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Das Osterei

Eier gelten in vielen Kulturen als Symbol der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens. Ihnen haftet etwas so Geheimnisvolles an, dass einige Völker sich Gedanken darüber machten, wie denn das erste Ei entstanden sei. Hat es der Urvogel gelegt? Wurde es von Sonne und Mond oder Himmel und Erde gezeugt? Ist es von Gott auf einer Töpferscheibe geformt worden?

Ein chinesischer Schöpfungsmythos schildert den Anfang der Welt als ein großes Wasser, aus dem ein Ei entstand, das zu Land wurde. In der Vorstellung der Hindu sitzt Brahma ein Jahr lang in einem goldenen Ei. Mit der kraft des Willens teilt er das Ei und formt aus den beiden Teilen der Eierschalen Himmel und Erde. Auch in der finnischen Schöpfungsgeschichte, der Kalevala, spielt das Ei eine herausragende Rolle. Der Gott der Lüfte legte ein goldenes Ei auf die Knie der schlafenden Meeresgöttin. Als sie sich bewegte, zerbrach das Ei. Die obere Hälfte wurde zum Himmel, das Eigelb zur Sonne, das Eiweiß zum Mond, die zerbrochenen Stückchen der restlichen Schalen zu Sternen und Wolken.

Die Perser in der Antike glaubten, die Erde sei am ersten Tag des Frühlings aus einem Ei geschlüpft. Sie feierten ihr Neujahrsfest im Frühjahr und schenkten sich gefärbte Eier, die sie beim Fest als Glücksbringer aßen. Dieser Brauch sollte sich später über große Teile der Welt ausbreiten. Rot gefärbte Eier waren schon vor Jahrtausenden ebenfalls in Ägypten und China als Geschenk ein Sinnbild für den Wunsch nach einem glücklichen, langen Leben.

Mit entstehen des christlichen Glaubens bekam das Ei für die Menschen eine weiter tiefe Bedeutung: Ein rot gefärbtes Ei erinnerte an das Blut Jesu. Die Eierschalen galten als Sinnbild für das aufgebrochene Grab. Mit dem verschenkten Osterei erinnerten die Menschen an die Hoffnung auf ewiges Leben und freuten sich über die jährliche Wiedergeburt des Frühlings.
In Deutschland wurden bei Ausgrabungen eines römischgermanischen Gräberfeldes in Worms in einem Kindergrab aus dem 4. Jahrhundert bunt bemalte Eierschalen gefunden. Wie der Brauch Eier zu verschenken nach Europa kam, ist nicht eindeutig geklärt. Manche sagen, muslimische Türken hätten den Brauch von den Persern übernommen und in Mitteleuropa verbreitet. Andere Quellen meinen, die Kreuzfahrer hätten den orientalischen Brauch rote Eier zu verschenken eingeführt. Spätestens seit dem Mittelalter werden in Deutschland  die Eier zum Osterfest nicht nur rot, sondern auch bunt bemalt und manchmal beschriftet.

In den Ländern Osteuropas existieren spezielle Traditionen für das Färben oder Verzieren der Ostereier. Geometrische Muster, rote Blumen und andere kunstvoll gestaltete Symbole mit unterschiedlichen Bedeutungen werden mit verschiedenen Techniken auf die Eier übertragen.

Für das verschenken der Ostereier scheint es mehr Hintergründe als nur das Osterfest zu geben. Im Mittelalter galt der Gründonnerstag als Ablasstag, der Tag, an dem die Pächter ihren Lehnsherren den Pachtzins zahlen mussten. Es gab die Möglichkeit den Zins in Form von Eiern zu entrichten. Diese wurden damals schon als Ostereier bezeichnet. Oftmals wurden diese Eier in der Kirche geweiht. Man entlohnte damit das Personal oder verschenkte sie an die Armen.

Nach einer anderen Überzeugung hat das Eiergeschenk mit der Fastenzeit vor dem Osterfest zu tun. Den Gläubigen war der verzehr von tierischen Produkten, also auch von eiern während der Fastenzeit verboten. Die Hühner aber legten weiterhin Eier. Also gab es einen Überschuss an Eiern, die dann in einem schönen Brauch verschenkt wurden.
Seit dem 16. Jahrhundert kennen wir den Brauch der Pateneier. Während des Osterfestes gingen die Kinder zum Patenonkel oder zur Patentante, um sich Pateneier als Geschenk abzuholen. Das erste Ei, das ein Kind von seinen Paten erhielt, musste unbedingt gut aufgehoben werden. Falls es zerbrach, so glaubte man, bringt das Unglück und das Kind würde kein hohes Alter erreichen.


Bastel-Tipp:

OSTEREIER-SCHMUCK


Eierkranz:

Ein Kranz aus gefärbten, ausgepusteten Eiern ist ein schöner Schmuck für die Wand, für den Osterbaum oder auch den Osterbrunnen.

Alter: ab 4 Jahren
Material: mindestens 8 ausgepustete Eier, bei größeren Objekten bis zu 20 Stück, Eierfarbe und Pinsel oder Farbstifte, Blumendraht, Zange, Schmuckband

Die ausgepusteten Eier in vier verschiedenen Farben anmalen und trocknen lassen.

Die fertigen Eier auf  Blumendraht ziehen und einen Kranz formen. Die Drahtenden mit der Zange verdrehen und mit einer Schleife aus Geschenkband verzieren.

Variante:
Viele Eier auf den Blumendraht ziehen und als Oster-Girlande an geeigneter Stelle aufhängen.  

 

 

Inhalte mit freundlicher Genehmigung aus Hano Hanoqitho - Frühling und Osterzeit hier und anderswo aus dem Ökotopia Verlag.

Dieses Buch ist ein internationaler Ideenschatz mit Spielen, Liedern, Tänzen, Geschichten, Bastelaktionen und Rezepten rund um Ostern!

 

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