Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Journal »» Kolumne

Suchen

Home

Journal

Kurz gemeldet

Aktionen & Aktuelles

Servicethemen

Kolumne

Ein Plausch mit ...

Familie & Beruf

Familienleben

Junge Erwachsene

Reportage

Beziehungsweise ...

Life & Balance

Generation 60+

Für die Frau

Autorenspecials

Services

Reise

 

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Kontakt/Impressum

 

Aus der Bücherecke

Das Ravensburger Grundschullexikon von A - Z

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Fröhliche Ostern

Ostern: Das bedeutet für uns Feiertage mit üppigem Essen, Ostereier suchen, Frühling. In unserem verplanten Alltag scheint kein Platz mehr für die christliche Botschaft. Ist Ostern überhaupt noch zeitgemäß?

Das heutige Ostern entsprang ursprünglich einer alten germanischen Tradition. Nach dem langen entbehrungsreichen Winter, in dem die Grundnahrungsmittel knapp wurden, feierte man am 21. Lenzing (März) das Fest der Tag- und Nachtgleiche. Endlich waren die Tage wieder länger als die Nächte, die Sonnenstrahlen gewannen neue Kraft und die Natur begann wieder neues Leben hervorzubringen. Die Kirche war machtlos gegen diese tief verwurzelten heidnischen Vorstellungen. Ihr blieb nichts anderes übrig, als dem Fest einen anderen Sinn unterzuschieben. Und obwohl Jahrhunderte vergangen sind, haben sich viele der alten heidnischen Bräuche wie zum Beispiel das Osterfeuer bis heute erhalten.

Tatsächlich ist es auffällig, dass wir Ostern mit einer Vielzahl von Ritualen feiern, die mit der eigentlichen Passionsgeschichte überhaupt nicht zusammenhängen. Es ist schwer nachzuvollziehen, was Osterhase und Ostereier mit dem Tod und der Auferstehung Jesu gemeinsam haben. Bildet der christliche Rahmen nur noch den Hintergrund für das Osterfest, dass sich längst verselbstständigt hat?

Wenn wir die Sprache der Bibel vernachlässigen, merken wir schnell, dass die Geschichte von Jesus erstaunlich zeitgemäß ist: Da hat jemand rhetorisches Geschick, wird zum Anführer einer großen Clique, aber so richtig hört ihm keiner zu. Trotz aller Lippenbekenntnisse verrät ihn einer seiner Freunde bei der Polizei. In der Zeit seiner größten Not ist er alleine und sogar sein Vater lässt ihn scheinbar im Stich. Die Verurteilung ist eine Farce, Jesus nur eine politische Schachfigur. Und seine Freunde verherrlichen den Toten als Märtyrer.

Doch dann geschieht das Unerhörte. Jesus steht auf von den Toten, gerettet durch seinen Vater, und verkündet die Vergebung der Sünden. Feiern wir also Tod und Auferstehung mit einem fröhlichen Osterfest? Aber der Tod hinterlässt bei den Lebenden eine tiefe Leere. Etwas ist endgültig vorbei, ein Leben ist abgeschlossen. Seine Jünger erkennen den von den Toten auferstanden Jesus zunächst nicht, und dann fürchten sie sich sogar (Lukas 24/37). Nichts ist mehr wie früher, und Jesus gehört nicht mehr in diese Welt und muss sie letztendlich verlassen.

Auferstehung, das ist etwas ganz anderes als der ewige Kreislauf der Natur, der mit dem germanischen Frühlingsfest gefeiert wurde. Das Leben wird nicht einfach nur verlängert. Wir verlassen unseren Körper und werden etwas Neues. Wir werden ein Sinnbild dessen, wie Gott uns in seiner - hoffentlich - unendlichen Güte mit all unseren guten und schlechten Taten sieht.

Nun beantwortet sich die anfangs gestellte Frage fast von allein. Wohl kein anderes christliches Fest ist so zeitgemäß wie Ostern. Es erinnert uns jedes Jahr wieder an unsere Vergänglichkeit und mahnt uns, die Zeit, die uns in dieser Welt bleibt, nicht sinnlos zu vergeuden. Feiern wir also fröhliche Ostertage mit Feuer, Hase und bunten Eiern. Leben wir ohne Angst im hier und jetzt, denn woran wir auch immer glauben, Ostern erzählt von der Hoffnung, dass wir nach unserem Tod nicht einfach nur wie Staub vergehen.

Adelheid Fangrath

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Kolumne

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben

Yoga & Spirit

Auf unserer Partnerseite so-ham.de findest du viele Inspirationen rund um Yoga und Achtsamkeit. Gönn dir eine Auszeit auf




Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz