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Mutation zum Mamagei

Es gab einmal eine Zeit, da konnte ich am Wochenende ausschlafen, in Ruhe ein Buch lesen, spontan abends mit Freunden zum Thailänder gehen und die Nächte durchmachen. Die Nächte mache ich auch jetzt noch manchmal durch, allerdings aus anderen Gründen. Ich bin nämlich inzwischen ein Mamagei. Ein Wesen also, das rund um die Uhr die gleichen Sätze von sich gibt.

Es beginnt bereits so etwa um drei Uhr morgens: „Ich bin mir sicher, unter eurem Bett liegt kein Monster“, diesen Satz habe ich nicht nur tausendmal wiederholt, ich habe ihn auch mit allen Mitteln zu beweisen versucht. Vergeblich. Also, dann rein in Mamas Bett, denn das einzige Monster, das einen da erwartet, ist eine ziemlich schlecht gelaunte, unausgeschlafene 1,70 große braunhaarige Frau. Anscheinend das kleinere Übel.

Weiter geht es morgens, so gegen sechs mit dem Wort „Aufstehen“, das mir so oft und in allen Ton-Varianten über die Lippen kommt, dass diese schon fast fransig werden. Und wenn die Kinder dann endlich aus dem Bett sind – meinem wohlgemerkt – dann geht es mit einem fröhlichen „Zieht euch bitte an während ich dusche“ weiter. Nach der Dusche bin ich schon nicht mehr ganz so fröhlich, denn im Gegensatz zu mir ist bei meinen Töchtern von Bekleidung egal welcher Art noch nicht viel zu sehen. Halt nein, so stimmt es nicht: Der Schlafanzug ist ja noch dran an den Kindern.

Bis dann alle beide aus- bzw. angezogen sind und mit geputzten Zähnen beim Frühstück erscheinen, vergehen mindestens 71 Minuten und sämtliche Tonleitern eines elterlichen Ausdrucks von „Könntet ihr jetzt bitte so nett sein und euch anziehen“ bis zu einem „Verdammt, wenn ihr nicht gleich in die Puschen kommt, krieg ich die Krise“.

Vom Unterschied der Jahreszeiten und den entsprechenden Anziehsachen ganz zu schweigen. Denn nur Eltern wissen, was es bedeutet, früh morgens endlich endlich ein Kind in Unterhose, Unterhemd, Strumpfhose, Jeans, T-Shirt, Sweatshirt, Schneeanzug, Schal, Handschuhen und Mütze zu haben, das einem dann fröhlich erklärt, es müsse mal. Nicht, dass man vorher nicht mehrmals gefragt hätte.

Ob es den Erzieherinnen im Kindergarten genau so geht oder ob sie einfach nur die Glücklichen sind, die die wache und damit durchaus aufnahmefreundlichere Zeit meiner Kinder erleben dürfen, das weiß ich nicht, aber kaum komme ich sie abholen, beginnt der Marathon der Wiederholungssätze von neuem. „Zieh bitte die Hausschuhe aus und die Stiefel an. Nein, das mache nicht ich, das machst Du selbst.“ ist einer meiner Klassiker. Zu diesen gehört übrigens auch „Wenn ich nein sage, meine ich nein“. Und so geht es weiter, den ganzen Nachmittag. „Räum bitte Dein Glas wieder weg“, „Die Milch gehört in den Kühlschrank“, „Mach den Kühlschrank auch wieder zu“, „Wir rülpsen nicht“, mal ganz abgesehen von dem dauernden Verbot der unflätigen Worte, durch die ich mich aufgrund ihrer Häufigkeit bisweilen in einer Bahnhofskneipe wähne.

Was sich abends kurz vor dem Zubettgehen abspielt, also genau dann, wenn es eigentlich ja noch soooo viel zu tun und zu sagen gibt, das brauche ich, glaube ich, nicht weiter auszuführen. Same procedure as every year, ähh, evening …

Doch Gott sei Dank gibt es auch Situationen, in denen ich merke, dass meine Erziehung trotzdem fruchtet. Wenn die Mädels beim großelterlichen Abendessen höflich um die Butter bitten, anderen Kindern erklären, dass man bei uns seine Jacke an die Garderobe hängt oder aber dem Papa klar machen, dass er nicht mehr Bagage sagen darf, weil da „Arsch“ drin ist, dann weiß ich, dass eine der vielen tausend Wiederholungen hängen geblieben ist. Na immerhin. Eine pro genügt ja. 

 

Simone Blaß

 

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Nutzer-Kommentare zu diesem Beitrag

13.02.2008

DANKE! (von Monika)

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