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Ferne Schwester

Autorin: Carolyn Coman

 

Erscheinungsjahr: 2005

Verlag: Patmos Verlagshaus

 

Genre: Jugendbuch

Thema: Abenteuer, Ritter, Indianer & Co

Alter: 12-18 Jahre

 

ISBN/ASIN: 379418033X

Preis: 13.90 €

Diesen Titel kannst Du hier bestellen »»


Rezension

Wie geht man mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Diese Frage stellt sich für Berry, als ihre Schwester Laura in der Nähe von Kapstadt ermordet wird. Mitten in dieser Phase der Orientierungslosigkeit bekommt sie  die Möglichkeit, nach Afrika zu reisen und das Land, das ihre Schwester so sehr liebte mit eigenen Augen zu sehen.

Seit Lauras Tod beginnt Berry sich immer mehr zurück zu ziehen. Sie beginnt, jegliche Art von Emotionen von sich weg zu schieben. Eigentlich fühlt sich Berry nur noch im Wasser wohl. Hier kann sie sich treiben lassen, einfach vor sich hin driften. Im Gegensatz dazu macht ihr auf dem Land das Gefühl der Schwerelosigkeit dermaßen Angst, dass sie beginnt, ihren Körper mit Steinen zu bedecken, die sie fest an einem Ort zu halten scheinen. Zusätzlich zu dem schweren Verlust ihrer Schwester belastet sie auch noch das schlechte Verhältnis zu ihrem Vater. Kein Wunder also, dass Berry nicht wirklich erfreut darüber ist, dass ausgerechnet er sie bittet, mit ihm nach Afrika zu fliegen, um an einer Gedenkfeier für Laura teil zu nehmen.

Widerwillig entschließt sich Berry, ihn in das Land, das ihre Schwester so sehr liebte, zu begleiten. Anfangs gestaltet sich die Reise als äußerst schwierig. Das Verhältnis zu ihrem Vater verbessert sich nicht im Geringsten und das Land ist so anders als die USA, ihrem Heimatland. Und langsam beginnt Berry auch zu begreifen, was Apartheid wirklich bedeutet.

So hört sie Geschichten Einheimischer über Folterungen und Ermordungen, über Schuld und Sühne, die sie nicht wirklich verstehen kann. Sie sieht die Lebensumstände der armen Bevölkerung, die sie sich nicht vorstellen kann und sie besucht das Gefängnis, in dem Nelson Mandela Jahre seines Lebens als Häftling verbracht hat. Auf diese Art und Weise beginnt Berry, Afrika anders wahr zu nehmen. Es scheint, als würde sie zum ersten Mal seit einer Ewigkeit wieder die Augen öffnen und ihre Umwelt sehen.

Die Reise gestaltet sich für den Teenager nicht nur als Möglichkeit, den Tod und auch das Leben ihrer Schwester anders wahr zu nehmen, sondern auch ihr eigenes Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, wieder zu sich selbst zu finden. So unwirklich es erscheinen mag, irgendwie schafft es dieser zerrissene Kontinent, die Fragmente ihres Lebens wieder zusammen zu setzen und ihm einen Sinn zu geben, so dass am Ende von allem ein neuer Anfang steht.

„Ferne Schwester“ ist ein außergewöhnlicher Jugendroman mit Tiefgang, der den Leser realitätsnah mitten in die Problematik des Erwachsenwerdens eines Teenagers hinein zieht. Auf einfühlsame Art und Weise beschreibt die Autorin Carolyn Coman die Leere und Haltlosigkeit der Protagonistin, das Chaos, das in ihrem Leben vorherrscht und die Unfähigkeit, sich daraus zu befreien. Deutlich werden auch die Ohnmacht und das Unvermögen der Umwelt, Berry zu verstehen oder ihr zu helfen.

Die Thematik des Erwachsenwerdens ist in diesem Roman mindestens genauso vorherrschend, wie der Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Die Kernaussage ist eine Aufforderung, vor dem Hintergrund des Todes endlich sein Leben zu beginnen. Und so abstrus dies vielleicht klingen mag, gerade diese Gegensätze verbindet Carolyn Coman auf eine perfekte Art und Weise.

Nicht nur für Jugendliche empfehlenswert, die sich gerade in der Phase des Heranwachsens befinden, sondern auch für all diejenigen, die sich noch sehr gut an ihre eigene Teenagerzeit erinnern können. Verwirrend, traurig, wütend und vor allem realistisch bis zur letzten Seite!

(kae)

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