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13.04.2019

„Gute Kommunikation für Gute Kitas“

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Von kleinen und großen Kinderängsten

Die unergründlichen, teils panikartigen Ängste bei Kindern sind bei jungen Eltern immer wieder ein aktuelles Thema. Das können ganz unterschiedliche Ängste sein, zum Beispiel die Angst vor der Dunkelheit. Wir haben eine paar wertvolle Tipps gesammt, wie ihr euren Kindern beim Einschlafen helfen könnt ...

 

Wenn es dunkel wird…

Die Ängste bei Kindern sind so irrational wie ihre Fantasien. Kaum wird es dunkel, hocken plötzlich Monster unter dem Bett, stecken Mumien im Schrank oder huschen Gespenster durch das Zimmer.  Da kann es selbst einem Erwachsenen gruseln.

In Gefahrensituationen ist Angst eine nützliche Eigenschaft, sie schärft die Sinne und kann so das Überleben sichern. Bodenlose Angst dagegen blockiert den Menschen. Hier ist es wichtig, sich dem Problem zu stellen. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene müssen sich tagtäglich mit ihren Ängsten auseinandersetzen. Wer es schafft, sie zu überwinden, wächst jedes Mal ein bisschen über sich hinaus.   

 

Kindliche Angstphasen

Praktisch ab dem zweiten Lebensjahr durchlaufen Kinder typische Angstphasen. Zwei- bis Dreijährige fürchten sich leicht vor großen Tieren, ab dem vierten Lebensjahr wächst die Angst vor Dunkelheit und Tod. Bei Schulkindern kommt durch den erweiterten Horizont die Angst vor Monstern, Einbrechern etc. dazu.

Meistens kommen diese Angstphasen quasi über Nacht und verunsichern vor allem die Eltern. Sie suchen nach Gründen und geben sich selber die Schuld. Tatsächlich treten diese Ängste in Zeiten eines entwicklungsbedingten Umbruchs auf. Das kann der Eintritt in den Kindergarten, der Schulbeginn oder die Pubertät sein. Die Veränderungen verunsichern die Kinder, nehmen ihnen ein Stück vertrautes Leben und konfrontieren sie mit Neuem. Je nach Charakter kann ein Kind leichter damit umgehen als ein anderes.

 

Es gibt doch Gespenster

Für Kinder sind die Ängste sehr real. Da nützt es wenig, ihnen zu erzählen, dass es keine Monster gibt. Zieht die Ängste bitte niemals ins Lächerliche. Unterschätzt nicht das Schutzbedürfnis eurer Kinder und lasst sie nicht mit ihren Ängsten allein. Die beste Unterstützung für die Kleinen sind zuverlässige Eltern, auf die sie sich jederzeit verlassen können.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ihr euren Kindern alle Hindernisse aus dem Weg räumen sollt. Die Vermeidung von Ängsten führt nur zur Verdrängung. Aber Kinder sollen Ängste erleben und sie in der sicheren Obhut ihrer Eltern überwinden. Diese Erfolgserlebnisse stärken Kinder.

 

Geben Sie Geborgenheit

Reagiert immer auf die Ängste eurer Kindes. Eine tolle Erste Hilfe Maßnahme ist der Körperkontakt. In den Armen der Eltern finden Kinder Trost und Sicherheit. Bei seltenen Gelegenheiten dürfen die Kinder ruhig auch ins Bett der Eltern, es darf aber keine Angewohnheit werden.

Damit sich Kinder auch in ihrem eigenen Bett sicher fühlen, hilft die gute alte Rubbelmassage. Streichelt für cirka 5-10 Minuten den Rücken des verängstigten Kindes und sprecht ihm beruhigende Worte. Wichtig: Nehmt euch die Zeit. Das Kind kann sich wieder entspannen, fühlt sich sicher und geborgen und wenn ihr geht, sind die Ängste längst nicht mehr ganz so schlimm. Notfalls wiederholt ihr diese Maßnahme, bis das Kind schläft.

 

Monsterjagd

Jeder hat sich nach einem gruseligen Film gefürchtet. Da hilft es wenig, sich daran zu erinnern, dass es keine Gespenster und Co. gibt. Hand aufs Herz, habt ihr nicht auch unter eurem Bett nachgesehen, ob sich dort böse Wesen tummeln? Danach fühlt man sich gleich viel wohler. Sucht gemeinsam mit eurem Kind die dunklen Ecken im Kinderzimmer ab. Machet einen Scheinkampf und vertreibt alle bösen Gestalten mit einem eingebildeten Schwert. Ernennt euch gemeinsam zu goldenen Rittern, vor denen sich alle üblen Gestalten fürchten.

Wenn die Ängste anhalten, solltet ihr darüber nachdenken, das Kinderzimmer zu verändern. Baut in die dunklen Ecken ein Regal oder näht einen Baldachin für das Bett. Das Kinderzimmer sollte ein Raum sein, in dem sich Kinder sicher und geborgen fühlen.

 

Erfindet eure eigenen Regeln

Da die bösen Monster nur in der Fantasie existieren, können sie auch mit fantasievollen Mitteln bekämpft werden. Hängt bunte Streifen aus Krepppapier oder so genannte Traumfänger auf, vor denen sich ja bekanntlich alle Monster fürchten. Im Bett verteilt ihr Stofftiere, da sich alle bösen Wesen vor diesen superweichen Kuscheltieren grausen.

Als Stellvertreter für die Eltern kann ein Lieblings-Kuscheltier ernannt werden. Es beschützt das Kind in seinem Bett und besitzt natürlich Superkräfte. Wer mag, kann auch einen magischen Glücksbringer oder einen Schutzengel verschenken. Und natürlich ist die Macht des Glaubens nicht zu unterschätzen. Ein Gebet zum Einschlafen kann Wunder wirken.

Kinder werden diese Idee mit ihrer unerschöpflichen Kreativität aufgreifen und immer neue Regeln erfinden. Das sollte allerdings nicht ausufern, denn damit wird die Furcht gleichzeitig größer gemacht. Ein bis zwei „Schutzzauber“ reichen aus.

 

Meidet Auslöser für Ängste

Plötzlich auftretende Ängste können auch mit dem Fernsehen zusammenhängen. Achtet auf die Altersangaben bei den Programmen. Auch wenn ein Film gar nicht brutal wirkt, können die schnellen Schnitte jüngere Kinder überfordern. Lest euren Kindern vor dem Schlafengehen lieber etwas vor, zum Beispiel ein Bilderbuch zum Thema Angst. Das ist auch eine gute Gelegenheit, über Ängste zu sprechen. Vieles wirkt weniger bedrohlich, wenn darüber gesprochen wurde. Erzählt eurem Kind doch einmal wovor Sie sich früher gefürchtet haben. Wahrscheinlich wird es sich vor Lachen kugeln.

 

Schaffen Sie eine heimelige Atmosphäre

Kinder lieben Rituale, denn mit ihnen können sie sich orientieren und sich in den verwirrenden Tages- bzw. Jahresabläufen zurechtfinden. Das Abendritual beginnt meistens schon mit dem Zähneputzen. Ob ihr euren Kindern vorlest, ein Lied singt oder betet, ist egal - behaltet aber den gleichen Rhythmus bei. Beendet den Abend immer mit eingespielten Ritualen. Kinder hängen an ihnen, denn sie vermitteln ihnen Sicherheit und entschärfen Angstsituationen.

Verabschiedet euch mit einem lustigen Gute-Nacht-Gruß. Die Kindertür sollte geöffnet bleiben, so dass etwas Licht hineinfallen kann. Manche Kinder finden es beruhigend, wenn sie die Eltern hören. Vielleicht waschen Sie noch in der Küche Geschirr ab.

 

Weitere Infos im Netz

 

 

kk/af

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

29.12.2012

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