Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Seite für Kinder »» Thema Spezial

Suchen

Home

Journal

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

News für Kids

Kreativ-Club

Brieffreundschaften

Thema Spezial

Themenvorschläge

Wieso & Warum

Natur & Umwelt

DonnerWetter!

Einfach tierisch!

Reportage

Kinderhelden

Rund um die Welt

Fußball

Pias Ponyseite

Spiel & Spaß

Kochecke für Kinder

Einfach einzigartig: Kunst!

Kindermedien

 

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aktuelle Meldung

15.10.2018

Abwechslungsreiche Herbstferien - LWL-Museen bieten mit Workshops und Aktionen Abwechslung für Ferie

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Der Tod gehört zum Leben

Wer erwachsen wird, der muss feststellen, dass das Leben nicht nur schöne Seiten hat. Eine Figur in Tove Janssons „Winter im Mumintal“ erklärt einem traurigen Freund, was mit dem gerade gestorbenen Eichhörnchen passieren wird. Das Eichhörnchen wird bald zu Erde werden und daraus wird dann ein Baum wachsen, auf dem später neue Eichhörnchen herumtollen werden.

Das  ist der Kreislauf des Lebens. Alles was lebendig ist, wird älter und muss einmal sterben, egal ob Löwenzahn, Mensch, oder Eichhörnchen. Manchmal hört das Herz auf zu schlagen weil man alt und schwach ist und man ein langes Leben hinter sich hat. Aber es ist schwer sich damit abzufinden, dass jemand tot ist und nicht mehr zurückkommt. 

Karsten lernt jeden Tag viele trauernde Menschen kennen, denn er ist Inhaber eines Bestattungsinstituts. Zu ihm und seinen Mitarbeitern kommen Menschen, die gerade erst jemanden verloren haben. „Oft stehen die Leute noch unter Schock, wenn ein geliebter Mensch plötzlich gestorben ist. Trotzdem müssen dann viele Dinge geregelt werden“, erklärt Karsten. Die Beerdigung muss organisiert und viel bürokratischer Kram erledigt werden. Es muss schließlich alles seine Ordnung haben.

Zu erst einmal führen die Mitarbeiter des Bestattungsinstituts mit den Angehörigen des Verstorbenen ein Trauergespräch. Da redet man aber nicht nur darüber wie, wann und wo die Beerdigung stattfinden soll. In so einem Gespräch geht es auch um den Verstorbenen, sein Leben und seinen Tod. „Manche Menschen weinen während des Gesprächs, andere werden wütend. Jeder Mensch trauert nun einmal auf seine eigene Weise“, weiß Karsten aus Erfahrung.

„Man wird mit der Zeit sehr sensibel“, sagt der Bestatter, „und ich kann die Erlebnisse des Tages nicht immer einfach so weg stecken.“ Wenn ihm eine Geschichte besonders nahe geht, dann spricht Karsten auch mit seinen Kollegen darüber. Das hilft die traurigen Gefühle zu verarbeiten. „Es ist zwar nicht mein Angehöriger der gestorben ist, aber man fühlt eben mit und wird daran erinnert, dass das Leben für jeden einmal enden wird“, erzählt Karsten ehrlich.

Wenn jemand gestorben ist, den man geliebt hat, ist es schwierig einfach so weiter zu leben. Und dann müssen auch noch so viele Dinge organisiert und erledigt werden. Das übernehmen die Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts. „Wir holen die Verstorbenen zum Beispiel aus dem Altenheim, von zu Hause, oder aus dem Krankenhaus ab und lassen den Tod dann beim Standesamt registrieren und beurkunden“, erklärt der Bestatter. Außerdem organisieren sie die Trauerfeier in der Friedhofskapelle und kümmern sich darum, dass Trauerbriefe verschickt werden. „Meistens möchten die Angehörigen auch, dass wir eine Todesanzeige in die Zeitung setzen. Da steht dann wer gestorben ist, wie alt er war und wann die Beerdigung stattfindet“, erklärt Karsten.

In dem Bestattungsinstitut kümmern sich die Angestellten auch um den Körper des Verstorbenen. „Die Verstorbenen werden bei uns gewaschen und auch frisiert. Viele Angehörige möchten, dass man dem Toten seine gewohnte Kleidung anzieht. Das machen wir dann auch so“, sagt der Bestatter.

Vielleicht wird der Tote dann in einem Raum beim Friedhof aufgebahrt, wo die Angehörigen ihn noch einmal ansehen und berühren dürfen, falls sie das möchten. Wenn derjenige seine eigene Kleidung trägt, dann sieht es vielleicht fast so aus, als würde er nur schlafen. Aber leider tut er das nicht. Bei einer Erdbestattung wird der Verstorbene schließlich für die Trauerfeier in einem Sarg in die Kapelle des Friedhofs gebracht.

Wenn jemand, den man liebt, gestorben ist, dann muss man Abschied nehmen. Häufig lassen die Trauernden dann Blumenkränze binden, die nach der Beerdigung auf das Grab gelegt werden. An den Kränzen hängt dann meistens ein breites Band, auf dem ein Spruch zum Abschied steht. „In stillem Gedenken, Julia“, zum Beispiel, oder „In Liebe und Dankbarkeit, Fritz und Hans“

Aber da jeder Mensch auf eine andere Art und Weise trauert, möchten sie sich auch auf unterschiedliche Weise verabschieden. „Vor ein paar Wochen hat ein Mädchen zum Abschied für den Opa noch ein Bild von sich selbst und ihm beim Angeln gemalt“, erinnert sich Karsten und wird dabei etwas traurig. „Erwachsene schreiben auch mal einen Brief und legen ihn zu dem Verstorbenen in den Sarg.“ So kann man dem Menschen, der gestorben ist, noch einmal sagen, wie lieb man ihn hatte. Abschied nehmen ist schwer!

Egal, ob man schon erwachsen ist, oder nicht, der Tod ist immer furchtbar schwer zu verstehen. Wie ist es wenn man tot ist? Darauf gibt es keine klare Antwort. Die einen denken, dass es dann einfach schwarz wird. Andere glauben, dass die Seele des Menschen nach dem Tod zu Gott fliegt. Frag doch einmal deine Eltern was sie denken.

Marnie Schleutker

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Thema Spezial

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben



Quicklinks



Reisezeit

In unserer Rubrik Reise findet ihr spannende Reisereportagen und wertvolle Infos rund um das Thema "Reisen mit Kind/ern". Viel Spaß!

Jetzt stöbern >>


Aus der Bücherecke

Rette die Erde

lesen


 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz