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Abenteuer Auswärtsübernachtung

Marie ging gerade vier Wochen in den Kindergarten, als sie ihren Eltern stolz verkündete, dass sie sich am Wochenende bei ihrem Spielkameraden Max übernachten wolle. „Die beiden haben sich nachmittags schon häufiger zum Spielen verabredet, aber gleich übernachten? Ich war ehrlich gesagt ein wenig skeptisch“, verrät Maries Mutter Dagmar, die ihrer sonst eher schüchternen Tochter einen solchen Schritt gar nicht zugetraut hat. „Aber Marika war so Feuer und Flamme, dass wir gar nicht anderes konnten, als ihrem Wunsch nachzugeben“.


Die erste Nacht woanders schlafen

Das erste Mal auswärts schlafen ist für Kinder ein richtiges Abenteuer. Manche Kinder wollen sich schon sehr früh alleine ausprobieren, andere hängen stärker an Vertrautem – das hängt auch ein wenig davon ab, wie die Kinder aufwachsen.  Wenn die Familie recht aufgeschlossen ist, fällt es Kindern oft leichter, sich allein in der Welt zu bewegen, wohingegen Kinder, die sehr behütet werden, es hier schwerer haben.

Es ist hilfreich, den Rhythmus des Kindes zu beachten. Es sollte den Wunsch, woanders zu übernachten, von selbst äußern. Wenn die Eltern es dazu drängen und das Vorhaben dann nicht klappt, ist das Selbstbewusstsein erstmal geschwächt. Das Kind hat Angst und traut sich beim nächsten Mal erst recht nicht fort.

Letztendlich ist auch das Auswärtsschlafen Übungssache und irgendwann kommt für jedes Kind der Tag, an dem es ohne Eltern in einer ungewohnten Umgebung zurechtkommen muss – spätestens bei der ersten Klassenfahrt. Zur Entwicklung der Selbstständigkeit gehört es dazu, dass sich Kinder langsam aber sich von den Eltern lösen. Übernachtungen bei Großeltern oder Freunden sind ein großer Schritt in diese Richtung.

Schon früh fangen Kinder an, eigenständig zu werden. Sie lernen zu laufen, wollen irgendwann alleine essen oder sich ohne Hilfe anziehen und beim Bäcker die Brötchen bezahlen. Nach und nach lernen sie mehr, werden eigenständiger und wenn ihnen etwas gelingt, stärkt das in der Regel das Selbstvertrauen. Das gilt auch für das Übernachten außerhalb von zu Hause. Die Kinder müssen hierfür ihre gewohnte Umgebung und auch ihre Hauptbezugspersonen für eine Weile verlassen und das kann schnell Angst machen. Auch wenn der Wunsch anfangs noch so groß war, wenn das Abenteuer näher rückt, dann kommen Zweifel und Heimweh auf …


Wenn die Fremde Angst macht ...

Auch Marie, die zunächst überglücklich war, bei ihrem Freund übernachten zu dürfen und sich richtig groß fühlte, hatte plötzlich Zweifel. „Meinst du, Max Mama liest auch eine Gute-Nacht-Geschichte vor“, fragte sie leise, als sie gemeinsam mit ihrer Mutter den Koffer packte. „Da bin ganz sicher“, beruhigte Dagmar ihre Tochter, „und bestimmt liest sie euch sogar deine Lieblingsgeschichte vor! Die packen wir jetzt mit ein!“ Und schon waren die Ängste erstmal wieder verflogen!

Wenn Kinder ihre Ängste überwinden können, stärkt sie das. Eltern sollten die Sorgen ihrer Kinder zwar unbedingt ernst nehmen, sie aber dennoch dazu ermutigen, die Angst zu überwinden. Das Abholen sollte nur die letzte Notlösung sein. Und wenn es dann doch nicht klappt – auch kein Beinbruch! Das nächste Mal ist es bestimmt schon viel leichter.


Patentrezepte gibt es nicht

Es gibt sicherlich kein Patentrezept dafür, wie die Auswärts-Übernachtung gelingt, aber ein paar Dinge können hierfür durchaus hilfreich sein.
Kinder brauchen Vertrautes. Ein Kuscheltier, das eigene Kopfkissen oder ein Schnuffeltuch sollten in der fremden Umgebung nicht fehlen. Das bietet Halt und Unterstützung und kann dabei helfen, Heimweh zu vermeiden. Auch das Lieblingsbuch darf nicht fehlen. Ein Gespräch mit den Gasteltern ist hilfreich, denn so können diese bei Bedarf einige Rituale aufnehmen und dem Schlafgast so ein wenig heimische Geborgenheit vermitteln.

Oftmals ist es für Eltern schwer, sich von den Kindern zu lösen. Das auswärtige Übernachten ist der erste große Schritt. Nicht selten kommen dann gut gemeinte Kommentare wie: „Wir holen dich jederzeit ab“ oder „Du musst aber nicht bei deinem Freund schlafen, wenn du nicht möchtest!“ Das sind Sprüche, die die Ängste der Kinder eher noch schüren! Das Kind muss merken, dass ihr ihm zutraut, dieses Abenteuer auch locker zu bestehen. Ansonsten hat es ein mulmiges Gefühl oder sogar ein schlechtes Gewissen, weil es die Eltern allein lässt.


Eltern sollten ihre Kinder mit gutem Gefühl "gehen" lassen

Insbesondere Alleinerziehende haben nicht selten ein Problem damit, ihr Kind gehen zu lassen. Zeigt ihm eure Trauer nicht zu offen. Natürlich kann und darf das Kind wissen, dass ihr es vermissen werden. Dennoch sollten sich Eltern und Allein erziehende ihrer Aufgabe bewusst sein, das Kind selbständig zu erziehen und es irgendwann ins Leben zu entlassen.

Nehmt euch für solche schweren Tage etwas Schönes vor, zum Beispiel ein Besuch bei guten Freunden. Für den Notfall solltet ihr natürlich erreichbar sein.

In der Grundschule stehen dann die ersten Klassenfahrten auf dem Programm – daher sollten Eltern mit dem Abenteuer Auswärtsschlafen nicht zu lange warten und spätestens im Vorschulalter damit beginnen. Auch eine Übernachtung bei der Oma oder Tante kann schon eine gute Übung und auch eine schöne Abwechslung für Eltern und Kind sein.

Marie hat die erste Nacht bei Freunden gut überstanden. „Sie hat wohl ein-, zweimal leichtes Heimweh bekommen, aber Max Eltern haben ihr dann ihre Lieblingsgeschichte vorgelesen und außerdem hatte sie natürlich ihren Hasi dabei“, lächelt Dagmar. Heute ist Marie in der Grundschule und hat die erste Klassenfahrt ohne besondere Vorfälle überstanden. „Ich bin froh, dass ich meine Tochter damals in ihrem Vorhaben unterstützt habe, obwohl es mir eigentlich etwas zu früh erschien“, resümiert Dagmar, die heute ihre freien Abende auch in vollen Zügen genießen kann.

 

Buchtipp: Jannis darf woanders schlafen

Jannis und Merle sind beste Freunde. "Und beste Freunde schlafen auch mal beieinander", das weiß Merle ganz genau ... Zuerst ist Jannis das neu, aber natürlich will er sich keine Blöße geben und unbedingt bei seiner Freundin übernachten. Gemeinsam mit seiner Mama packt er allen wichtigen Dinge in seinen Koffer.  >> weitere Infos

 

 

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