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Mama, was soll ich spielen?

Jedes Kind hat einmal einen schlechten Tag und weiß dann nichts mit sich anzufangen. Oft läuft es dann der Mutter hinterher und nervt mit der Frage, was es denn spielen soll. Das ist völlig normal, wenn das Kind sich sonst meistens auch alleine beschäftigen kann und mit eigenen Ideen zum Spielen findet. Wenn Kinder häufig nur untätig herumsitzen und nicht wissen, was sie spielen sollen, dann braucht sie die Unterstützung der Eltern. Auch ist es auffällig, wenn ein Kind mit unbeteiligter Miene immer wieder die gleichen Handgriffe wiederholt oder ein Spiel immer schnell beendet.

Es gibt viele Möglichkeiten, warum Kinder sich nicht richtig entfalten können. Im folgenden sind einige Ratschläge zusammengefasst. Scheut euch allerdings nicht, kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen. Fragt den Kinderarzt oder die Erzieher im Kindergarten um Rat oder sucht eine Erziehungsberatung auf.

 

Chaos contra Perfektionismus

Eine perfekt aufgeräumte Wohnung, saubere und wohlerzogene Kinder und alles 100 Prozent tipptopp in Ordnung. Trennt euch von diesen überzogenen Vorstellungen. Ihr setzt euch nur unnötig unter Druck, und eure Kinder auch. Kinder brauchen keine vor Sauberkeit funkelnde Wohnung. Im Gegenteil, Kinder müssen Unordnung machen dürfen. Sie brauchen Platz, um sich auszutoben und sie dürfen sich dabei auch einmal schmutzig machen. Auch wenn es ihnen schwerfällt, Kinder brauchen diese Freiräume. Räumen sie doch hinterher zusammen auf.

Außerdem sollte der Spielbereich der Kinder nicht ständig eingegrenzt werden. Wer sein Kind ständig fortschickt oder im Spieltrieb bremst, muss sich nicht wundern, wenn das Kind die Lust am Spielen verliert. Natürlich müssen die Eltern nicht erlauben, wenn im Wohnzimmer mit Fingerfarben geschmiert wird, aber man kann das Esszimmer als Alternative anbieten. Es ist wichtig, dem Kind das Gefühl zu geben, dass sein Spiel Interesse findet und akzeptiert wird.

 

Weniger ist mehr

Oft meinen es Eltern zu gut mit ihren Kindern und schenken ihnen ständig neues Spielzeug. Aber dieses Überangebot kann ein Kind nicht bewältigen. Es verliert rasch das Interesse und setzt sich nicht intensiv mit dem Spielzeug auseinander. Es giert sofort nach etwas Neuem. Manchmal lässt sich dieses Überangebot an Spielzeug nicht leicht eingrenzen, vor allem bei einer großen Familie. Dann ist es hilfreich, eine Kiste mit Spielzeug im Keller zu verwahren. Nach einiger Zeit wird dieses hervorgeholt und durch anderes ausgetauscht. Überhaupt ist es sinnvoll, Spielzeug in geschlossenen Kisten oder Schränken aufzubewahren. Es fällt nicht sofort uns Auge und das Kind muss sich vorher entscheiden, womit es spielen möchte.

 

Bauklötze und Playmobil

Kinder wünschen sich oftmals Spielzeug, mit dem sie gar nicht so viel anfangen können. Vieles ist einfach zu perfekt und lässt gar keinen Raum für die Fantasie der Kinder. Wichtig ist eine gute Mischung. Kinder sollen auch mit Bauklötzen frei bauen dürfen oder sich mit Blatt und Papier austoben dürfen. Gerade Kleinkinder können mit Spielzeug wenig anfangen und spielen viel lieber mit Töpfen und Küchengeräten. Eines der aufregendsten und vielseitigsten Spielgeräte ist der gute alte Karton und eine alte Decke.

Achtet auch darauf, dass die Spielsachen dem Alter und der Entwicklung Ihres Kindes entsprechen. Oft sind die Altersangaben der Hersteller von Spielsachen so gewählt, damit sich die Sachen besser verkaufen lassen. Die Altersangaben sind mit Vorsicht zu genießen. Kinder brauchen auch beim Spiel Herausforderungen, dürfen aber auch nicht überfordert werden. Die Anforderungen beim Spiel sollten sich daher langsam steigern.

 

Kinder brauchen Spielkameraden

Niemand spielt auf Dauer gerne alleine, vor allem Kinder nicht. Sie entwickeln ihre Kreativität erst richtig, wenn sie bei anderen damit auf ein Interesse stoßen. Diese Reaktion von außen regt zum Weitermachen an.

Kinder sind der beste Spielpartner für Kinder. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind mit anderen spielen kann. Inzwischen gibt es fast überall bei Volkshochschulen und kirchlichen Einrichtungen Krabbelgruppen und Kindertreffs.

Aber auch Eltern sind für Kinder ideale Spielpartner. Vieles wird doch erst richtig interessant, wenn ein Erwachsener mitspielt. Kinder brauchen diese Zeit mit ihren Eltern und auch den Erwachsenen hilft es, von den Kindern wieder spielen zu lernen. Aber Vorsicht, das Spielen mit den Kindern darf nicht übertrieben werden. Wenn Eltern sich ununterbrochen mit ihren Kindern beschäftigen, sie praktisch mit Spielideen zuschütten, dann werden sie bequem und beginnen sich leicht zu langweilen. Nur durch eigene Ideen können Kinder die Hingabe an ein selbst erfundenes Spiel lernen.

Genauso wenig ist dem Kind geholfen, wenn Eltern Spielen nur nach dem Nutzen beurteilen. Es geht beim Spielen nicht nur darum, die Leistungen eines Kindes durch Lerneffekte zu verbessern. Da bleibt der Spaß am Spielen zwangsläufig auf der Strecke. Genauso wenig ist es hilfreich für ein Kind, wenn überfürsorgliche Eltern dem Kind alle Schwierigkeiten abnehmen. Manchmal muss ein Kind etwas alleine herausfinden, sonst kann es sich gar nicht dafür begeistern.

Brauchen Sie noch einen Rat? Dann fragen Sie unsere Experten.

Adelheid Fangrath

 

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