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Jeder hat das Recht "Nein" zu sagen!

Wie schütze ich mein Kind vor sexuellen Übergriffen/Missbrauch? Das ist eine Frage, die sich viele Eltern stellen.

Für die psychosexuelle Entwicklung eines Kindes unheimlich wichtig, dass Sexualität nicht tabuisiert oder als etwas Negatives/Unnatürliches vermittelt wird. Sie ist ein (lebens-) wichtiger und natürlicher Teil des menschlichen Daseins und sichert die Existenz ihrer Art. Etwas salopper gesagt: Ohne Sex keine Nachkommen!

Sie gehört zum Leben wie das tägliche Essen und Trinken und es ist gerade in der kindlichen Entwicklung sehr wichtig, zu vermitteln, dass daran nichts Schlechtes und Schmutziges ist.

Mindestens genauso wichtig ist es, dem Kind ein gesundes Selbstbewusstsein sich selbst gegenüber, seinem Körper und der Umwelt um ihn herum zu vermitteln: Während der kindlichen Entwicklung und vor allem in der Pubertät durchlebt der junge Mensch eine Vielzahl emotionaler und körperlicher Veränderungen, die ihn stark fordern und auch verunsichern. Hier braucht der junge Mensch Rückhalt und die Möglichkeit sich an eine Vertrauensperson zu wenden, die ihm bei allen Fragen und Problemen hilfreich zur Seite steht.

Es ist lebenswichtig, dem Kind eine gesunde und selbstbewusste Einstellung sich und seinem Körper gegenüber zu vermitteln. Nur selbstbewusste Kinder können auch "Nein" sagen!

Es sind gerade unsichere und ängstliche Kinder, die Gefahr laufen Opfer eines sexuellen Übergriffes zu werden. Damit meine ich nicht unbedingt unmittelbar den Übergriff durch einen fremden Triebtäter - sexueller Missbrauch findet leider allzu oft im engsten Verwandten- und Bekanntenkreis statt.

Egal ob es nun darum geht, dass das Kind beim gemeinsamen "Doktorspielen" mit Freunden bestimmte Dinge nicht mitmachen will oder ob es keine Lust hat sich von der Tante Hilde aus München einen Begrüßungskuss aufdrücken zu lassen - schon bei relativ harmlosen Dingen geht es darum, das Kind ernst zu nehmen, wenn es den Kontakt nicht wünscht und zu akzeptieren wenn es "Nein" sagt. Hier muss das Kind gestärkt werden: Es muss ihm immer wieder klar vermittelt werden, dass es das Recht hat "Nein" zu sagen, wenn es etwas nicht will und dass es über seinen Körper selbst bestimmen kann.

Dieses Selbstbewusstsein kommt nicht von alleine: Gerade gegenüber Erwachsenen haben Kinder einen natürlichen Respekt und oft auch Angst-gerade bei ihnen fremden Personen.

Das nutzen potentielle Täter natürlich aus und versuchen das Kind mit Drohungen ("Wenn Du das erzählst passiert was!") oder einem schlechten Gewissen ("Die Mama wird bestimmt traurig, wenn Du ihr das erzählst - das willst Du doch nicht, oder?") einzuschüchtern. Dem kann man vorbeugen: Machen sie ihrem Kind deutlich, dass es nicht jeder Person gegenüber gehorsam sein muss - es darf "Nein" sagen, wenn etwas geschieht, das es nicht will, auch den eigenen Eltern/Verwandten/Freunden gegenüber.

Niemand darf über seinen Körper bestimmen außer man selbst. Das Kind muss im Laufe seiner Entwicklung vermittelt bekommen zu fühlen, was ihm gut tut und was es nicht will -und es braucht den Mut das auszudrücken. Das Kind braucht die Gewissheit: "Ich bin es wert, dass man mich akzeptiert und meine Meinung/Wünsche annimmt. Ich bin es wert, dass man nicht über mich und meinen Willen hinweggeht". Diese Gewissheit vermittelt man ihm, indem man ihm von Anfang an zugesteht und deutlich macht, dass es eine eigene kleine Persönlichkeit ist, die ihre eigene Meinung/Wünsche hat und diese von seinen Mitmenschen respektiert werden.

Wichtig ist ebenso, dass den Menschen um das Kind herum dieses deutlich wird: Zeigen Sie der Tante Hilde aus München, dass das Kind selbst bestimmen darf, ob es einen Begrüßungskuss haben will oder nicht und dass der Erwachsene das zu respektieren hat. Helfen und unterstützen Sie ihr Kind dabei, stehen sie zu ihm - schon dieses Gefühl der Sicherheit ("Die Mama/ der Papa hält zu mir & verteidigt mich") gibt einem Kind eine ganze Menge und macht es selbstbewusst.

Angefangen mit solchen kleinen Dingen gibt man einem Kind die besten Werkzeuge mit für sein Leben, um sich gegen ungewünschte Übergriffe zu schützen.

Sonja Schmitt

 

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