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Theorien und Modelle zur Entstehung von Angststörungen (6)

In der Literatur werden die unterschiedlichsten Modelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Angststörungen diskutiert. Sie greifen z.T. auf die gerade beschriebenen Faktoren zurück. Drei der Modelle werden kurz dargestellt.

1. MODELL: Das bindungstheoretische Modell Bowlbys

Die Qualität der Bindung in der frühen Kindheit und ihre Bedeutung für die Entwicklung psychischer Störungen wurde in den Arbeiten von Spitz und Bowlby eingehend untersucht. Unter Bindungsverhalten versteht Bowlby alles Kindverhalten, das geeignet ist, die Nähe der Mutter herzustellen und ihr Pflegeverhalten zu stimulieren. Der Aufbau der Erwartung des Kindes, dass die Bindungsfigur in gefährlichen Situationen verfügbar ist, ist ein zentraler angstprotektiver Faktor. Denn hat das Kind diese Sicherheitsgrundlage erworben, wagt es in Anwesenheit der Bindungsfigur seine Umwelt zu explorieren. Wird die Verfügbarkeit der Bindungsfigur als unsicher erlebt, zeigt das Kind ängstliches und unsicheres Verhalten. Ob Vertrauen oder Misstrauen in die Verfügbarkeit der Bindungsfigur entsteht, baut sich in der frühen Kindheit in Abhängigkeit von den realen Erfahrungen bis zur Adoleszenz hin auf und bleibt dann nach Bolwby lebenslang in seiner Eigenart bestehen. Dennoch muss eine ungünstige Bindung nicht zwangsläufig zu einer pathogenen (krankmachenden) Entwicklung führen, da schützende Faktoren (z.B. soziale Unterstützung) einer negativen Entwicklung entgegen wirken können.

 

2. THEORIE: Zwei-Faktoren-Theorie Mowrers

Die Theorie Mowrers nimmt bezüglich der Entstehung von Phobien zwei Faktoren an. Es handelt sich dabei um die klassische und die operante Konditionierung:

Klassische Konditionierung bedeutet, dass aufgrund einer traumatischen Erfahrung (z.B. Hundebiß) ein an sich neutraler/ungefährliche Reiz (Hund) mit Angst verbunden wird. Das heißt, ein Kind, das einmal von einem Hund gebissen wurde, hat fortan schon Angst allein beim Anblick eines Hundes.

Operante Konditionierung bedeutet, dass die Vermeidung der Reize (das können Objekte, Situationen, Personen sein) durch den Abbau des unangenehmen Spannungszustandes belohnt wird. Ich gehe der Situation, die mir Angst macht aus dem Weg und habe dafür weniger Angst. Das wiederum bedeutet, dass das Kind fortan jeglichen Kontakt mit Hunden vermeidet, wodurch die Angst und Anspannung kurzfristig abnehmen. Auf lange Sicht bleibt aber gleichzeitig die Angst vor Hunden bestehen, weil das Kind keine anderen Erfahrungen machen kann.

 

3. THEORIE: Modelllernen nach Bandura

Modelllernen ist nichts anderes als Lernen durch Beobachtung. Bei den Modellen kann es sich um reale Personen, wie die Mutter oder den Lehrer, oder symbolische Personen, wie eine Filmfigur handeln. Diese Art von Lernen beruht auf der grundlegenden Tatsache, dass sich Menschen durch die Beobachtung des Verhaltens anderer Personen dieses Verhalten aneignen, bzw. eigene Verhaltensmuster in Richtung des Modellverhaltens ändern. Insbesondere bei Kindern wird für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Ängsten dem Modelllernen eine große Bedeutung beigemessen. Über Prozesse des Modelllernens lässt sich so der Zusammenhang zwischen elterlicher Angst und Angst bei den Kindern erklären.

 

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