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Gott und die Götter. Die Geschichte der großen Religionen

Autor: Gerhard Staguhn

 

Erscheinungsjahr: 2003

Verlag: Carl Hanser Verlag

 

Genre: Sachbuch/Kinder

Thema: Religion & Werte

Alter: 12-18 Jahre

 

ISBN/ASIN: 3446203400

Preis: 17.90 €

Diesen Titel kannst Du hier bestellen »»


Rezension

Religion muss widersprüchlich sein, sonst wäre sie keine Religion. Sie ist auch nicht logisch zu erklären. Das indische Kastensystem teilt z.B. den Tieren eine eigene Kaste zu, aber den Menschen, die ja eigentlich „eine Rasse“ sind, teilt sie viele verschiedene Kasten zu.
Ebenso wie das Kastensystem ist auch die Auferstehung Jesu nicht logisch zu erklären. Oder dass im Islam eigentlich gilt, der Dschihad, der Heilige Krieg, solle niemals zum Angriff, sondern nur zur Verteidigung eingesetzt werden. Soviel also zur Logik und Praxis der Religionen.

Weiter erfährt man, dass es weder im Hinduismus noch im Judentum die Idee einer Missionierung von Nichtgläubigen gibt, im Christentum und Islam hingegen schon.

Jesus ist z.B. Gott und Mensch in einer Person und nicht, wie Buddha oder Lao-Tse, Begründer einer religiösen Lehre und auch nicht wie Mohammed ein Prophet Gottes. Zusätzlich kommt beim Christentum die Dreifaltigkeit Gottes als wesentlicher Unterschied hinzu. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind als drei Personen in einem Gott vereint.

Zu jeder Religion werden Entstehung, Lehre und auch ihre Verwirrungen geschildert ohne dabei bewertet zu werden.
In seiner Schlussbetrachtung spricht der Autor die Minderwertigkeit der Frau an, die allen großen Religionen inne ist. Er bezeichnet die Argumentation der katholischen Kirche bezüglich der Verweigerung des Priesteramtes für Frauen als fundamentalistisch und appelliert an eine Reformation aller Kirchen bezüglich ihrer frauenfeindlichen Haltung. Aber wie er schon vorher beschreibt, hat die Christliche Kirche Angst vor zu großer Offenheit und hält daher auch an starrsinnigen Ideen fest.

Im Folgenden resümiert der Autor über das Phänomen Gottes, das „unfassbar“ sei und lediglich verschiedene Namen hätte. Daher sei eine Feindschaft zwischen den Religionen auch völlig unsinnig. Das ist doch endlich mal eine vernünftige Schlussfolgerung! Wenn sich nur die Gleichnisse und Bezeichnungen unterscheiden, warum können die Menschen sich dann nicht einfach tolerant gegenüber treten?! Der Autor meint, die Menschheit sei noch nicht reif für den Gedanken an einer Religion der Religionen.

Dieses Buch ist hervorragend! Nicht nur für diejenigen, die sich für Religionen interessieren, sondern vor allem für die, die der Religiosität nichts abgewinnen können und noch weniger den Streitigkeiten darüber.
Wer sich über die großen Religionen der Welt informieren möchte, findet in dem Buch eine neutrale und detaillierte Betrachtung über Geschichte und Inhalt der einzelnen Lehren. Dem Religionswissenschaftler gelingt es, in geschickter Weise Faktenwissen zu vermitteln und die Ereignisse mit der richtigen Mischung aus Faszination und Distanz wiederzugeben.

 

Julia Juckel

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