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Schulfähigkeit - Vom Spielkind zum Lernkind

Keine Frage, das Ende der relativ unbeschwerten Zeit im Kindergarten ist eine wichtige und bedeutende Phase. Die meisten Kinder freuen sich auf den aufregenden Wechsel in ihrem Leben und sehen den Schulbeginn wesentlich gelassener entgegen als die Erwachsenen. Aber woran erkennen wir Eltern, wann ein Kind den Anforderungen der Schule gewachsen ist und somit die sogenannte Schulfähigkeit (früher Schulreife) erreicht hat? Eins vorweg - der Zahnwechsel ist kein Zeichen für die Schulfähigkeit ihres Kindes. Genauso wenig sollten Sie die gesetzlichen Bestimmungen als alleinigen Maßstab sehen:

  • Alle Kinder, die vor dem 1. Juli sechs Jahre alt werden, erhalten automatisch den Einschulungsbescheid.

  • Zurückstellung

    Es ist möglich, sein Kind zurückstellen zu lassen, wenn es zum Zeitpunkt des Schulbeginns körperlich und psychisch den Schulbesuch nicht gewachsen ist, zum Beispiel durch eine längere Erkrankung. Zurückgestellte Kinder bleiben im Kindergarten oder besuchen die Vorschule.

  • Vorzeitige Einschulung

    Alle Kinder, die bis zum 31. Dezember eines Jahres sechs Jahre alt werden, können vorzeitig eingeschult werden. Hierfür muss ein Antrag gestellt werden. Das kann je nach Bundesland variieren und manche Kindern können sogar noch früher in die Schule.

Grundsätzlich sollten Eltern, Lehrer und Kinder gemeinsam die Entscheidung treffen. Obligatorisch ist für jedes Kind die schulärztliche Untersuchung beim Gesundheitsamt. Und dann gibt es noch den Einschulungstest durch eine Lehrkraft oder den Schulleiter, den Sie allerdings nicht mit einer Aufnahmeprüfung verwechseln sollten. Dieser Termin ist nur eines von vielen Hilfsmitteln, um die Entwicklung eines Kindes zu erkennen.

 

"Reif" für die Schule?

Tatsächlich werden in einer Klasse 20 bis 30 höchst unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten zusammentreffen. Trotzdem zeigen Erfahrungswerte, dass ein erfolgreicher Schulbesuch von dem Zusammenspiel verschiedenen Faktoren abhängt. Ausschlaggebend für die Schulfähigkeit ist die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung ihres Kindes.

Das ein stets kränkelndes Kind die Mehrbelastung durch den Schulbesuch nur schwer verkraften kann, sollte allen Eltern klar sein. Sprechen Sie in diesem Fall unbedingt mit ihrem Kinderarzt. Darüber hinaus gehört zur körperlichen Entwicklung der feinmotorische Umgang mit Schere und Stift. Wer krakelige Striche zeichnet, wird nicht plötzlich exakte Buchstaben malen. Außerdem muss das Kind seine Bewegungsenergie beherrschen können. Auch wenn in der Grundschule viel Platz zum Spielen eingeräumt wird, muss sich der Erstklässler über einen längeren Zeitpunkt konzentrieren können.

Die geistige Schulfähigkeit umfasst die intellektuelle Entwicklung sowie das sprachliche Denk- und Ausdrucksvermögen Ihres Kindes. Kann es die Lehrerin und die anderen Kinder verstehen und wird es selber verstanden. Weitere Punkte:

  • Farben und Formen erkennen, z. B. nach Farben sortieren
  • Unterschiede feststellen, z. B. größer - kleiner
  • Merkfähigkeit und Gedächtnis, z. B. keine Aufträge behalten
  • Interesse für Buchstaben und Zahlen
  • Erfassen von Situationen, z. B. wer sich nicht meldet, darf nicht die Frage beantworten

Auch emotional wird einem Schulkind vieles abverlangt. Ihr Kind muss die alten Bindungen lockern und sollte mit Neugier, Interesse und Anstrengungsbereitschaft an Neues, Unbekanntes herangehen. Ist es selbstständig genug, um fremdgestellte Aufgaben anzunehmen? Oft gilt es bei vielen Übungen auch die eigene Unlust zu überwinden und mit großen Anstrengungen etwas zu beenden.

Das Sozialverhalten der Kinder ist zum Großteil schon durch den Kindergarten geprägt. Regeln werden anerkannt und auch eingehalten. Sicher hat Ihr Kind keine Probleme, sich von den Eltern zu lösen. Es sollte sich aber auch durchsetzen können und Kritik ertragen lernen.

 

Professionelle Hilfe

Die genannten Aspekte können Ihnen nur eine grobe Übersicht über die Anforderungen geben, die an ein Schulkind gestellt werden. Schrecken Sie nicht gleich zurück, wenn Ihr Kind nicht jedes Kriterium erfüllt. Natürlich erwartet niemand, das die Kinder wie perfekte Maschinen funktionieren müssen. Generell sind Sie schon auf den richtigen Weg, wenn Ihr Kind mit Begeisterung den Schulranzen aussucht und seinen neuen Schreibtisch herrichtet.

Wenn Sie zweifeln, ob Ihr Kind den Anforderungen gewachsen ist oder wenn Sie es entwicklungsmäßig weiter einschätzen und auf Antrag vorzeitig einschulen möchten, sollten Sie unbedingt mit Ihrer Kindergärtnerin, den Lehrern und anderen Eltern sprechen. Auch ein Besuch bei der Psychologischen Beratungsstelle ihrer Stadt kann Ihnen weiterhelfen. Bei der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Marl - diese Einrichtung steht allen Bürgern der Stadt kostenfrei zur Verfügung - können Eltern ihre Kinder zu einer Einschulungsuntersuchung anmelden. Dieser Test dauert zwei Tage, jeweils eineinhalb Stunden, und umfasst alle Entwicklungsbereiche, die für einen erfolgreichen Schulbesuch relevant sind.

 

Tipps zum Schulanfang

Was auch immer passiert, bleiben Sie auf jeden Fall ruhig und gelassen. Ihre Ängste werden sich sonst auf Ihr Kind übertragen. Aus Erfahrung und Gesprächen mit anderen Müttern weiß ich, wieviele Ängste sich gerade bei den Müttern anstauen. Natürlich ist der Schulbeginn ein wichtiger Schritt Ihres Kindes. Aber Kinder sehen diesem Einschnitt viel gelassener entgegen. Ich habe mich immer wieder gewundert, wie sehr mein Sohn sich auf die Schule freute. Es war für ihn die natürlichste Sache auf der Welt, nach dem Kindergarten nun wie seine Cousins die Schule zu besuchen.

Deshalb, Vorsicht mit unbedachten Äußerungen. Mir lag es auch oft auf der Zunge, meinem Sohn zu erzählen, was er alles nicht mehr in der Schule darf. Es ist jedoch sinnvoller, Fragen des Kindes sachlich zu beantworten. Oder in einem Rollenspiel die Schulsituation nach zu spielen, wobei Ihr Kind die Rolle des Lehrers übernimmt. Schlagen Sie ruhig einmal über die Stränge und sehen Sie, wie Ihr Kind auf den "frechen Schüler" reagiert.

Zum Abschluss noch ein Satz über die Lehrerin oder den Lehrer. Ihr Bild von einem tollen Lehrer entspricht nicht unbedingt den Vorstellungen Ihres Kindes. Vielleicht schätzt Ihr Kind gerade deshalb den Lehrer, weil er ganz anders als Sie denkt und reagiert. Nicht Sie müssen den Lehrer mögen sondern Ihr Kind. Und damit haben Sie auch etwas gelernt: Sich wieder ein Stückchen von Ihrem Kind zu lösen und es seinen eigenen Weg gehen zu lassen.

Adelheid Fangrath

 

 

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