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Sebastian und die Macht der Worte

Zu meinem großen Leidwesen ließ sich mein Sohn Sebastian mit dem Sprechen sehr viel Zeit. Die Tochter meiner Freundin Melanie sagte schon kleine Gedichte auf und sang Kinderlieder, als Basti sich immer noch beharrlich ausschwieg. Dabei ist die kleine Julia nur acht Tage älter als mein Sohn! Da mein Krümmel jedoch schon immer seinen eigenen Kopf gehabt hat, ließ er sich natürlich nicht drängen.

Als er dann endlich damit begann zu reden, hielt er sich nicht lange mit irgendwelchem Babygeplapper auf, sondern legte gleich richtig los. Schon bald genoß er auch sichtlich die "Macht seiner Worte" ... sowie bei einem Supermarktbesuch im Sommer. Draußen war es sehr heiß und wir standen in einer ziemlich langen Schlange an der Kasse an. Im vorderen Bereich des Supermarkts war von der Klimaanlage nichts zu spüren und alle schwitzten vor sich hin. Bastian saß im Einkaufswagen und sortierte unsere Einkäufe hin und her. Als er davon genug hatte begann er sich umzuschauen. Wer meinem Sohn nicht kennt, der würde annehmen der süße Kleine schaut nur so in der Gegend herum. Doch ich wußte es besser, an der Art wie er die Leute taxierte war mir klar, daß mein Herr Sohn auf der Suche nach einem Opfer war.

Der Mann vor uns weckte schließlich Basti's Interesse. Er trug Jeans und ein hellblaues T-Shirt, die Hitze machte ihm ganz offensichtlich zu schaffen, denn sein Shirt war im Nackenbereich schon durchgeschwitzt und hatte sich dunkel verfärbt. Mit glockenheller Stimme und natürlich sehr laut stellte mein Sohn fest: "Guck mal Mama, der Mann schwitzt." "Ja Sebastian", sagte ich gedämpft. Der arme Kerl vor uns hatte das auch gehört und als Reaktion darauf zeigten sich auf seinem Rücken noch mehr dunkle Flecken. "Boah Mama, guck mal der Mann schwitzt noch mehr", stellte Basti fest. Mir wurde auch langsam warm und ich begnügte mich mit einem kurzen Kopfnicken in Richtung meines Sohnes.

Einige Leute in unserer Nähe grinsten und schauten zu Basti herüber. Überflüssig zu sagen das Basti dies als Bestätigung für seine Kommentare wertete. Ich wußte ganz genau, daß mein Krümmel nicht locker lassen würde. Sebastian holte zum "finalen- verbal-Schlag" aus: "Puh Mama, das stinkt hier aber so!" Das war's, der Mann vor uns scherte aus der Schlange aus und verschwand in den Tiefen des Supermarkts. "Warum geht der Mann weg Mama?", wollte Basti wissen. "Vielleicht weil er was vergessen hat", sagte ich. "Was denn?", fragte mein Krümmel. "Einen Kanister Duschgel", antwortete ich ein wenig abgenervt und Basti machte ein ratloses Gesicht. Daraufhin brachen die Leute um uns herum in lautes Gelächter aus. Sebastian saß guter Dinge im Einkaufswagen und freute sich über die allgemeine Aufmerksamkeit die ihm zuteil wurde, obwohl er eigentlich garnicht wußte warum die Erwachsenen so lachten.

Noch Wochen später sagte Sebastian immer dann wenn er hörte, daß jemand irgendwas vergessen hatte: "Vielleicht einen Kanister Duschgel?"

Text: Doris Richter
Foto: cisium, photocase.de

 

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