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Leseförderung im Kleinkindalter

Dass Leseförderung im Kleinkindalter beginnen und besonders in den ersten Schuljahren verstärkte Beachtung finden sollte, hätte eigentlich schon länger klar sein müssen. Spätestens seit den Ergebnissen der PISA-Studie sollte man sich gezielt darüber Gedanken machen.

Um es ein wenig zu verdeutlich, so sahen einige Ergebnisse bezüglich der Lesekompetenz aus: Fast 10 % der befragten Schüler mangelt es an jeglichem Textverständnis, weitere 13 % schaffen es nur, elementarste Textinhalte zu begreifen, sind aber mit einer Bewertung des Gelesenen gänzlich überfordert.

42 % der Jugendlichen beantworten die Frage, ob sie zum Vergnügen lesen, mit Nein. In der Gesamtbevölkerung hat die tägliche Buchlektüre um mehr als 50 Prozent abgenommen; die Zahl derjenigen, die "nie" lesen, stieg seit 1992 um 40 Prozent.

Viele Kinder geben an, dass ihnen, als sie klein waren, nie ein Märchen vorgelesen wurde. In manchen Familien wird kaum einmal ein Buch aufgeschlagen.

Es klingt zwar etwas abgedroschen, aber: mit gutem Beispiel vorangehen ist eine der Grundvoraussetzungen, um bei Kindern das Interesse am Buch zu wecken.

Wenn Eltern selbst viele Bücher besitzen (und sie auch benutzen!), werden auch die Kinder eher dazu greifen.

 

Tipps zur Leseförderung: 

1. Frühzeitig anfangen!

Das Interesse am Buch sollte bei allen Kindern schon möglichst früh geweckt werden. Schon für die Kleinsten gibt es Bücher: Sie sollten robust sein, in einem handlichen Format und gegebenenfalls abwaschbar. Große Abbildungen mit vertrauten Gegenständen wecken schnell die Neugier der Kinder.

 

2. Vorlesen, vorlesen, vorlesen!

Kinder haben meist großes Interesse an festen Ritualen, baut das Vorlesen deshalb in den Alltag ein und schafft so eine positive Beziehung zu Büchern und Texten.

Nicht jeder hat dazu ausreichend Zeit und es ist nicht jeder ein begabter Geschichtenerzähler. Greift ruhig ab und an zu Hörspielkassetten, wenn ihr selber gerade keine Zeit oder Lust zum Vorlesen haben. Trotzdem ist das natürlich kein gleichwertiger Ersatz. Beim Vorlesen sollte immer auch eine Kommunikation zwischen dem Kind und Ihnen stattfinden. Deshalb ist Gemeinsamkeit besonders wichtig.

Die meisten Kinder stellen von sich aus Fragen zum gerade Gehörten, falls nicht, solltet ihr das Kind anregen, über das Buch zu sprechen. Lasst euer Kind seine Gedanken dazu in Ruhe formulieren und zeigt, dass ihr dem Kind zuhört es ernst nehmt.

Erfindet zusammen einen anderen Ausgang der Geschichte. Wenn ihr eine Geschichte schon öfter vorgelesen haben, baut doch einmal einen kleinen Fehler ein und seht, was passiert... Denkt euch Spiele oder Beschäftigungen aus, die den Buchinhalt ergänzen oder vertiefen.

 

3. Buchinhalte vertiefen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Buchinhalt zu vertiefen. Durch Malen, Basteln oder der musikalischen Umsetzung eines Textes kann das Kind das Geschriebene aktiv erleben.

Kinder wollen an einem Buch teilnehmen und nachspielen, was die Hauptperson darin erlebt hat. Dazu eignen sich Theaterspiele oder Pantomime.

Sprachspiele erweitern den Wortschatz des Kindes und fördern die Ausdrucksfähigkeit. Für kleine Kinder eignen sich Fingerspiele besonders gut. Hierbei wird Sprache mit Bewegung verbunden.

 

4. Bibliotheksbesuche

Besucht gemeinsam Büchereien oder Veranstaltungen, die sich mit Büchern oder dem Lesen beschäftigen.

Man kann einen Nachmittag auch gut unter ein bestimmtes Thema stellen, das man vorher mit dem Kind abspricht, z.B. Märchen, Bücher über das Lieblingstier des Kindes, bestimmte Autoren oder Buchreihen ( Pumuckl, Pippi Langstrumpf etc.)

Viele Büchereien bieten Veranstaltungen für Kinder an, wie Vorlesestunden, Bastelnachmittage u.ä. Ein Büchereiausweis oder ein Abonnement für eine Zeitschrift sind sinnvolle Geschenke!

 

5. Die Interessen des Kindes berücksichtigen

Wichtig ist nicht in erster Linie, was gelesen wird, sondern, dass das Kind überhaupt liest. Nur wer das ganze Angebot kennt, kann später zwischen Gut und Schlecht unterscheiden.

Geht deshalb auf die Interessen Ihres Kindes ein.

Einen 6jährigen Fußballfan werden nicht unbedingt Märchen interessieren und wenn euer Tochter gerade in einer Pferde-Phase steckt, lasst sie ruhig die ganze Palette an Pferdebüchern durchlesen. Oft wählen Kinder Bücher mit bestimmten Themen aus, die für sie momentan von Interesse sind. Dadurch können aktuelle Probleme aufgearbeitet werden.

Manche Kinder lesen lieber Comics, als Bücher mit zu viel Text und es gibt auf diesem Gebiet ein durchaus hochwertiges Angebot.

Besonders für Leseanfänger, die sich oft von Büchern mit viel Text überfordert fühlen, bieten einige Kinderbuch-Verlage Comics für Erstleser an.

Da die Bilder zeigen, was geschieht, kann sich das Kind in die Geschichte vertiefen, ohne von zu viel Schrift abgeschreckt zu werden.

 

6. Welche Bücher für welches Alter?

Wählen Sie die Bücher altersgemäß aus und überfordern sie das Kind dabei nicht. Ein Buch, das im Stande ist, ein Kind zu "erschlagen", wird kaum einen Lesemuffel überzeugen. 

 

7. Kombination mehrerer Medien

Bücher, Filme und Fernsehen:

Zu vielen Fernsehserien gibt es entsprechende Bücher.

Wenn euer Kind eine Lieblingssendung im Fernsehen hat, bietet ihm doch einfach auch das Buch dazu an.

Nicht wenige Kinder sind seit dem Harry Potter - Film zu Leseratten geworden! 

Gaby Silbermann 

Foto: Rolf van Melis /pixelio.de

Tipp:

Kennt ihr schon die umfangreiche und sorgfältig ausgewählte Bücherecke von hoppsala.de? Dann schaut dort mal rein, da ist für jeden Geschmack ein lesenswerter Buchtipp dabei!

 

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