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Wer bin ich und was shoppe ich?

Wer bin ich und was shoppe ich? Das sind zwei Fragen, die ich mir zu jeder Jahreszeit wieder stelle, im Sommer, im Spätsommer, im Frühherbst, im Herbst, im Spätherbst…

Ich, Frau, Mitte 30, im besten „Sex and the City“ Alter - wäre ich unbeobachtet, so hätte ich bestimmt schon eine Privatboutique. Sechs wachsame Augen von zwei wilden Fußballkerlen und einem langjähriger Ehemann in spe verhindern, dass ein neuer Kleiderschrank ins Haus kommt…

Wie Carry Bradshow schreibe ich gelegentlich so dies und das und bin damit beruflich mäßig erfolgreich. Aber kann ich mich dennoch mit Carrie vergleichen? Allein wegen der äußeren Umstände gehe ich wohl nicht mehr als der Sex and the City-Star durch: ich habe nur 30 Paar Schuhe, bin kein wirklicher Single, lebe mit lauten Fußballkerlen unter einem Dach in einer Provinzmetropole und zu allem Überfluss übertrumpfe ich die zierliche Lady um ganze 2,5 Kleidergrößen! 

Aber ich verzweifle nicht, denn glücklicherweise gibt es ja neuerdings die „Desperate housewives“, bei denen ich mich nahtlos einreihen könnte. Und die sind auch cool, oder? Irgendwie zumindest, denn hier tobt das wahre Leben: Kindergeschrei, Ehestreit, Mord – ja, hier passe ich rein. Eine Rolle in dieser Serie wäre mir also auf den Leib geschrieben! Zwar bin ich nicht „Nur-Hausfrau“, aber wenn ich dennoch gelegentlich einmal die anfallenden Arbeiten einer solchen erledigen soll, bin ich im wahrsten Sinne des Wortes absolutly desperate! Wie gut, dass mir der langjährige Ehemann in spe in so mancher Hinsicht zur Seite steht. Seit Tim Mälzer auf der Bildfläche erschienen ist, gibt es bei uns kein „schmeckt nicht“ mehr.

Ich bin also die hippe und chice Karrieristin a la Bradshow, eine desperate housewife, eine Menükritikerin (schließlich braucht der auf den Pfaden von Tim Mälzer wandelnde Chefkoch ein fachfrauliches Feedback auf seine Kreationen), eine Chauffeurin (die wilden Fußballkerle trainieren viel und oft und auch sonst engagieren sie gerne das „Taxiunternehmen Mama“ für ihre vielfältigen Freizeitaktivitäten), und zudem natürlich eine richtige Super-Nanny. Seit Neustem absolviere ich die Trainingseinheiten einer Leistungssportlerin, denn mittlerweile muss ich für die Kleidergröße 38 einige Kilometer in der Woche zurücklegen…

Kommen wir zurück zu der Notwendigkeit, die sich zwangsläufig aus der oben beschriebenen Situation ergibt. Eigentlich wäre das nicht weiter erwähnenswert, denn es ist ein Muss und ich shoppe gelegentlich ganz gerne, aber der Mann an meiner Seite sieht das leider etwas anders. Ich frage mich, ob er nicht doch eine Brille braucht. Er sieht einfach nicht ein, warum ich einige Male im Jahr mit diversen Tütchen bepackt nach Hause kommen muss. Obwohl ich neue Klamotten mehr als nötig habe, versucht Mann mir mit giftigen Blicken ein schlechtes Gewissen einflößen.

Klar, für umgerechnet 400 Dollar ist objektiv betrachtet eine beachtliche Menge dabei, wenn wir aber ins Detail gehen, so muss eingesehen werden, das Frau diese Kleidungsstücke dringend zur Bewältigung ihrer vielfältigen Berufe und Berufungen braucht: eine neue Schlaghose, diverse roséfarbenen Oberteile, das eine oder andere Blüschen, ein Stoffhöschen, ein neuer Anzug, ein langer Rock, ein Sportdress und natürlich Schuhe – alles selbstverständlich passend zur jeweiligen Jahreszeit! Aufgeteilt auf die Anlässe bleiben maximal zwei Teilchen pro Beruf(ung) übrig!

Der langjährige Ehemann in spe und ich sitzen nach einer endlos langen Modenschau inmitten eines riesigen Berges von Klamotten und streiten darüber, welche von den ershoppten Habseligkeiten ich behalten darf. Zwischendurch stürmen die wilden Kerle rein, greifen zielsicher zur runden Tüte, zischen ein „cool“ in den Raum und stürmen mit dem „neuen Runden“ auf zu weiteren Toren. Mein Mann hingegen greift beinahe blind zum kleinen Schwarzen und weiteren netten Negliges, die auf dem Haufen „gekauft“ landen. Hier spielt der Preis keine Rolle!  Mit dem Ball und den Teilchen ist das genehmigte Budget fast ausgeschöpft, nur ein, zwei weitere Teilchen finden ebenfalls einen festen Platz in dem viel zu kleinen Kleiderschrank. Einen unverbindlichen Besuch bei Möbelmax lehnt er kategorisch ab.

Der Rest, so Leid es mir tut, geht am nächsten Tag zurück und H&M & Co müssen weitere Wochen auf das große Geschäft warten.

Insgeheim nervt mich das vierteljährliche Stelldichein, schließlich muss ich meinen diversen Berufen und Berufungen gerecht werden und ganz ehrlich: jeder braucht gelegentlich was Neues, oder? Das stärkt schließlich auch das Selbstbewusstsein.

Ich weiß nicht, wie Mann das sieht, aber wenigstens einmal im Jahr möchte Frau passend zum Anlass und der Jahreszeit angemessen - die an die Garderobe zwangsläufig unterschiedliche Anforderungen stellt - mit einem adäquatem neuen Outfit aufwarten und wer das nicht versteht, tut mir leid. Ehrlich, ich suche mir bald einen Job, in dem ich auch mal Geld verdiene und kaufe erstmal einen neuen Kleiderschrank! Guten Tag.

 

Kerstin Reinke

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

12.04.2007

Wer bist du, was schreibst du?! (von Lina)

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