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Sonntagskaffee...

... oder Sebastian und der blaue Faden

Sonntag ... meine Schwiegereltern hatten sich zum Kaffeetrinken angesagt.

Sebastian war kürzlich vier Jahre alt geworden und freute sich schon auf den Besuch von Oma Henni und Opa Heinz. Pünktlich um drei Uhr waren die beiden da und nach dem allgemeinen Smalltalk nahmen alle am gedeckten Kaffeetisch platz. Als eine kleine Gesprächspause entstand, fühlte mein Sohn sich dazu berufen ein neues Thema beizusteuern.

Er verkündetet: "Ich habe einen Pipimann und die Mama hat einen blauen Faden!" Ich erinnerte mich dunkel, dass Basti mich vor gut zwei Wochen sah als ich unter der Dusche hervorkam. Ohne das Thema Damenhygiene weiter vertiefen zu wollen, wies mein Sohn mich darauf hin das ich da wo sein Pipimann ist einen blauen Faden habe. Da ich das Warum und Wieso nicht mit einem vierjährigen erörtern wollte, nickte ich nur und versicherte ihm, daß dies schon in Ordnung sei.

Mein Mann grinste derweil in seine Kaffeetasse und ich bemerkte das mir sehr warm wurde. Oma Henni hüstelte ein wenig und Opa Heinz fragte leicht irritiert: "Was meint der Junge denn?" Es sei noch gesagt das meine Schwiegereltern schon weit über siebzig Jahre alt sind. Da ihm niemand antwortete sah Bastian seine Chance noch einmal nachzulegen: "Opa, da wo mein Pipimann ist, da hat die Mama einen blauen Faden. Hat die Oma das auch?"

Opa Heinz schaute ziemlich hilflos zu seiner Frau. Er wußte wirklich nicht worum es geht. Oma Henni versuchte sich in einen Hustenanfall zu retten. Und ich sah eine Möglichkeit zur Flucht, indem ich mir die Kaffeekanne schnappte. "Ich geh' mal Kaffee nachfüllen", sagte ich und verschwand in der Küche. Von dort aus konnte ich meine Lieben sowohl sehen als auch hören. Da der Opa schwieg und die Oma immer noch hustete wendete Basti sich nun an seinen Vater: "Papa, du hast doch auch einen Pipimann und keinen blauen Faden, oder?"

"Nöööö, ich hab' keinen blauen Faden, brauch' ich auch nicht", sagte mein Mann. Ich grinste aus der Küche schadenfroh zu meinem Gatten herüber. Logisch, daß sich Sebastian nicht mit so einer pädagogisch besonders wertvollen Antwort abspeisen ließ. "Und warum brauchst du so was nicht, Papa?", wollte Basti wissen. Mein Mann schickte mir verzweifelte SOS-Blicke in die Küche. Und Oma Henni hustete nun so wild, daß schlimmeres zu befürchten war wenn ich nicht endlich einschreite und dieses heitere Gespräch beende. Ich bewaffnete mich also mit der Kaffeekanne und einer Milchschnitte für Basti.

"So ihr Lieben ...", flötete ich "hier kommt frischer Kaffee. Und für dich Basti habe ich eine Milchschnitte, magst du?" Klar mochte er: "Ja, danke Mama. Gib' mir die, ich kann das schon alleine aufmachen." "Sicher kannst du das", sagte ich und reichte meinem Sohn die Milchschnitte. Der war so mit dem öffnen beschäftigt, daß die Frage an seinen Papa scheinbar vergessen war. Allgemeine Erleichterung machte sich am Kaffeetisch breit und ich fand' mich mit meinem "Milchschnitten-Manöver" extrem raffiniert.

Der Hustenanfall von Oma Henni ebbte auch langsam ab. Opa Heinz tätschelte seiner Frau fürsorglich den Rücken und fragte: "Ähm, Henriette was meint ...", weiter kam er nicht denn Henni schickte ihm einen ihrer berühmt berüchtigten "schweig'-sofort-Blicke". In diesem Moment bekam Basti endlich diesen Aufreißfaden an seiner Milchschnitte zu fassen und zog den oberen Teil der Verpackung ab.

Mit triumphierendem Gesicht schwenkte er den abgerissenen Teil der Verpackung und verkündete lauthals: "Seht' mal alle her! An meiner Milchschnitte ist auch ein blauer Faden! Jetzt weiß ich es, der ist zum aufmachen!" Nun brachen Oma Henni, mein Mann und ich in lautes Gelächter aus. Nur unserer Bastian und Opa Heinz schauten sich etwas ratlos an.

Text: Doris Richter
Foto: matrose, photocase.de

 

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