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Der Mai ist gekommen …

… die Bäume schlagen aus. So wird es zumindest in einem Volkslied besungen. Ganz so weit ist es zwar noch nicht, aber der Wonnemonat steht so zu sagen direkt vor der Tür. Es wird also Zeit, sich einmal genauer mit dem wohl „frühlingshaftesten“ Teil des Jahres zu beschäftigen.

 

Der Monat Mai

Seinen Namen verdankt der Mai dem römischen Gott Jupiter, der für das Wachstum steht. Da man früher in diesem Monat das Vieh auf die Wiesen trieb, nannte man den Mai im Altdeutschen „Wunnimanoth“, was übersetzt Weidemonat bedeutet.  Später wurde daraus das Wort Wonnemonat. Und selbst in der Antike wurde der Mai bereits als der Frühlingsmonat schlechthin gefeiert. Zu Recht, denn wohl kein anderer Monat des Jahres macht uns das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf so bewusst. Getreu dem Motto „Alles neu macht der Mai“ grünt und blüht es an allen Ecken und Enden, schließlich liegt die Hauptblütezeit vieler Pflanzen in diesem Monat, was dem Mai auch den Titel des „Blumenmonats“ eingebracht hat. Kein Wunder also, dass der Wonnemonat Frühlingsgefühle weckt.

 

Feiertage im Mai

Neben dem grünen Spektakel der Natur hat der Mai auch noch feststehende und einige wechselnde Feiertage zu bieten, an denen man sich die Zeit nehmen kann, um die frisch erwachte Blütenpracht bei einem Spaziergang zu genießen.

 

Tag der Arbeit

Der so genannte „Tag der Arbeit“ ist ein gesetzlicher Feiertag, der an die Arbeiteraufstände und Proteste des Jahres 1929 in Berlin erinnern soll, die damals blutig niedergeschlagen wurden. Auch in anderen europäischen Ländern wie Österreich oder der Schweiz ist dieser Tag als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ oder „Maifeiertag“ bekannt.

Besonders beliebt ist der Tag der Arbeit, um mit der Familie oder mit Freunden einen Ausflug ins Grüne zu unternehmen. Lieblingsvehikel ist an diesem Tag allerdings nicht das Auto, sondern das Fahrrad. So sieht man am 1. Mai Dutzende von Radlergruppen, die sich, mit einem Bollerwagen im Gepäck, kreuz und quer durchs Land bewegen. Ob sich in dem Wagen eine zünftige Brotzeit oder eher „Flüssignahrung“ befindet, hängt natürlich ganz von der jeweiligen Gesellschaft ab. Ein Muss ist in jedem Fall ein grüner Zweig, der vorne am Lenker befestigt wird. Und nicht vergessen, fleißig mit der Klingel zu bimmeln, wenn man auf andere Ausflügler trifft. So begrüßt man sich nämlich an diesem Tag.

 

Christi Himmelfahrt

Der kirchliche Feiertag Christi Himmelfahrt findet in jedem Jahr an dem 5. Donnerstag nach Ostern statt. Insofern ist er an kein festes Datum gebunden. Meist liegt diese Festivität allerdings im Mai. Wie der Name schon sagt, bezieht sich Christi Himmelfahrt auf jenen Tag, an dem Jesus nach seiner Auferstehung und dem Aufenthalt auf der Erde gen Himmel emporgestiegen ist.
Christi Himmelfahrt ist jedoch nicht nur als kirchlicher Feiertag bekannt und beliebt. Von vielen Männern wird dieser Tag auch als Vatertag zelebriert. Meist werden an Christi Himmelfahrt Ausflüge ins Grüne organisiert, bei denen es sich die „Herren der Schöpfung“ in geselligen Runden bei Wein, Bier und anderem Gebräu mal so richtig gut gehen lassen.

 

Muttertag

Das Gegenstück zum bereits erwähnten Vatertag ist der Muttertag. Ursprünglich stammt diese Feierlichkeit aus den USA, wurde aber nach dem Ersten Weltkrieg auch in Europa eingeführt. Wegen seiner langen Tradition besitzt er natürlich ein ganz anderes Image, als das väterliche Pendant. Größter Unterschied ist wohl, dass an diesem Sonntag keine alkoholgesteuerten Ausflüge unternommen werden, sondern dass der Muttertag einzig und allein der Annerkennung der Mütter gewidmet ist. So werden an diesem Tag die Mütter mit kleinen Geschenken bedacht oder mit einem durch die Kids organisierten Frühstück.

In Deutschland wird der Muttertag regelmäßig am 2. Sonntag im Mai zelebriert, obwohl es sich hierbei nicht um einen offiziellen Feiertag handelt. Nicht mehr, denn zur Zeit des NS-Regimes erklärten die Nationalsozialisten diesen Tag zum Staatsfeiertag, um ihn als Propagandamittel für ihre Mutterkult-Ideologie ein zu setzen und somit seinen eigentlichen Zweck völlig zu entfremden. 1949 wurde der Muttertag wieder privatisiert und zu dem gemacht, wozu er eigentlich eingeführt wurde.



Europatag

Am 9. Mai wird der Europatag gefeiert. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen offiziellen Feiertag. 1950 veröffentlichte der französische Außenminister Robert Schuman an eben jenem Datum seinen Entwurf von einem vereinten Europa. Da dies als der Grundstein für die spätere EU angesehen werden kann, steht der Europatag symbolisch für die politische Einheit der Mitgliedsstaaten. An diesem Tag gibt es in vielen Orten Festivitäten, die die Volksverständigung und zum kulturellen Austausch der  verschieden Länder der Union beitragen sollen.

 

Die Eisheiligen

Jedes Jahr zwischen dem 12. und 14. Mai „schneien“ sie herein und das manchmal im wahrsten Sinne des Wortes: Die Eisheiligen. An diesen Tagen kann es zu verspäteten Kälteeinbrüchen mit Schnee und Frost kommen, obwohl der Frühling eigentlich schon Einzug gehalten hat. Aus diesem Grund geht die Pflanzsaison im Garten auch erst nach den Eisheiligen so richtig los. Die Tage sind Pankratius, Servatius und Bonifatius gewidmet, allesamt Heilige der katholischen Kirche. In Kombination mit ihren kalten Witterungsverhältnissen  wurden daraus die Eisheiligen. In Süddeutschland zählt man noch zusätzlich zu den Dreien Mamertus (11. Mai) und Sophia, besser bekannt als die „kalte Sophie“ (15. Mai), dazu.

 

Pfingsten

Wie auch Christi Himmelfahrt richtet sich das Pfingstfest nach dem Zeitpunkt des Osterfests. So findet es jedes Jahr am 50. Tag nach dem Fest der Auferstehung statt. So kann es durchaus passieren, dass Pfingsten in den Juni fällt. Die Feierlichkeit, bestehend aus dem Pfingstsonntag und –montag, ist ein kirchliches Fest, dass an den Tag erinnert, an dem der heilige Geist den Jüngern Jesu erschien.

Ein Brauch, der bis ins 19. Jahrhundert ländlichen Gegenden gepflegt wurde, war der so genannten „Pfingstochse“. Hierbei wurde ein geschmückter Ochse durch ein Dorf getreiben. Manche Ortschaften verwendeten auch einen  „Pfingsthammel“. Ein weiterer Pfingstbrauch, der sich bis heute erhalten hat, ist es, Feuer an zu zünden. Die Flammen solcher Pfingstfeuer symbolisieren den Heiligen Geist. 

 

Fronleichnam

Dieser kirchliche Feiertag richtet sich nach dem Datum des Pfingstfestes und fällt in diesem Jahr in den Mai. Am 2. Donnerstag nach Pfingsten wird bei dieser katholischen Festlichkeit die Einsetzung des Altarsakraments gefeiert.

 

Frühlingshaftes Brauchtum

Nicht nur gesetzliche oder kirchliche Feiertage tummeln sich im Mai, auch jede Menge traditionell verwurzeltes Brauchtum lässt sich in diesem Monat finden. Ein bekanntes Ritual ist der Maibaum, der vielerorts in ländlichen Gemeinden auf dem Dorfplatz aufgestellt wird. Je nach Region geschieht dies am 30. April, am 1. Mai, an Pfingsten oder St. Johanni. Meist handelt es sich hierbei um eine hohe Stange, an deren Ende eine ausgegrünte Jungbirke oder Fichte befestigt und mit Kränzen und Bändern geschmückt wird. Diese Baumarten stehen für Wachstum, Wärme oder Licht und werden deshalb bevorzugt zur Begrüßung des Wonnemonats verwendet. Um den Maibaum herum führen die Dorfbewohner oftmals traditionelle Volkstänze auf. Übrigens sollte ein solcher Baum ursprünglich vor bösen Geistern und Hexen schützen, die in der Walpurgisnacht am 30. April ihr Unwesen auf dem Blocksberg (Brocken im Harz) trieben und auf die Ankunft des Teufels warteten.

Damit der Baum nichts von seiner Magie verliert, ist es wichtig, folgende Punkte beim Schmücken zu berücksichtigen:

 

  • Die Krone
    Der grüne Wipfel des Maibaums hat eine besondere Bedeutung. In ihm leben die guten Geister, wenn sie fehlt ist der Baum seelenlos und kraftlos.
  • Der Kranz
    Der festlich um die Krone des Maibaums drappierte Kranz symbolisiert die Weiblichkeit und das Wachstum. Sollte man diesen vergessen, so verliert der Baum sein Fruchtbarkeitssymbol.
  • Bänder
    Die am Kranz befestigten Bänder sollen den Segen des Gedeihens der Früchte und Pflanzen auf dem Feld gewährleisten.
  • Der Stamm
    Durch den Stamm des Baums werden Kraft und Gesundheit symbolisiert. Wichtig ist es, die Rinde zuvor zu entfernen, damit sich keine Hexen oder bösen Geister in Form von Käfern in dem Maibaum verstecken können. 

 

Die Traditionen, die mit dem Maibaum verbunden sind, können, je nach Ortschaft, stark voneinander variieren. In Ostfriesland versucht man beispielsweise in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai den Baum der Nachbargemeinde zu stehlen. Dementsprechend werden vom Zeitpunkt des Aufstellens bis zum Sonnenaufgang des darauf folgenden Morgens die Bäume durch die jungen Burschen des Orts bewacht. An Lagerfeuern wartet man auf „nächtliche Eindringlinge“, die sich am Maibaum zu schaffen machen wollen. Allerdings dürfen diese nur unbewachte Maibäume stehlen. Das bedeutet im Klartext, dass die Wachen zuvor abgelenkt oder gänzlich von dem Objekt der Begierde fortgelockt werden müssen.  Es versteht sich von selbst, dass derartige Aktionen völlig gewaltfrei ablaufen sollen. Wurde drei Mal ein Spatenstich an dem Maibaum angesetzt, so gilt dieser Baum als gestohlen. Allerdings dürfen sich an diesem Spaß nur Gemeinden beteiligen, die selber auch einen Maibaum im Dorf aufgestellt haben. Bei einem erfolgreichen Diebstahl kann das Geäst Ende Mai gegen Naturalien wieder ausgelost werden.

 

Tanz in den Mai

Ein weiterer bekannter Brauch des 30. April ist der „Tanz in den Mai“, der sich ebenfalls auf eine heidnische Tradition zurückführen lässt. Durch dieses Fest sollen die bösen Geister des Winters vertrieben und das Frühjahr begrüßt werden. Bei derartigen Festivitäten wird auch oftmals eine Mai- oder Blütenkönigin gewählt und nicht selten werden sie zum Anlass genommen, den Wonnemonat besonders feucht-fröhlich Willkommen zu heißen. (kaj)

 

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