Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Ernährung »» Säuglingsernährung

Suchen

Home

Journal

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Ernährungsformen

Ernährungstipps

Lebensmittelkunde

Säuglingsernährung

Kinderernährung

Leckere Rezepte

Rezepte für Allergiker

 

Weihnachten

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aus der Bücherecke

Seitensprünge aus dem Alltag

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Fläschchennahrung - eine Alternative

Wenn Sie nicht Stillen können oder wollen ist das kein Problem. Die Industrie macht es ihnen einfach, ihr Kind auch ohne die Muttermilch optimal zu ernähren. Fast jeder Supermarkt bietet eine große Auswahl an Säuglingsnahrung an. Auf den ersten Blick wirkt selbst hergestellte Babynahrung gesünder, aber versuchen Sie nicht die Fläschchenmilch selbst zu kochen! Fertigmilchnahrung wird nach strengen EG Richtlinien hergestellt, das bedeutet in Fertignahrung ist wirklich alles enthalten was Ihr Baby benötigt. Die Herstellung einer so vollwertigen absolut hygienischen Nahrung ist im privaten  Haushalt nicht möglich. Es besteht das Risiko einer Nährstoff- Unterversorgung und es können Infektionen aufgrund mangelnder Hygiene entstehen.

Das Angebot der Säuglingskost ist umfangreich. PRE, Dauermilch und Folgemilch! Zwischen den Wirren der Babykost, die optimale Nahrung für das richtige Alter zu finden, ist nicht einfach.
Hier ein kleiner Führer durch die Regale.

 

Pre-Nahrung - Die Nahrung ab dem ersten Tag

Die Pre- Nahrung ist der Muttermilch sehr ähnlich. Da die Muttermilch im Gegensatz zur Kuhmilch einen niedrigeren Eiweißgehalt besitzt, ist bei der Pre- Nahrung der Eiweißgehalt reduziert. Auch die Struktur des Eiweißes ist verändert. Pre- Milch enthält genau wie die Muttermilch mehr Molkeeiweiß und weniger Caseine.

Milcheiweiß (Laktose) ist das einzige beigefügte Kohlenhydrat. Daher ist die Pre- Nahrung von der Konsistenz her sehr dünnflüssig und nach Bedarf zu füttern. Pre- Nahrung kann im ganzen ersten Lebensjahr auch als Beifutter gegeben werden. Aufgrund des geringen Kohlenhydratanteils und der Dünnflüssigkeit droht keine Überfütterung.

Anfangsnahrung wird heute auch zusätzlich mit "LCP" angeboten. Das sind spezielle langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die ein Neugeborenes für die Gehirnreifung und die Entwicklung des Sehvermögens braucht, aber noch nicht selbst bilden kann.

 

Nahrung 1 (Dauermilch) - mit mehr Kohlenhydraten

Die Milch mit der Ziffer 1 ist der Muttermilch nur teilweise angeglichen. Sie enthält als Kohlenhydrat zusätzlich Stärke und manchmal Zucker. Die Nahrung 1 ist daher dickflüssiger, sie bleibt länger im Magen und ist sättigender. Durch die vermehrte Zugabe von Kohlenhydraten wird die Nahrung energiereicher und kann nicht mehr uneingeschränkt verfüttert werden. Um eine Überfütterung zu vermeiden sollten Sie sich bei dieser Nahrung auf jeden Fall an die angegebene Trinkmenge halten. Achten Sie beim Kauf der Nahrung 1 auf die Zutatenliste. Neben Milchzucker (Laktose) und Stärke sollten keine weiteren Kohlehydrate wie Maltodextrine oder Zucker zugesetzt sein.
Das Verfüttern der Nahrung 1 ist frühestens ab dem vierten Monat zu empfehlen. Vorher sind die Verdauungsorgane Ihres Kindes noch zu unreif.

 

Folgemilch (Typ 2)

Folgemilch ist meist dickflüssiger und eiweißreicher als die Nahrung 1. Sie ist auf die Bedürfnisse des älteren Kindes abgestimmt. Durch den höheren Protein und Mineralstoffgehaltes ist die Folgemilch eine stärkere Belastung für die Nieren des Kindes. Daher sollte die Folgemilch erst ab dem 5. Monat verfüttert werden. 

 

H.A. - eine spezielle Säuglingsmilch

Falls Sie oder Ihr Partner an einer Allergie leiden, ist das Risiko für Ihr Kind größer ebenfalls an einer Allergie zu erkranken. Sie beugen einer Allergie am besten vor, indem Sie Ihr Kind sechs Monate voll stillen. Da die Muttermilch nur menschliches Eiweiß enthält kann der Kontakt mit allergenen Fremdeiweiß durch langes Stillen vorerst vermieden werden. Später wenn der Stoffwechsel und die inneren Organe des Babys reifer sind ist das Zuführen von Fremdeiweiß nicht mehr so problematisch. 

Ist Ihnen das Stillen nicht möglich, können Sie Ihr Kind mit einer Hypoallergene Säuglingsnahrung ernähren. Diese Spezialnahrung ist ganz normal im Handel erhältlich. Sie enthält zwar ebenfalls Fremdeiweiß, doch dieses wird bei der H.A. Nahrung aufgespaltet und verliert dadurch seine allergieauslösende Wirkung fast vollständig. Die Babykost ist besser verträglich.
Die H.A. Milch ist nicht für Kinder mit einer Stoffwechselkrankheit geeignet. Diese Kinder benötigen eine besondere Nahrung, ganz auf Ihre Behandlung abgestimmt. Wenn Ihnen in Bezug auf die Ernährung ihres Kindes etwas Ungewöhnliches auffällt, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

 

Vitamin D- sollte zugefüttert werden

Beachten Sie: Vitamin D ist in den Säuglingsnahrungen meist nicht in ausreichendem Maße enthalten. Bei Mangel an Vitamin D kann Rachitis entstehen. Rachis bedeutet Wirbelsäule. Folgen einer Rachitis können eine Verkrümmung der Wirbelsäule, Hühnerbrust oder
O- Beine sein. Geben Sie Ihrem Kind deshalb von der zweiten Woche bis zum Ende des ersten Lebensjahres zusätzlich vorbeugende Vitamin D Tabletten.

 

Alternativen- bedingt empfehlenswert

 

Kuhmilch

Nicht empfehlenswert ist Kuhvollmilch als Alternative zu industrieller Säuglingsflaschennahrung während des ganzen 1. Lebensjahres. Der hohe Gehalt an Protein und Mineralstoffen führt zu einer erhöhten Belastung der Nieren. Nährstoffzusätze der industriellen Säuglingsmilch, z. B. Eisen, Jod, Vitamine fehlen. Bei Gabe von Kuhvollmilch anstatt industrieller Säuglingsmilchnahrung besteht bei Säuglingen ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel. Pasteurisierte oder ultrahocherhitzte Kuhvollmilch sollte erst gegen Ende des 1. Lebensjahres mit Beginn der Teilnahme an den Familienmahlzeiten als Tassengetränk im Rahmen einer Brot-Milchmahlzeit eingeführt werden. Teilentrahmte Milch und Magermilch sind für die Säuglingsernährung zu fettarm. Rohmilch (Ab-Hof-Milch, Vorzugsmilch) darf aufgrund hygienischer Risiken für Säuglinge und Kleinkinder nicht verwendet werden.

 

Sojamilch

Sojanahrungen wird nur noch selten zur Prävention und Therapie einer Kuhmilcheiweißallergie verwendet, da ein Drittel der Patienten eine kombinierte Kuhmilch-Sojaprotein-Allergie entwickeln. Wichtig ist das Sie für Ihr Kind nur Sojafertigprodukte speziell für Säuglinge verwenden. Aufgrund der geringen biologischen Wertigkeit der Pflanzenproteine und des Mangels an Nährstoffen wie Calcium, Jod, Eisen und Vitaminen (z. B. B12, D, B2) kann es bei selbst hergestellten Nahrungen aus Sojamilch zu Wachstumsstörungen und teilweise irreparablen Mangelerscheinungen (Eisenmangelanämie, Rachitis, neurologische B12-Mangelsymptome) kommen.

 

Sonstige Alternativen

Von manchen alternativen Autoren werden rein pflanzliche Mischungen als Milchersatz für Säuglinge empfohlen, z. B. Mandelmilch, Reismilch oder andere Getreidemilch. Milchartige Pflanzenprodukte sind im Nährstoffgehalt völlig unzureichend.

Völlig ungeeignet sind unbehandelte Kuh-, Ziegen-, und Stutenmilch sowie Kondensmilch.

Stephanie Wolf

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Säuglingsernährung

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben

Yoga & Spirit

Auf unserer Partnerseite so-ham.de findest du viele Inspirationen rund um Yoga und Achtsamkeit. Gönn dir eine Auszeit auf




Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz