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Schöne Rituale für Kinder in der Advents- und Weihnachtszeit

Kinder lieben Rituale! Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit ist es für  toll, wenn besonders schöne Gewohnheiten jedes Jahr wiederholt werden und ein Strahlen auf die Gesichter der Kinder zaubern.

Das Wort "Advent" stammt übrigens von dem lateinischen Wort "adventus" ab, was soviel wie "Ankunft" bedeutet. Damit meinen die Christen die Ankunft und Geburt von Jesus Christus am 25. Dezember.

Diese Adventszeit gibt es schon sehr lange. Bereits die Römer nutzen die Wochen vor Weihnachten dafür, sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Das ist bis heute so geblieben. Nach und nach kamen noch ein paar Rituale hinzu.

 

Der Adventskalender

Was wäre die Weihnachtzeit ohne Adventskalender? Vom ersten bis zum 24. Dezember öffnet sich jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich eine nette Überraschung verbirgt. Diese schöne Tradition entstand im 19. Jahrhundert.
Die Angaben darüber, wer nun den Adventskalender erfunden haben soll, sind nicht ganz eindeutig. Die ersten Formen des Adventskalenders sollen aus dem protestantischen Umfeld kommen. So wurde in religiösen Familien im Dezember wohl Tag für Tag ein Bild an die Wand gehängt – 24 an der Zahl. Eine evangelische Buchhandlung aus Hamburg soll 1902 den ersten gedruckten Adventskalender in Form einer Weihnachtsuhr für Kinder veröffentlicht haben.

Anderen Angaben zufolge haben wir die Entstehung des Adventskalenders einem kleinen Jungen namens Gerhard Lang aus München zu verdanken. Der plagte seine Mutter wie viele Kinder ständig mit der Frage, wann denn nun endlich Weihnachten sei. Um nicht jeden Tag aufs Neue eine Antwort zu geben, hatte die Mutter eine gute Idee. Sie legte Plätzchen in kleine Schachteln, klebte diese auf einen Karton und schrieb auf jedes Schächtelchen eine Zahl. Jeden Tag durfte der kleine Gerhard dann ein Schächtelchen öffnen, das Plätzchen verspeisen und zudem wusste er dann noch, wie viele Tage er noch ausharren musste. Denn erst wenn das letzte Plätzchen verspeist war, stand der Weihnachtsabend an. Als Teilhaber der lithographischen Kunstanstalt Reichhold & Lang griff Gerhard Lang diese Idee später wieder auf, verzichtete bei der Umsetzung aber auf die Gebäckstücke. Stattdessen verwendete er bunte Zeichnungen, die ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt werden konnten. Um 1920 erschienen wohl die ersten Adventskalender mit Türchen zum Öffnen – so wie wir sie heute auch kennen. Wer nun als ultimativer Erfinder des Adventskalenders bezeichnet werden darf, ist unklar. Auf jeden Fall war das eine gute Idee, denn ohne Adventskalender würde uns heute sicherlich etwas fehlen  ...

Mittlerweile gibt es den Kalender in allen nur denkbaren Varianten. Wer Lust hat, einen Kalender selbst zu basteln, der findet hier tolle Anregungen >>


 

Adventskranz

Der erste Adventskranz befand sich im so genannten Rauhen Haus in Hamburg. Der evangelische Pfarrer Johann Hinrich Wichern (1808 – 1881) arrangierte in dieser Unterkunft für bedürftige und heimatlose Kinder und Jugendliche einen unter der Decke angebrachten Kranz, auf dem 24 Kerzen befestigt waren. Nachdem anfangs nur die Wände mit Tannenzweigen geschmückt wurden, fand später auch eine Verschönerung des Kranzes selbst statt. Seinen Weg nach Berlin fand der Adventskranz um 1860. Auch dort führte Wichern sein Konstrukt in einem Waisenhaus ein. Später ersetzte man hier den Kranz durch einen kleinen Baum, an dem die 24 Kerzen befestigt waren. Die Gepflogenheit des Adventbäumchens vermochte sich jedoch auf Dauer nicht durchzusetzen.

Der Adventskranz dagegen erfreute sich in den überwiegend protestantischen Gemeinden Norddeutschlands wachsender Beliebtheit. In vielen Gemeindezentren, Kinderheimen und Schulen wurde die Zeit des Wartens durch einen mit Kerzen geschmückten Kranz symbolisiert. Auch in den privaten Haushalten fand sich bald die kleinere Ausgabe des Adventskranzes: Ein mit vier Kerzen geschmückter und durch Tannengrün verzierter Kranz, dessen Lichter jeweils an den Sonntagen entzündet wurden.

Obwohl der Adventskranz im Norden bereits um 1920 in beinahe jedem Haushalt zu finden war, wurde dieser Brauch im katholischen Süden des Landes erst nach dem Zweiten Weltkrieg wirklich populär. Inzwischen ist der Kerzenkranz aus der Adventszeit genauso wenig wegzudenken, wie die Eier zum Osterfest.

Das schönste ist, jeden Sonntagnachmittag ein weiteres Licht anzuzünden und bei Weihnachtsgebäck und heißem Tee im Kreise der Familie einer schönen Weihnachtsgeschichte zu lauschen. Falls ihr noch ein tolles Weihnachtsbuch sucht, hier werden ihr sicher fündig >>

 

Weihnachtsbäckerei

Besonders in der Adventszeit ist das Backen es in vielen Familien Tradition.
Ursprünglich hatte das Adventsgebäck die Aufgabe, das Weihnachtsfest im christlichen Sinne außergewöhnlich zu gestalten. Insbesondere in Zeiten, in denen die unzureichenden Lebensverhältnisse in starkem Kontrast zum weihnachtlichen Festmahl standen, sollte die religiöse Relevanz des Festes durch gutes Essen verdeutlicht werden. Dazu gehörte auch das Backen weihnachtlicher Plätzchen unter der Verwendung von Nüssen und Mandeln sowie spezieller Gewürze wie Ingwer oder Zimt.

Durch dieses Brauchtum entsteht eine heimelige Wohlfühlatmosphäre – eben genau das, was ursprünglich durch diese Gaumenfreuden während der Adventszeit erzielt werden sollte. Wer hierzu noch einige leckere Tipps benötigt, sollte einen Blick in unsere Weihnachtsbäckerei werfen.
 

Nikolaus

Der heilige St. Nikolaus lebte ca. 280- 350 n. Chr.
Eine Vielzahl von Legenden ranken um sein Leben. Bekannt ist er vor allem auch als Bischof von Myra (heute Demre in der Türkei). Um 310 soll er bei einen Christenverfolgung gefangen genommen und gefoltert worden sein, aber Nikolaus überlebte und nahm im Jahr 325 an einer Versammlung der katholischen Kirche beim Konzil von Nizza teil. Nikolaus ist der Patron von Russland und Lothringen, der Kinder und alten Menschen, der Pilger und Reisenden.

In den Legenden wird erzählt, wie er armen Familien half oder unschuldig Verurteilte vor ihrem Schicksal rettete.

Ab dem 8. Jahrhundert wurde Nikolaus ein Volksheiliger, der durch seine Menschenfreundlichkeit sehr beliebt war. Im 10. Jahrhundert kam diese Verehrung auch nach Deutschland. In den Klosterschulen wurde es ein Brauch, dass am Nikolaustag ein Schüler den „Bischof“ spielen durfte und alle anderen ihm zuhörten. Zu dieser Zeit begann man auch damit, die Kinder am Nikolaustag zu beschenken. Dieser Brauch ist bis heute bei Kindern sehr beliebt. Jedes Jahr am Vorabend werden die Stiefel geputzt und vor die Tür gestellt. Oft gibt es auch noch ein Stückchen Zucker für den vierbeinigen Gefährten des Mannes mit des Bischofsmütze. Musikalische Familien schmettern auch noch gerne das bekannte Nikolauslied.

 

Krippe / Krippenspiel

In vielen Kirchengemeinde oder religiösen Einrichtungen wird um die Weihnachtszeit ein Krippenspiel eingeübt und am Heiligen Abend in der Kirche aufgeführt.

Überlieferungen nach gehen sowohl das Krippenspiel und das Christkindlwiegen der Dominikanerinnen wie die Weihnachtskrippe auf das Jahr 1223 zurück. Damals stellte angeblich Franz von Assisi im Wald von Greccio mit lebenden Tieren und Menschen das Weihnachtsgeschehen im Ausblick auf das Dreikönigsfest dar und seitdem förderten die Franziskaner diese Darstellungsform, die sich auch nach der Reformation hielt.
Heute gibt es verschiede Krippenspiele, die zwar alle mit der Weihnachtsgeschichte zu tun haben, oft aber auch frei interpretiert werden.
Kindern jedenfalls machen das Einüben und auch die Vorführung viel Freude und es gibt ihnen ein ganz besonderes Weihnachtsgefühl.
Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gab es Krippenspiele, die dann aber in Vergessenheit gerieten. Franz von Assisi war es, der am 24. Dezember 1223 in der Nähe von Rom eine Weihnachtsmesse las, dort wurde nach langer Zeit erstmals wieder ein Stall mit Holzfiguren aufgebaut. Die Krippenkunst ist ein Kennzeichen vor allem des katholischen Weihnachtsfestes und wird durch künstlerisch oft wunderschöne Figuren geschmückt. Besonders oft werden Krippen in Bayern, Tirol und Italien benutzt.

In vielen Familien ist es auch Brauch, in der Weihnachtszeit eine Krippe aufzustellen.


 

Der Weihnachtsbaum

Im Mittelalter wurden viele Theaterstücke aufgeführt, unter anderem eines über den Apfelklau von Adam und Eva. Da diese Stücke immer um die Weihnachtszeit gezeigt wurden, gab es zu jener Zeit keine blühenden Bäume. Da hat man die Tannenbäume mit Äpfeln und anderem Schmuck bestückt, was die Menschen sehr beeindruckte. Irgendwann wurden die Theateraufführungen in die eigenen vier Wände verlegt und so kam es, dass der Tannebaum die Wohnzimmer eroberte. Außerdem stand die Tanne auch für die Unsterblichkeit, da sie immer grün blieb.
Vor etwa 400 Jahren kam man dann auf die Idee, eine Tanne als Weihnachtsbaum zu schmücken. Sie wurde mit roten Äpfeln, Papierrosen, Nüssen und Lebkuchen prächtig hergerichtet. Kerzen kamen erst später dazu, als es statt des teuren Bienenwachses auch Stearin gab. Etwa um 1816 trat der traditionelle  Weihnachtsbaum seinen Siegeszug um die ganze Welt an.

 

Der Weihnachtsmann

Im 19.Jahrhundert gab der Maler Moritz Schwindt dem Weihnachtsmann erstmals eine Gestalt. Angelehnt war die Figur an die Figur des Winters im Reigen der vier Jahreszeiten. Dargestellt wurde der Winter stets als alter Mann mit langem Bart. Seitdem ist auch der Weihnachtsmann als alter Mann mit langem Bart und Mantel unterwegs. Es war Thomas Nast, der als kleiner Junge mit seinen Eltern aus der Pfalz nach Amerika auswanderte, der Ihn wiederum veränderte. Als junger Mann wurde er Parlamentszeichner und malte nebenbei Weihnachtsmänner in vielen Variationen. Mit der Zeit wurde das seine Hauptbeschäftigung und seine Figur so populär, dass sie bis heute das Bild des Santa Claus in Amerika prägt. 

Anfang des 20.Jahrhunderts hatte der Weihnachtsmann noch blaue, braune, rote oder goldfarbene Mäntel an. Anfang der dreißiger Jahre wurde auch der Dresscode für den Weihnachtsmann festgelegt. Im Zuge einer Weihnachtswerbung der Firma Coca Cola erhielt der Weihnachtsmann seine Kleidung in den Firmenfarben Rot und Weiß. Mantel und Kapuze wurden Rot mit weißem Pelzbesatz. Ging die Figur des Weihnachtsmannes mit den Aussiedlern nach Amerika, so kam nun die Kleidung des Weihnachtsmannes von Amerika nach Europa zurück.   

Heute ist der Weihnachtsmann als alter Mann mit langem Bart, roter Kapuze und rotem Mantel mit weißem Pelzbesatz eines der bekanntesten Symbole der Weihnachtszeit geworden.

In vielen Familien kommt aber auch das Christkind und bringt die Geschenke. Dieser Glaube ist für viele Kinder etwas ganz besonderes und macht das Weihnachtsfest einfach zauberhaft und zugleich geheimnisvoll.


Eure Rituale

Neben diesen vielen Weihnachtsritualen haben die meisten Familien noch ihre eigenen kleinen Bräuche, die oft auch von Generation zu Generation weitergegeben werden. Vielleicht habt ihr noch ein lieb gewonnenes Ritual für die Weihnachtszeit, das wir an dieser Stelle vorstellen können? Schreibt uns eure Lieblingsgewohnheit an redakion@hoppsala.de – Wir freuen uns auf Post!
 

 

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