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So lernen Kinder richtig Radfahren

Ob Kinder begeisterte Radler oder Velomuffel werden, hängt vielfach damit zusammen, wie sie Rad fahren lernen. Wer unter einem despotischen Vater mit Druck zu schnellen Fortschritten getrieben wurde und dabei die eine oder andere Schürfwunde davon trug, der wird später sicher kein Genussradler.

Doch beherzigen Eltern die Tipps vom pressedienst-fahrrad, dann schont das die eigenen Nerven und die Kinder lernen zügig und sicher das Radfahren.
 

  1. Fahrstart: Rutscher oder Wutsch zur Geburt! Früh übt sich

    Radfahren lernen beginnt lange vor dem ersten Kinderrad: Eltern (oder Großeltern) sollten ihre Kindern frühzeitig an Mobilität gewöhnen. Ein Rutscher oder Wutsch sind ideale Starterfahrzeuge. Anschließend stehen Roller oder Laufrad auf dem Einkaufszettel. Erst dann sollte das erste Fahrrad kommen, mit dem sie wichtige Erfahrungen für das Fahrrad fahren sammeln.

  2. Kauft kein Rad zum „Reinwachsen“

    „Da wächst Du noch rein!“ Eltern kaufen die Fahrräder für ihre Kinder gern „auf Zuwachs“. Doch die „Riesenräder“ überfordern die Sprösslinge. „Das hat fatale Folgen“, warnt Prof. Dr. Volker Briese, Fachreferent für Verkehrspädagogik beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC): „Auf den schweren und unhandlichen Räder lernen die Kinder nur langsam das Radfahren. In kritischen Situationen haben sie ihr Rad nicht im Griff.“ Das muss nicht sein, längst gibt es gute Kinderräder, die für längere Zeit passen, quasi mitwachsen.

  3. Erspart euren Kindern Stützräder

    Von Stützrädern wird inzwischen abgeraten, weil sie nur trügerische Sicherheit bieten. „Sie sind gefährlich. Lieber etwas länger mit den ersten Fahrversuchen warten, als das Kind auf Stützrädern ins Rollen bringen.“, rät Briese. „Denn der schwerste Schritt fürs Kind ist das Einpendeln des Gleichgewichts. Da stehen die Erfahrungen mit Stützrädern den meisten Kindern im Wege,“ so Briese weiter. Das haben auch die Hersteller erkannt: „Stützräder gehören nicht mehr zur Serienausstattung der Spielfahrräder. Sie sind bei einigen Modellen nur auf Anfrage erhältlich“, berichtet Ralf Puslat von Puky.

  4. Satt, ausgeschlafen und bei guter Laune - so lernt man radeln

    Radfahren Lernen macht nur Spaß, wenn es unter den richtigen Rahmendingungen stattfindet. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind satt (aber nicht gemästet) und ausgeschlafen aufs Rad steigt. Am späten Freitagnachmittag nach einer anstrengenden Woche sind weder Eltern noch der Nachwuchs in Bestform. Samstags um 11.00 Uhr hingegen sind alle topfit und zur Höchstleistung (Eltern: Geduld, Kind: Radeln) fähig.

  5. Austoben im Schonraum

    Die ersten Übungsfahrten auf dem Fahrrad sollten immer unter Aufsicht der Eltern auf Plätzen ohne Verkehr stattfinden. Sorgen Sie für ausreichend Gelegenheit, die motorischen Fähigkeiten zur sicheren Beherrschung des Rades (Gleichgewichthalten, Lenken, Anhalten, Auf- und Absteigen) in sicherem Umfeld zu erlernen.

  6. Persönlichkeit des Kindes respektieren

    Darüber hinaus muss die Persönlichkeit des Kindes berücksichtigt werden. Ist ein Kind sehr spontan und leicht abzulenken, sollte man behutsam starten und länger im Schonraum (großer leerer Parkplatz) bleiben. Ausschlaggebend ist der individuelle motorische und sensomotorische Entwicklungsstand des Kindes.

  7. Stupsen statt Schieben

    Das Anfahren ist bei vielen Kindern das Schwierigste, da hier die stabilisierenden Kräfte noch nicht ausreichend wirken. Statt konstant zu schieben ist es besser, beim Anfahren durch kurzes anschubsen zu helfen und das Kind so zum Rollern und schließlich zum Pedalieren zu motivieren. Vergrößern Sie dann schrittweise die Roll-Phasen und reduzieren Sie den „Anpressdruck“ beim Anstupsen.

  8. Lass euer Kind fallen

    Wer versucht, sein Kind vor Stürzen, Schmerzen und Rückschlägen zu schützen, der handelt allzu verständlich. Doch Radfahren ist (wie das Leben auch) nicht schmerzfrei zu lernen. Es spricht sogar einiges dafür, die Kinder frühzeitig fallen zu lassen: Stürzen die kleinen Kinder, so sind die Fallhöhen und -geschwindigkeiten niedrig und damit ist das Verletzungsrisiko vergleichsweise gering. Ebenso sprechen psychologische Effekte für gelegentliche Stürze zum Beginn der Radfahrerkarriere. Das Kind muss das Fallen nämlich genauso lernen wie das Radfahren selbst.

  9. Von Beginn an: Haltung bewahren

    Damit man optimal das Gleichgewicht halten kann, sollte der Oberkörper, Kopf und Blick immer in Fahrtrichtung weisen! Eltern, die das Kind von hinten anschieben, lenken den Zögling ab: Das Kind neigt während der Fahrt zum Umdrehen. Besser ist rückwärts vor dem Rad vorzulaufen und sicherzustellen, dass der kleine Radfahrer immer nach vorne schaut. Dadurch ist eine optimale Sitzhaltung garantiert und das Kind kann das Gleichgewicht leichter halten.

  10. Ein Reifen für die Sicherheit

    Um in Gefahrensituationen richtig reagieren zu können, muss das Kind reflexartig in jeder Fahrsituation sicher und kontrolliert bremsen können. Das ist nicht schwer zu erlernen, wenn Eltern nicht immer mutwillige Vollbremsungen verböten. Lassen Sie Ihr Kind anfangs gewähren! Ein kaputt gebremster Reifen ist bestens investiert! „Übrigens halten moderne Reifen länger als man gemeinhin denkt,“ weiß Carsten Zahn, Produktmanager beim Hersteller Schwalbe (www.schwalbe.de).

  11. Jeder Gang macht schlank - jede Runde bringt Kunde!

    Sobald das Kind sicher auf dem Rad fahren kann, solltet ihr das Fahrradfahren bei möglichst vielen Gelegenheiten im Alltag einbauen. Wenn ihr Joggen geht, kann euer Spatz nebenher radeln. Der Spaziergang am Sonntag ist ein idealer Radausflug für den Nachwuchs. Warum nicht einmal zum Spielplatz oder einem Freund als Familie radeln?

  12. Eltern mit Vorbildfunktion

    Lilo Franzen, Leiterin der „Bonner Fahrradschule für Kinder“, beurteilt die Vorbildfunktion der Eltern während der Entwicklung des Kindes zum sicheren Radfahrer als sehr wichtig. „Es genügt nicht, beim Radeln mit den Kindern einen Helm aufzusetzen und die Verkehrsregeln zu beachten“, so Franzen. „Am wichtigsten ist es, dass Eltern einen lustvollen und sicheren Umgang mit dem Fahrrad in Straßenverkehr und Freizeit vorleben“, so Franzen. Das beginnt schon im Säuglingsalter: „Im Kinderanhänger erleben Säuglinge bereits vieles von dem, was später als Reiz des Radfahrens erlebt wird: Natur entdecken, die Elemente spüren, den eigenen Körper erleben, Grenzen erfahren und Land und Leute kennen lernen“, fasst Andreas Gehlen vom Kinderanhängerspezialisten Zwei plus zwei zusammen. „Und wenn sie dem Fahrradanhänger entwachsen sind, können sie auf Eltern-Kind-Tandems spielerisch, gefahrlos und mit viel Spaß, das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen.“


Weitere Infos zum Thema Rad findet ihr auf www.pd-f.de.

 

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