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Vorlesespaß für Eltern und Kinder

Indianergeschichten oder mit Gefühl

Alle Kinder lieben Bilderbücher, vor allem wenn sie vorgelesen werden. Trotzdem sollte man besonders bei Lesemuffeln deren Interessen berücksichtigen. Ist Euer Kind sportlich, dann begeistern ihn Fußballgeschichten und weniger rührende Tiergeschichten. Lassen Euer Kind die Bücher auswählen, sucht aber auch Bücher aus, die Euch gefallen. Erzählt Eurem Kind einfach eine kleine Geschichte, warum Ihr Euch in dieses Buch verliebt haben. Euer Lesevergnügen wird sich auf das Kind übertragen und so erweitert Ihr nach und nach den Interessensbereich Eures Kindes.

Ihr müsst nicht jeden Abend etwas Neues vorlesen, Kinder lieben die Wiederholung einer geliebten Geschichte - und das viele Male.

 

Aber bitte mit Atmosphäre

Vorlesen sollte in einer entspannten Atmosphäre stattfinden. Das Kind sollte einen heimeligen Platz haben, sich ins Bett oder auf Euren Schoß kuscheln dürfen. Dimmt die Beleuchtung, allerdings müsst ihr noch gut sehen können. Auch ist es gut, wenn Euer Kind den Text mit den Augen "Mitlesen" kann. Es prägt sich schon die Schreibweise ein.

Achtet auf Eure Stimmung. Wer abgehetzt ist oder unter Zeitdruck steht, jagt automatisch durch die Geschichte. Macht öfter eine - zum Text passende - Pause und atmet tief durch, am besten gleich zusammen mit Eurem Kind. Ist auch das Kind nervös und hektisch, dann macht doch einfach zusammen einige Gymnastikübungen.

 

…damit ich dich besser fressen kann", brüllte der Wolf

Vorlesen ist längst nicht so einfach, wie viele denken. Ein bisschen Schauspieltalent gehört auch dazu. Hier einige Tipps:

  • Langsam lesen und die Wörter deutlich aussprechen. 

  • Die Lautstärke beim Vorlesen wechseln.

  • Leiert die Geschichte nicht monoton herunter, sondern passt Eure Stimme dem emotionalen Inhalt an. Spannende Inhalte werden eher leise gesprochen, bei fröhlichen und heiteren Texten wird die Stimme lauter...

  • Lebt Euch in die Figuren ein. Der Wolf hat eine andere Stimmlage als das Rotkäpchen. Wenn ihr ihn sprechen lasst, dann stellt Euch einen großen, gefährlichen, zotteligen Wolf vor und schon wird Eure Stimme tief und drohend. Spricht ein zartes, weiches, kuscheliges Häschen, dann hört sich die Stimme sanft und piepsig an. Hier ist es hilfreich, die Geschichte zu kennen und vorher schon einmal gelesen zu haben. Oder hört euch einfach mal ein nettes Hörbuch an und hört Euch von den Sprechern etwas ab ;-)

  • Schauspielern gehört dazu. Betont den Inhalt mit Mimik und Gestik, so wird jede Geschichte lebendig. Achtet aber auch auf die Reaktion des Kindes, seine Wahrnehmung unterscheidet sich vor der eines Erwachsenen. Übertreibt es also nicht.

  • Baut Pausen ein, um Spannung aufzubauen. Wenn etwas Spannendes passiert - meistens auf der nächsten Seite - zögert Ihr die Auflösung etwas heraus. So baut Ihr einen Spannungsbogen auf.

  • Wenn Ihr merkt dass Euer Kind etwas das Interesse verliert, könnt Ihr Fragen oder Vermutungen in den Text einbauen. "Wie geht die Geschichte wohl weiter?" "Würdest Du diese Mutprobe machen?" So werden die Kinder aktiv am Geschehen beteiligt. Vorsicht: Das künstliche Unterbrechen einer Geschichte gefällt nicht allen Kindern und sollte nur gelegentlich eingesetzt werden.

 

…wer nicht fragt bleibt dumm


Kinder sind von Natur aus neugierig, und das ist auch ganz wichtig. Rechnet also damit, immer wieder durch Fragen unterbrochen zu werden. Da ist schon Geduld gefragt, aber auf diese Weise kann Euer Kind Neues lernen und sich entwickeln.

Plant auch selber Unterbrechungen ein. Fragt Euer Kind, ob es das Gesagte oder einen Fachbegriff verstanden hat. Wenn sich auf diese Weise ein spannendes Gespräch entwickelt, prima.

 

Unendliche Geschichten

Manche Bilderbücher haben sehr viel Text. Nicht immer sind Kind oder Vorleser in der Stimmung, sich durch die langen Geschichten zu lesen. Vorlesen soll aber vor allem Spaß machen. Es ist nicht schlimm, die Geschichte nicht in einem Rutsch zu beenden. Stoppt an einer passenden Stelle und teilt die Geschichte, zum Beispiel in ein Dienstagabenteuer dem das Mittwochabenteuer folgt...

 

Leseanfänger und Lesemuffel

Bei Leseanfängern kann man auch Bücher für Erstleser vorlesen. Sie können dann schon einzelne Wörter oder kleine Sätze alleine vorlesen.
Ab der dritten, spätestens vierten Klasse könnt Ihr die Kinder nicht mehr mit Bilderbüchern begeistern. Jetzt sollten sie Bücher selber lesen. Wenn Euer Kind aber ungern liest, dann bietet Ihm an, jeden Abend einige Seiten aus einem spannenden Roman vorzulesen, zum Beispiel Harry Potter. Wenn die Geschichte das Kind so in den Bann zieht, wird es letztendlich selber zum Buch greifen.

 

Es endet nicht mit dem Ende

Wenn die Geschichte beendet ist, solltet Ihr Euch etwas Zeit nehmen. Vielleicht hat das Kind noch Fragen. Auch solltet Ihr die Beweggründe der Figuren erklären. War die Geschichte plausibel für das Kind? Die meisten Kinderbücher haben einen pädagogischen Hintergrund, auf den Ihr eventuell eingehen solltet.

Verzichtet darauf, die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt unpassend auf die Geschichte anzusprechen und wohlmöglich nach Einzelheiten zu fragen. Wenn Ihr das das Gedächtnis Eures Kindes trainieren wollen, spielt lieber Memory.

(af/ker)

 

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