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Hexentanz und Maibäumchen - Die Traditionen um den ersten Mai

Die grauen Tage sind gezählt, wir tauschen den Fernseher gegen einen Platz am Grill und verbringen jede freie Minute in der Sonne. Der Wonnemonat Mai kommt mit Sommer und Sonne und schon die erste Nacht in den Mai ist ein Highlight. Tanz in den Mai oder ein schöner Grillabend mit vielen Freunden. Das schmeckt nach ausgelassener Stimmung, Würstchen, Bier und viel Spaß. Doch der Spaß hat seinen Ernst. Hinter den Feierlichkeiten steckt eine jahrelange Tradition. Klingt wie eine gute Ausrede für den Kater danach! Ein lässiger Spruch über die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung von Traditionen und der ausgearteter Abend ist entschuldigt. Doch nein, es ist keine Ausrede es steckt mehr dahinter.

Die Nacht zum ersten Mai war für unsere Vorfahren von ganz besonderer Bedeutung. Es ist die Nacht der Göttin Walpurgis, des Frühlingsanfangs, der Sonne und des Lebens. Walpurgis war eine Frühlingsgöttin, deren Fruchtbarkeit in weiten Gebieten Deutschlands mit ausgelassenen Festen und Freudenfeuern gefeiert wurde.

Der Kirche waren diese heidnischen oft exzessiven Feste ein Dorn im Auge. Die Maifeiern wurden ca. im Jahre 1300 verboten und jeder Mensch der weiter an diesen Festlichkeiten Teil nahm wurde als Hexe verschrien. Die Kirche verdammte und verbreitete Gerüchte. Von Hexen, die ausflogen, um sich auf dem Blocksberg zu versammeln und dort auf die Ankunft des Teufels zu warten. Aus dem alten Frühlingsfest hatte die Kirche einen "Hexensabbat" gemacht. Das Bild der Hexen brannte sich in die Köpfe der Menschen ein und es wurden die wildesten Bräuche entwickelt um Hexen in dieser Nacht von Haus und Hof fernzuhalten.

Ausgehängte Gartentore, Zahnpasta auf der Windschutzscheibe des Autos und Klopapier im Briefkasten. Maistreiche in der Nacht zum ersten Mai sind in vielen Gebieten Deutschlands Tradition. Meist sind es Jugendliche und oft ist es zum großen Ärger für andere. Zurückzuführen ist diese Tradition ebenfallsauf das Mittelalter. Leere Strassen und verängstigte Leute Keiner wollte in dieser Nacht vor die Tür. Optimale Bedingungen um jemanden mal richtig eins auszuwischen. Im Zweifelsfall waren es eben die "Hexen". Jeder der genug Mumm in den Knochen oder noch eine Rechnung offen hatte, zog los um dem anderen Streiche zu spielen. Ein beliebter Streich in der Walpurgisnacht war das Häckselstreuen. Bei diesem Streich wurden geheime Pfade der Liebe aufgedeckt, indem eine Häckselspur von dem einen Haus zum anderen gelegt wurde. Auch diese Tadition wird,vorallem in ländlichen Gegenden, immer noch aufrechterhalten.

In vielen Gegenden Deutschlands ist es üblich, in der Walpurgisnacht heimlich ein kleines Maibäumchen vor der Tür einer Frau aufzustellen. Wer also am Morgen des ersten Mais vor der Haustür über einen Maibaum stolpert, hat zwei Möglichkeiten. Steht ein Maibäumchen mit Bändern und schön geschmückt vor der Türe, so zeigt hier der Maibaumsteller sehr deutlich seine Zuneigung. Ist das Bäumchen allerdings mit Klopapier „verziert“, hat er leider nur Verachtung übrig.

Es ist viel los in der Nacht auf den ersten Mai. Deshalb verstaut  ihr euer  Eigentum besser so, dass damit keine Streiche möglich sind. Und steht am ersten Mai möglichst früh morgens auf, um sämtliche Maibäume und Kalkspuren vor eure Türe zu entsorgen, bevor es die Nachbarn gesehen haben. Denn wie du weißt: Die Hexen sind los!

Ist die Hexennacht voll Regen, 
wird's ein Jahr mit reichlich Segen
(Bauernregel)

Stephanie Wolf

 

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