Kopf oder Anfang. Das jüdische Neujahr heißt "Rosch Hashana" (Jahresbeginn).

 

Weitere Informationen zum Thema Silvester findet ihr hier:

 

Doris Richter

 

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